"OK, Google" - Die wichtigsten Sprachbefehle und Tipps für Google Now

Google Now: Die besten Sprachbefehle, Tipps für Now-Karten

Wissen | Know-how

Der persönliche Android-Assistent Google Now blendet interessante Infos als Karten ein und beantwortet gesprochene Fragen. Termine anlegen, nach dem Wetter fragen oder den Musikspieler öffnen: All das geht dank Google Now per Sprachsuche.

Google Now Launcher (Bild: c't)

Google Now ist der persönliche Assistent für Android-Nutzer. Er ist seit Android 4.4 fester Bestandteil des Android-Launchers auf den meisten Smartphones und Tablets.

Now versorgt Anwender genau dann mit den nötigen Informationen, wenn sie diese benötigen. So blendet Google Now beispielsweise automatisch Karten ein, die das Wetter oder aktuelle Ergebnisse des Lieblings-Clubs anzeigen, an Geburtstage erinnern oder sich merken, wo man sein Auto geparkt hat.

Das Suchfenster von Google Now beherrscht außerdem Dutzende Sprachbefehle, mit denen man etwa nach dem Wetter oder einer Telefonnummer fragen kann. Das geht nicht bloß auf Android-Geräten, sondern mit der Google-Suche-App für iPhone und iPad auch unter iOS. Eine Liste der wichtigsten Sprachbefehle finden Sie in der Tabelle am Ende des Artikels: Einfach aufs Mikrofon-Symbol tippen und Lossprechen!

Google Now ist Teil des Standard-Androids und belegt dort auf dem Startbildschirm ("Launcher") stets den linken Homescreen. Wischen Sie auf dem Startbildschirm einfach solange von links nach rechts, bis Sie das hellgraue Fenster mit dem Google-Suchfenster erreicht haben. Wenn Ihr Smartphone diesen Google-Now-Startbereich nicht besitzt, hat der Hersteller Ihres Smartphones wahrscheinlich einen eigenen Launcher vorinstalliert. In diesem Falle erreichen Sie Google Now meistens dadurch, indem Sie lange auf die "Home"-Taste drücken. Bei Smartphones mit Android 6.0 startet das lange Drücken auf die "Home"-Taste erst einmal den Dienst "Now On Tap" (siehe weiter unten), und Sie müssen danach noch einmal auf das dort erscheinende "G" tippen, um den eigentlichen Google-Now-Bereich zu öffnen.

Sie können auf Geräten mit eigenen Launcher-Systemen den "Google Now Launcher" über den Google Play Store kostenlos nachinstallieren. Das verändert allerdings auch Ihren Startbildschirm sehr stark – er sieht dann so aus wie auf den von Google selbst herausgegebenen Nexus-Smartphones und -Tablets.

Google Now weiß eine ganze Menge über den Nutzer und versucht, ihm an allerlei Stellen zu helfen. Die Now-Karten informieren zum Beispiel darüber, wann das bestellte Paket ankommt, ob auf dem Weg zur Arbeit Staugefahr besteht oder sie halten beim nächsten Flug die Bordkarte sowie Terminal, Gate und die Abflugzeit bereit. Im Urlaub zeigen sie den Weg zu Restaurants oder Sehenswürdigkeiten.

Über das Icon oben links (roter Kreis) erreichen Sie die Einstellungen von Google Now (Bild: c't)

Damit das alles funktioniert, wertet Google Now diverse Nutzerdaten des verknüpften Google-Accounts aus. Wohnort und Arbeitsplatz sowie regelmäßige Fahrten an andere Orte werden selbstständig aus dem Standortverlauf des Smartphones erlernt. Auf Wunsch lassen sich die Heim- und Dienstadressen auch in den Einstellungen manuell festlegen. Öffnen Sie dazu im Google-Now-Bereich die Einstellungen – diese finden Sie über das Icon mit den drei horizontalen Strichen (siehe Screenshot). Dort tippen Sie auf "Anpassen" und auf die oben angegebenen Adressen.

