Pokémon Go: Tipps und Tricks, die ich gern vorher gewusst hätte Update

Pokémon Go: 5 Dinge, die ich gern vorher gewusst hätte

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Bild: Nintendo

Trotz Herbsteinbruch bleibt Pokémon Go ein beliebtes Spiel: Überall sammeln Spieler des AR-Games fleißig kleine Monster. c't-Redakteure Jürgen Schmidt, Gerald Himmelein und Ronald Eikenberg fassen selbst erprobte Tipps zu Pokémon Go zusammen – von Einstiegshilfen bis zu Tricks für Fortgeschrittene.

Nach den ersten Wochen mit dem Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go hat sich ein ordentlicher Erfahrungsschatz angehäuft, den es zu teilen lohnt. Dabei arbeiten wir kontinuierlich neue Erkenntnisse ein, die sowohl Einsteigern als fortgeschrittenen Spieler helfen.

Anfangs wirkt das Spiel recht primitiv: Man läuft durch die Gegend, wirft Bälle auf Monster und besucht über die Gegend verteilte Hotspots, um Bonusgegenstände einzusammeln. Ab Level 5 kann man in Arenen gegen die Monsterchen anderer Spieler antreten – auf den ersten Blick scheinen Kämpfe aber nur daraus zu bestehen, möglichst schnell auf das Display zu tippen.

Doch schnell merkt man, dass hinter der freundlichen Fassade von Pokémon Go durchaus mehr Tiefe steckt – an manchen Stellen erfordert das Spiel sogar Finesse.

Zunächst die Grundlagen:

Die meisten Punkte bekommt man für den Fang eines Pokémon, wenn der sich zusammenziehende Kreis klein ist – dafür muss man aber genau treffen, sonst befreit sich das Monster wieder. Dann ist ein neuer Versuch angesagt. Starke Pokémon befreien sich besonders häufig – starke Monster erkennen Sie schnell daran, dass der Zielkreis gelb oder gar rot ist.

Pokémon mit einem grünen zusammenziehenden Kreis fängt man am leichtesten, indem man den Ball wirft, während beide Kreise etwa gleich groß sind. Vor dem Wurf sollte man also erst einmal beobachten, wie schnell der farbige Kreis schrumpft, um zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Wenn das Pokémon dabei angreift: Halten Sie den Finger auf das Display, bis es wieder ruhig hält, und werfen Sie dann.

Starke Pokémon befreien sich oft, wenn man den farbigen Kreis zu einem Zeitpunkt trifft, zu dem er mehr als halb so groß ist wie der weiße Außenkreis. Hier lohnt es sich, auf das Timing zu achten und in den gelben oder roten Kreis zu treffen, während er gerade wegschrumpft. Wirft man kurz vor dem Minimum, wird dies vom Spiel belohnt.

Pokemon Go, erste Eindrücke (10 Bilder)

Der Spieler bewegt sich in einer Parallelwelt, die auf einer verfremdeten Karte beruht.

Das Fangen kann man deutlich vereinfachen, wenn man die zugegebenermaßen nette, aber batteriefressende Augmented-Reality-Grafik (AR) abschaltet. Das geht im Einfang-Modus über den AR-Schalter rechts oben. Dann erscheint das Pokémon immer zentral in der Mitte des Bildschirms und lässt sich selbst vom Fahrrad aus im Vorbeifahren einfangen. Mehr zum Thema Pokémon Go und Fahrrad weiter unten.

Gelegentlich friert der Ball direkt nach einem erfolgreichen Fang ein. Seit den letzten Updates fängt sich die App nach einem Weilchen wieder, zeigt dann aber oben in einem roten Balken lakonisch "Fehler". Dann hat man meist das Pokémon und die geworfenen Bälle verloren – gelegentlich erscheint das Monster aber kurz darauf erneut auf der Karte.

Es lohnt sich, mit den Pokéballs genau zu zielen: Besonders gelungene Würfe belohnt das Spiel mit zusätzlichen Erfahrungspunkten (EP). Ein "Ausgezeichneter" Wurf bringt 100 Bonus-EP, was die Belohnung für den Fang verdoppelt. Dafür muss man aber wirklich exakt die Mitte des Kreises treffen, während der innere Kreis am kleinsten ist.

Ein "Sehr guter" Wurf bringt immer noch 50 Punkte, "Klasse" bedeutet 10 Bonuspunkte. Mit einem Drall geworfene Bälle werden als "Curveball" mit 10 Extrapunkten belohnt.

