Open Source auf der CeBIT 2010

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Open-Source-Interessierte haben auf der diesjährigen CeBIT in Halle 2 eine zentrale Anlaufstelle. Beim Messeschwerpunkt "CeBIT Open Source" präsentieren sich freie Projekte und kommerzielle Anbieter aus dem Open-Source-Umfeld.

Zum zweiten Mal in Folge ist freier Software ein eigener Messeschwerpunkt gewidmet. Die "CeBIT Open Source" findet dieses Jahr prominent platziert in Halle 2 statt. Dort stellen sich sowohl kommerzielle Anbieter als auch freie Projekte vor. Wie bereits im letzten Jahr konnten sich freie Projekte um kostenlose Standfläche in der "Open Source Project Lounge" an Stand F34 bewerben. Zu den Gewinnern gehören dieses Jahr unter anderem die Skriptsprache Perl, die Datenbank PostgreSQL und die KDE-Bürosuite Koffice. Außer Konkurrenz vertreten ist das Mozilla-Projekt, das den Internet-Zugang in der Project Lounge stiftet.

Nebenan im "Open Source Park" an Stand D38 stellen sich weitere Firmen und Projekte vor. Die it-novum GmbH aus Fulda führt dort ihre quelloffenen Schnittstellen zu SAP vor: Die eine verbindet SAP mit dem Content Management System Alfresco, die andere mit der Business-Intelligence-Suite Pentaho. Deren Anbieter Pentaho ist ebenfalls an Stand D38 und zeigt, wie man mit Pentaho Reports und Analysen erstellt. Alfresco führt an Stand B26 erstmals seine CMS-Cloud-Lösung (Amazon EC2) und die neue Version von Alfresco Enterprise 3.2 vor.

Vergrößern Bereits letztes Jahr zog die "Open Source Project Lounge" viele Besucher an.

Die Eclipse Foundation ist außer mit BIRT-Anbieter Actuate auch mit den Mitgliedern Bredex, EclipseSource und Sopera an Stand D38 vertreten. Bei Bredex kann man einen ersten Blick auf die im April erscheinende Version 4.0 von GUIdancer werfen, einem Werkzeug zur funktionalen Testautomatisierung für Swing- und HTML-Anwendungen. Neben seiner Open-Source-Plattform "Sopera ASF" stellt Sopera auf der CeBIT das SOA-Framework Swordfish vor.

Die SEP AG zeigt ein paar Meter weiter an Stand D48 eine neue Software Appliance für Backup und Recovery. Die Appliance besteht aus Suse Linux Enterprise Server 11 und der Backup-Lösung SEP Sesam 3.6 und soll ab der CeBIT in drei Varianten für kleine, mittlere und große Unternehmen erhältlich sein. Mit einer Hardware Appliance ist Open-Xchange auf der Messe: Das Unternehmen bietet seine E-Mail- und Groupware-Lösung nun auch fix und fertig vorkonfiguriert auf Servern von Pyramid Computer an. Auf den Systemen wird die Open-Xchange Appliance Edition installiert, die neben E-Mail auch den Collaboration Server, eine Dokumentenverwaltung sowie Viren- und Spam-Schutz enthält. Einen ersten Blick kann man an Stand B36 auf die Appliance werfen.

Zarafa schlägt seine Zelte an Stand B30 auf und ermöglicht den Besuchern einen ersten Blick auf die Zarafa Collaboration Platform 6.40, die in den nächsten Wochen erscheinen wird. Die wichtigste Neuerung ist der von Lucene erzeugte Volltext-Index, sodass man Kontakte, Termine und E-Mails mitsamt den Anhängen durchsuchen kann. Weitere Änderungen gibt es beim WebAccess, der einige neue Ansichten mitbringt und die Integration von Google Maps erlaubt.

Die Beine schonen können Besucher bei den Vorträgen im "Forum Open Source" an Stand F38. Dort gibt es sowohl Beiträge zu Desktop-Software als auch zu Unternehmenslösungen. Die Themen reichen von Debian und Firefox über Typo3 bis hin zu Nagios. Außerdem gibt es Erfahrungsberichte zum Einsatz von freier Software in Unternehmen und Behörden, etwa einen Vortrag über OpenOffice bei der Stadt München. Ein fester Eckpunkt ist der tägliche Vortrag von Klaus Knopper, bei dem er die CeBIT-Version seiner Live-Distribution Knoppix 6.3 vorstellt. Außer am Messe-Donnerstag findet der Vortrag jeden Tag von 12:15 bis 13:00 Uhr statt, am Donnerstag eine Stunde später.

Vergrößern Bei den Vorträgen im Forum Open Source bleibt nur selten ein Platz frei.Bild: Linux New Media AG

Weitere Vorträge gibt es auf den Bühnen der Stände von Univention (B36) und dem Linux Professional Institute (LPI) an Stand D39. Gemeinsam mit dem Linuxhotel haben die beiden Firmen erstmals die Aktion "CeBIT für alle" gestartet, bei der Open-Source-Firmen, -Projekte und -Vereine kostenlose Vortrags-Slots erhalten. Das Vortragsprogramm umfasst unter anderem die Themen Hochverfügbarkeit, Virtualisierung und Linux auf mobilen Geräten.

Univention präsentiert an Stand B36 außerdem den Univention Corporate Desktop 2.3, der Ende März erscheinen wird. Das Debian-Projekt will dort auch einen Ausblick auf die kommende Version 6.0 (Squeeze) geben.

Wie jedes Jahr hat man beim LPI nach vorheriger Online-Registrierung die Möglichkeit, LPI-Prüfungen abzulegen. Im Angebot sind die Prüfungen LPIC-1, LPIC-2 und LPIC-3 sowie die Prüfung zum "Univention Certified Professional" (LPI 198). Anmeldungen sind allerdings nicht mehr möglich, da alle Prüfungsplätze bereits vergeben sind. (amu)

  • Actuate, Halle 2, D38
  • Alfresco, Halle 2, B26
  • Bredex, Halle 2, D38
  • EclipseSource, Halle 2, D38
  • Forum Open Source, Halle 2, F38
  • it-novum, Halle 2, D38
  • Linux Professional Institute, Halle 2, D39
  • Open Source Park, Halle 2, D38
  • Open Source Project Lounge, Halle 2, F34
  • Open-Xchange, Halle 2, B36
  • Pentaho, Halle 2, D38
  • SEP, Halle 2, D48
  • Sopera, Halle 2, D38
  • Univention, Halle 2, B36
  • Zarafa, Halle 2, B30

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