Zu den Zeiten, in denen man üblicherweise zur Arbeit, zum Sport oder anderen regelmäßigen Tätigkeiten unterwegs ist, blendet Google Now die Fahrtzeiten dahin an und informiert über Staus. Über "Now-Einstellungen/Anpassen/Verkehr" stellen Sie ein, ob Sie üblicherweise mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Für den Weg zur Arbeit können Sie ein anderes Verkehrsmittel als für die übrigen Fahrten auswählen.

Anhand der Browser-Historie versucht Google Now, interessante Nachrichten zu Themen und Personen zusammenzustellen und herauszufinden, welche Sport-Teams man mag. Um diese Themenauswahl zu verändern, gibt es zwei Wege: Über "Now-Einstellungen/Anpassen" können Sie beispielsweise Sport-Teams, Aktienkurse oder interessante Persönlichkeiten entfernen beziehungsweise hinzufügen. Oder Sie klicken gezielt in den einzelnen Karten auf die drei Punkte oben rechts – dort können Sie dann beispielsweise Teams entfernen oder Nachrichten-Seiten ausblenden.

Auch Dritt-Apps können ihre Informationen als Now-Karten anzeigen. Das Repertoire reicht von Nachrichten für Platzreservierungen in Restaurants, über neue Songs bei Spotify bis zur Bestellung eines Taxis oder To-Dos aus einem To-Do-Manager. Um zu überprüfen, welche Apps mit Google Now verbunden sind, ö Tippen Sie dort auf "Anpassen" und dann "Apps und Websites", dort sind die integrierten Apps und Webseiten enthalten.

Den Kalender hat der Dienst ebenfalls im Blick. So erinnert Google Now unter anderem an Geburtstage sowie an bevorstehende Termine. Praktisch: Versieht man seine Termine mit Ortsangaben, dann weist Now unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage rechtzeitig darauf hin, wann man sich auf den Weg machen muss, um pünktlich anzukommen.

Google Now - Karten einrichten (13 Bilder)

Den Google Now Startbildschirm erreicht man auf dem Startbildschirm mit einem Wisch von links nach rechts.
(Bild: c't)
Now on Tap blendet Infos ein zu Themen, die es auf dem Android-Bildschirm findet.

Seit Android Marshmallow residiert der Dienst nicht nur auf einem reservierten Screen im Launcher, sondern kann über einen langen Druck auf den Home-Button innerhalb beliebiger Apps aufgerufen werden. Now on Tap analysiert dann den aktuellen Bildschirminhalt und liefert dazu passende Informationen und Suchergebnisse, ohne dass die App dafür verlassen werden muss.

Aus einem typischen WhatsApp-Chat heraus gestartet können das beispielsweise Routen, Telefonnummern, Informationen zu Orten, Speisekarten oder das Kinoprogramm sein. Man kann Now on Tab aber auch einfach nur dazu nutzen, um in seiner Fußball-App schnell mal nach einem Fußball-Spieler zu schauen oder mehr über eine Band zu erfahren, deren Cover gerade im Musikspieler geöffnet ist.

Möchten Sie Google Now nicht mehr nutzen, gehen Sie am besten im App-Menü auf "Einstellungen" und dort auf "Google/Suche & Now/Now-Karten". Auf älteren Geräten finden Sie diesen Punkt in einer eigenen "Google Einstellungen"-App. Dort können Sie die Karten komplett deaktivieren und die Historie der bisher gezeigten Karten löschen.

Sind Sie unzufrieden mit den präsentierten Karten, können Sie dort außerdem die Karten-Einstellungen zurücksetzen und Google Now quasi von Null anfangen lassen. Im gleichen Menü können Sie definieren, welche Google-Now-Dienste Ihnen Benachrichtigungen über die Benachrichtigungsleiste zuschicken darf.