Pokémon Go: Pokémon Go: Monster fangen – mit Bonus (9 Bilder)

Sieht eigentlich ganz einfach aus: Den Ball auf das Pokémon werfen ...

Bis zum Update vom 8. August wiesen grüne Sprenkel auf der Karte darauf hin, an welchen Stellen es sich lohnt, periodisch auftauchenden Pokémon aufzulauern. Diese Anzeige der "Spawn Points" haben die Entwickler jetzt abgeschafft. Im Gegenzug wurde der Tracker massiv verbessert. Er zeigt unten rechts an, welche Pokémon sich im Umkreis herumtreiben.

Ein Tippser auf den Tracker öffnet eine größere Übersicht. Darin sehen Sie ein bis sechs Pokémon vor Grasbüscheln. Von Ihnen noch nie gefangene Pokémon erscheinen als graue Kontur. Der Tracker gruppiert die Pokémon ungefähr nach Nähe. Gezeigt werden Monster, die sich in einem Umkreis von bis zu 200 Metern befinden. Sind mehrere Monster eines Typs in der Nähe, zeigt der Tracker trotzdem nur eines an.

Wenn Sie sich bewegen, ändert sich die Reihenfolge der Pokémon. Verschiebt sich die Reihenfolge, bedeutet das nicht zwingend, dass Sie sich von einem Pokémon entfernen, wohl aber, dass ein anderes auf dem Weg hinzugekommen ist. Verschwindet das gesuchte Pokémon aus dem Tracker, sollten Sie zurückgehen und eine andere Route einschlagen. Nähern Sie sich dem Monster auf 70 Meter, erscheint es direkt auf der Karte.

Wer konzentriert spielt, kann sich die überschaubaren Entfernungen zunutze machen: Zeigt der Tracker ein neues Pokémon an, gehen Sie so lange geradeaus weiter, bis es entweder auf der Karte erscheint oder verschwindet. Verschwindet es aus dem Tracker, gehen Sie hundert Meter zurück und biegen seitlich ab. Verschwindet das Monster hier nach 100 Metern wieder, müssen Sie die Gegenrichtung einschlagen.

Es kann aber auch andere Gründe haben, dass ein Pokémon spurlos verschwindet: Die meisten Monsterchen bleiben 15 Minuten lang an Ort und Stelle, bevor sie wieder verschwinden. Andere bleiben auch 30 Minuten; ganz wenige 45 Minuten.

Tippt man auf einen Pokéstop in der Ferne, erscheint erst ein kleines Bild im Kreis. Ein Tipp auf den darüberstehenden Titel zeigt eine bildschirmfüllende Vorschau. Diese hilft bei der Orientierung.

Wischt man horizontal über einen geöffneten Pokéstop, erscheinen die Belohnungen in kleinen Luftblasen. Über diese muss man nicht zwingend wischen, um die Items einzusammeln: Die Items gehen auch ins Inventar über, wenn man den Pokéstop mit dem X unten verlässt. Für das Abernten erhält man 50 Erfahrungspunkte (EP).

Hat man einen Pokéstop abgeerntet, wird er violett. Nach fünf Minuten färbt er sich wieder blau und kann erneut geerntet werden. Wer Langeweile hat oder dringend Bälle braucht, plant also einen fünf Minuten dauernden Rundweg, um dabei stetig Pokéstops abzugrasen. Fortgeschrittene planen längere Touren, um noch mehr Punkte und Items abzusahnen: Jeder zehnte unbesuchte Pokéstop wirft bis zu sechs Items ab und bringt 100 EP.

Bestimmte Level-Aufstiege belohnt das Spiel mit "Rauch"-Behältern. Zündet man den Rauch, lockt er die Pokémon in der Umgebung für 30 Minuten an. Hierbei sollte man ständig in Bewegung bleiben: Wer still sitzt, erzielt mit Rauch nur eine geringe Ausbeute.

Anders sieht es mit Lockmodulen aus, die an Pokéstops gebunden sind. Hierfür muss man sie einbauen, wozu man in der Detailansicht eines Pokéstops in das weiße Feld unter dessen Namen tippt. Daraufhin zieht der Stop für 30 Minuten die Pokémon aus der Nähe an, was sich je nach Umgebung lohnen kann.

Die Kombination von Rauch mit Lockmodulen bringt wenig Vorteile. Setzen Sie Rauch lieber an Orten ein, wo keine Pokéstops in der Nähe sind oder nur Stops ohne Lockmodul.

