zurück zum Artikel

Neuerungen in KDE 4.2

Test & Kaufberatung | Test

Das KDE-Team hat mit der Version 4.2 eine neue Version von KDE 4 vorgelegt. Laut den Entwicklern ist KDE 4.2 reif für den breiten Einsatz.

Das KDE [1]-Team hat mit der Version 4.2 eine neue Version von KDE 4 vorgelegt. Mit der Veröffentlichung von KDE 4.0 [2] vor einem Jahr hatten die KDE-Entwickler den Grundstein gelegt, den KDE-Desktop neu zu erfinden – und sich viel Kritik eingehandelt, weil das erste Release von KDE 4 noch zahlreiche Fehler enthielt und insgesamt sehr unfertig wirkte.

Der Umgang mit Plasma-Applets ist bequemer geworden.
Der Umgang mit Plasma-Applets ist bequemer geworden. (Bild: www.kde.org)

War KDE 4.1 laut den Entwicklern noch eher für "Gelegenheitsanwender" gedacht, soll KDE 4.2 [3] jetzt ein "unwiderstehliches Angebot für die meisten Endanwender" darstellen. So wurde der Plasma-Desktop weiter verbessert, neue Applets erlauben eine bessere Anpassung des Desktops. So existieren jetzt spezielle Applets, die Dateien und Ordner als Vorschau anzeigen. Auch Google Gadgets lassen sich verwenden. Plasma-Applets lassen sich jetzt in JavaScript, Python and Ruby erstellen.

Die Einstellmöglichkeiten für den Desktop wurden erweitert, das überarbeitete System Tray zeigt Meldungen aller möglichen Prozesse an – von Systemmeldungen bis zum Status großer Downloads. Ein neues Drucker-Tool vereinfacht die Verwaltung von Druckern und Druckjobs.

Auch der Fenstermanager KWin hat dazugelernt. Auf geeigneter Hardware schaltet er jetzt standardmäßig 3D- und Compositing-Effekte ein, die KWin selbst – ohne Hilfe von Compiz – verwaltet. Mit Hilfe der neuen Kephal-Bibliothek erlaubt der Fenstermanager mehr Optionen beim Betrieb mit mehreren Monitoren.

Neuerungen in KDE 4.2

Das Powermanagement ist jetzt ein direkter Bestandteil des KDE-Desktops – das zuständige Tool nennt sich PowerDevil, ist direkt über die (ebenfalls überarbeiteten) Systemeinstellungen konfigurierbar und zeigt über ein Plasma-Applet den aktuellen Status etwa der Batterie und der Display-Helligkeit an. Um KDE 4 auch auf Netbooks mit kleinem Display betreiben zu können, haben die Entwickler etliche Dialoge so umgestaltet, dass sie weniger Platz auf dem Bildschirm einnehmen.

Der Dateimanager Dolphin wurde etwas überarbeitet; er soll jetzt komfortabler zu bedienen sein. KMail hat im Zuge des Google Summer of Code einen Umbau erfahren, der dem Programm nicht nur eine neue Optik, sondern auch eine bessere IMAP-Unterstützung bringt. Auch der Webbrowser Konqueror hat einige Funktionen hinzugewonnen.

KDE 4.2 steht als Quelltext [4] und in Form vorkompilierter Pakete zum Download bereit [5] – zusammen mit einer Kompilier- und Installationsanleitung [6].


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-221680

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.kde.org
[2] http://www.heise.de/open/Neues-in-KDE-4-0--/artikel/101659
[3] http://www.kde.org/announcements/4.2/
[4] http://download.kde.org/stable/4.2.0/src/
[5] http://download.kde.org/binarydownload.html?url=/stable/4.2.0/
[6] http://www.kde.org/info/4.2.0.php#binary