Google Now ist zudem eng verzahnt mit der Sprachsuche. Genau wie Cortana und Siri erkennt das System ganze Sätze. So braucht man nicht "Kinoprogramm Cinemaxx Hannover" einzutippen, sondern fragt einfach: "Welche Filme laufen heute Abend im Kino?". Anhand des Standorts präsentiert Google darauf das Programm ansässiger Kinos.

Dank der Anbindung an Googles Knowledge Graph versteht die Suche auch semantische Verknüpfungen. Auf die Frage "Wie hoch ist der Eiffelturm?" kann man direkt die Frage "Und wann wurde er gebaut?" hinterherschieben, ohne dass Google den Faden verliert.

Um die Suche anzustoßen, braucht man nicht jedes Mal auf das Mikrophon im Suchfeld zu tippen: Nutzt man den Google Launcher, lässt sie sich auch auf dem Homescreen über das Sprachkommando "Ok, Google" starten. Wer nicht will, dass das Smartphone permanent lauscht und auf das Signalwort wartet, kann die Erkennung in den Einstellungen der Google-App unter Sprache deaktivieren. Will man den Komfort dagegen lieber ausbauen, lässt sich auch einstellen, dass "Ok, Google" grundsätzlich bei aktiven Display funktioniert – egal welche App gerade offen ist.

Das ist vor allem praktisch, um Routine-Aufgaben per Sprachkommando zu erledigen. Wie bei Siri kann man auch der Google-Now-Spracherkennung Aufgaben diktieren. So lässt sich beispielsweise der Wecker stellen, eine Erinnerung einrichten, Mail- und Whatsapp-Nachrichten verfassen oder die Musikwiedergabe starten. Derzeit unterstützt die Spracherkennung die in der Tabelle aufgelisteten Kommandos. (spo)

Funktion Beispiel Befehl
Wecker, Kalender, Erinnerungen
Wecker stellen ''Wecker auf … stellen''
Erinnerung einrichten ''Erinnere mich um … an …''
Termin erstellen "Erstelle einen Termin um …: …"
Kommunikation
Kontakt anrufen "Rufe … an"
Sms verschicken "Verschicke SMS an …"
Email senden "Verschicke E-Mail an …"
Mailbox abhören "Höre Mailbox ab"
Navigation und Reisen
Routen abrufen "Zeige mir den Weg zu …"
Orte in der Nähe finden "Finde … in der Nähe"
Fakten abrufen / per Google suchen
Google-Suche benutzen "…" (beliebigen Suchbegriff einsprechen)
Bilder anzeigen lassen "Zeige Bilder von …"
Wetterauskunft "Wie wird das Wetter an …"
Uhrzeit anzeigen "Wieviel Uhr ist es in …"
Übersetzen "Was heißt … in …"
Einheiten umrechnen "Wieviel sind … Zoll in … cm"
Worte definieren "Was bedeutet …"
Gleichungen lösen "… mal … ist"
Paket von Gmail-Auftragsbestätigung verfolgen "Wo ist mein Paket" (nur mit GMail möglich)
Einwohnerzahl von Stadt oder Land anzeigen "Wieviel Einwohner hat …"
Sehenswürdigkeiten finden "Finde Sehenswürdigkeiten"
Antwort auf interessante Fragen "Wie alt ist …?", "wo wurde … geboren?", "Wer hat … gegründet?"
Sportergebnisse anzeigen "Wie hat … gegen … gespielt?"
Kinofilme in den Kinos in der Nähe anzeigen "Was kommt im Kino?"
Kalorien von Lebensmitteln anzeigen lassen "Wie viel Kalorien hat …?"
Apps starten / bedienen
Musik abspielen "Spiele …"
Fotos oder Videos aufnehmen "Foto aufnehmen"
Interaktion in Apps "Schreibe Nachricht in WhatsApp an …",

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