In Städten signalisieren vor allem nachts mit Lockmodulen geladene Pokéstops auch Treffpunkte für Spieler.

Ein Pokéstop mit Lockmodul spuckt pinke Kirschblüten. Die sind von weitem sichtbar und locken neben Pokémon oft auch andere Spieler an. Doch keine Angst: Zwar sind die Monster für alle sichtbar; man kann sie einander aber nicht wegnehmen. Wir haben beispielsweise im Redaktionsflur mit drei Kollegen dasselbe Rattfratz gefangen und dann jeweils im eigenen Bestand vorgefunden.

Wenn man abends durch die Stadt läuft, lohnt es, die auf der Karte zu sehenden Konfetti-spuckenden Poké-Stops anzusteuern; fast immer trifft man dort andere Spieler. Oft bilden sich Grüppchen, die Erfahrungen austauschen und Tipps geben, wo man gerade welche Pokémon finden kann.

In manchen Städten haben sich Szene-Treffs herauskristallisiert, an denen sich ab dem frühen Abend Spieler treffen, die Pokéstops mit Lockmodulen füttern und fröhliche Pokémon-Parties feiern. Es soll auch neben Pokéstops gelegene Kneipen geben, deren Besitzer gezielt Module einsetzen, um Kunden anzulocken.

Zu Spielbeginn erhält man eine Brutmaschine, um an Pokéstops aufgesammelte Eier auszubrüten. Wer das noch nicht gemacht hat: In der Pokémon-Übersicht gibt es einen zweiten Reiter mit den Eiern. Tippen Sie auf ein Ei, um es in den Brutbehälter zu stecken.

Zum Brüten muss die App im Vordergrund aktiv sein und der Spieler darf sich nicht zu schnell fortbewegen: Straßenbahn oder Auto gelten nicht.

Mit dem Update vom 31. Juli haben die Entwickler die Möglichkeit beschnitten, Eier mit dem Fahrrad auszubrüten. Zuvor zählte Pokémon Go die zurückgelegten Kilometer bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 14 km/h – das war ein gemütliches Tempo. Seit dem Update zählt das Spiel nur noch bis zu einer Geschwindigkeit von 10,5 km/h mit – so das Ergebnis eines synthetischen Tests.

Wir haben im Wald bei möglichst konstantem Tempo auf einer Strecke von jeweils einem Kilometer mehrere Geschwindigkeiten ausprobiert. Dabei haben wir die laut Fahrradtacho gefahrene Strecke mit der vom Spiel erkannten zurückgelegten Entfernung verglichen. Erst bei einer Geschwindigkeit von 8 km/h deckten sich die Werte. Auf dem Fahrrad macht dieses Trödeltempo keinen Spaß mehr – für eine Handy-Halterung am Rad gibt es dennoch gute Gründe.

Beim Jungvolk haben sich derweil Longboards als ideales Go-Gomobil eingebürgert. Dabei bitte immer brav auf die Fahrbahn gucken und nicht nur auf das Smartphone.

Jedes Pokémon lässt sich nur mit Bonbons seiner eigenen Art entwickeln oder mit Power-ups stärken. Hat man ein seltenes Pokémon gefangen oder ausgebrütet, kann man es oft aus Bonbonmangel nicht voranbringen. Hier hilft die Kumpel-Funktion (englisch: Buddy): Der Kumpel begleitet den Spieler und findet nach einer festen Entfernung immer wieder ein Bonbon seiner Art.

Um einen Kumpel auszuwählen, tippen Sie im Hauptbildschirm unten links auf Ihren Avatar und öffnen dort das Menü (unten rechts). Tippen Sie dort auf den Eintrag "Kumpel" und wählen Sie aus dem folgenden Auswahlfenster das Pokémon, das Sie unterwegs begleiten soll.

Nach der Auswahl steht im Kumpel-Fenster, wie weit Sie gehen müssen, bis das Pokémon ein Bonbon findet. Einige Pokémon finden jeden Kilometer ein Bonbon, andere erst nach 3 beziehungsweise 5 Kilometern.

Eine Tabelle mit einem Überblick, welche Entfernung man pro Pokémon zurücklegen muss, stellt unter anderem Poketrading bereit. Mit Ausnahme von Pikachu finden "Starter"-Pokémon alle 3 Kilometer ein Bonbon, seltenere Pokémon bequemen sich erst nach 5 Kilometer dazu, ein Bonbon aufzulesen.

