OnePlus 5T: Keine Zoom-Kamera mehr

OnePlus 5T: Keine Zoom-Kamera mehr

Test & Kaufberatung | Test

Der chinesische Hersteller OnePlus aktualisiert sein Spitzen-Smartphone schon nach einem halben Jahr: Das OnePlus 5T kommt wieder zu verlockendem Preis mit viel Speicher im Metallgehäuse. Doch die Kamera überzeugt nicht so sehr.

Das bisherige Spitzenmodell OnePlus 5 ist ausverkauft, nun bietet der chinesische Hersteller im Webshop nur noch den Nachfolger 5T an. Eine der wesentlichen Neuerungen des 5T betrifft die Kameras.

Die Hauptkamera besteht wieder aus zwei Sensoren, einem mit 16 und einem mit 20 MPixel. Die zweite ist nun aber kein Zoom mehr, sondern hat die gleiche Brennweite und Blendenöffnung wie die erste: f/1,7, 27mm (laut Datenblatt, bzw. 24mm laut EXIF). Sie schaltet sich bei wenig Licht ein; von einer Verrechnung beider Bilder ist nicht die Rede. Zudem wird sie für ein Digitalbokeh benutzt, also Portraitfotos, bei denen der Hintergrund unscharf gerechnet wird. Ein optischer Stabilisator fehlt weiterhin.

Im Test im c't-Labor liefert die Primärkamera die gleichen Ergebnisse wie beim OnePlus 5: Schöne Fotos mit recht stark absaufenden Schatten. Klickt man in der Foto-App auf x2, liefert der Digitalzoom erwartungsgemäß Fotos mit weniger Details als der optische Zoom des Vorgängers, selbst wenn das wohl nur ein x1,6-Zoom war. Mehr wäre möglicherweise drin gewesen, jedenfalls kriegt beispielsweise das ebenfalls mit zwei Sensoren gleicher Brennweite ausgestattete, allerdings teurere Huawei Mate 10 Pro einen besseren Digitalzoom als das 5T hin, weil es die Daten der Sensoren verrechnet.

Das Umschalten auf die zweite Kamera fand im c't-Labor bei etwa 3,5 Lux statt, was wie auch die angegebenen 10 Lux ganz schön dunkle Verhältnisse sind, etwa schummrige Kneipen. Das Bild schien uns aber eher schlechter zu werden, vor allem weil sämtliche Kanten Farbsäume bekamen.

Der Portrait-Modus nimmt schöne Fotos auf und erkennt wie schon der Vorgänger die Ränder des Motivs vergleichsweise gut. Motive mit "Loch", beispielsweise Bäume, gelingen dem Digitalbokeh weiterhin nicht, doch menschliche Motive mit halbwegs unkomplizierten Frisuren dürften im Allgemeinen präzise dargestellt sein.

Insgesamt bietet das OnePlus 5T somit eine der Preisklasse angemessen gute Kamera mit mäßiger Schattenauflösung, profitiert aber kaum von der zweiten Kamera – der Vorgänger hingegen lieferte selbst mit seinem mittelmäßigen Zoom ein Feature, das sonst erst viel teurere Smartphones haben.

Einen ausführlichen Test aller Funktionen veröffentlichen wir zu einem späteren Zeitpunkt. (jow)

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  1. Die Dual-Kamera des OnePlus 5T
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