Das Spiel zeigt den Kopf des Kumpels dann in einem zweiten Kreis neben dem Avatar an. Ein Ring um den Kumpel zeigt an, wie weit es noch bis zum nächsten Bonbon ist. Jeder Fund wird durch eine kurze Einblendung gemeldet und im Tagebuch protokolliert.

Tipps:

  • Wenn Sie im Avatar-Bildschirm auf das Kumpel-Pokémon tippen, sehen Sie, wie weit es noch bis zum nächsten Bonbon ist.
  • Wenn Sie im Kumpel-Bildschirm auf den Fortschrittsbalken tippen, gelangen Sie direkt zur Detailansicht des Pokémon.
  • Wenn Sie den Kumpel wechseln, setzt das Spiel die mit ihm zurückgelegte Entfernung zurück. Tauschen Sie den Kumpel also aus, kurz nachdem das Pokémon ein Bonbon gefunden hat.
  • Für das Tracking der mit dem Kumpel gegangenen Entfernung gelten dieselben Regeln wie fürs Ausbrüten: Sobald Sie sich mit mehr als 10,5 km/h bewegen, hört Pokémon Go auf, mitzuzählen.

Pokémon Go: Das Kumpel-System (9 Bilder)

Im Avatar-Menü gibt es einen neuen Eintrag: "Kumpel". Von hier aus wählt man ein Pokémon aus dem Beutel.

Im Umfeld der Redaktion wimmelt es nur so von Taubsis und anderen Flug-Pokémons – das gilt aber nicht überall. Bestimmte Pokémon-Sorten scheinen sich lokal zu konzentrieren: In der Nachbarschaft eines Redakteurs galoppierten wochenlang die Ponitas umher; Karpadore schnappen überdurchschnittlich oft in der Nähe von Gewässern nach Luft.

Es lohnt sich also, ständig neue Terrains zu erkunden und nicht immer nur dieselben Gegenden abzugrasen. Einige Pokémons scheinen auch an die Tageszeit gebunden zu sein: Fledermäuse sind eher abends unterwegs, Ponys eher vormittags.

Seit Veröffentlichtung des Spiels haben die Entwickler die Verteilung der Pokémon mehrfach neu gewürfelt. Es ist zu erwarten, dass sich dieses Neuwürfeln weiterhin alle drei bis vier Wochen wiederholt. Wer also vorher eine Gegend "leergefischt" hatte, sollte dort mal wieder vorbeigucken, um womöglich ganz neue Monster zu finden.

Sammeln Sie grundsätzlich alle Pokémon, die Ihnen vor die Füße laufen – und sei es das hundertste Hornliu! Mit jedem Pokémon erhalten Sie drei zur Art passende Bonbons. Diese brauchen Sie, um die Knuddelmonster weiterzuentwickeln. Das bringt Erfahrungspunkte (EP), die wiederum zum nächsten Level führen.

Hinzu kommt, dass Sie beim Fangen auch eine gewisse Routine entwickeln. Die bewährt sich später: Je höher das Level, desto widerspenstiger werden die Pokémon. Wer bis dahin gut zu zielen versteht, kann sich seine Super- und Hyperbälle für seltene Monster aufsparen.

Häufen sich im Pokémon-Inventar die Duplikate, sollten Sie die schwächsten Vertreter ihrer Art aussortieren. Hierfür belohnt das Spiel mit je einem Bonus-Bonbon. Wählen Sie in der Pokémon-Übersicht das überschüssige Duplikat aus, tippen Sie rechts unten auf das Menü-Icon und tippen Sie dort auf die Schaltfläche "Verschicken". Duplikate haben allerdings durchaus ihre Daseinsberechtigung – etwa um schnell hochzuleveln. Mehr dazu im Abschnitt "Level-Aufstieg beschleunigen".

Wenn Sie Eier ausbrüten, schlüpfen mitunter auch Arten heraus, die Sie bereits haben. Verschicken Sie diese Duplikate nicht sofort – hierbei handelt es sich oft um robuste Vertreter ihrer Gattung, die sich besonders gut für Arena-Kämpfe eignen. Einen groben Anhaltspunkt dafür, welche Duplikate Sie behalten sollten und welche nicht, gibt die Bewertungsfunktion in der App grobe Anhaltspunkte – diese muss man allerdings zu interpretieren lernen.

Den stärksten Vertreter einer Gattung kann man mit den jeweils artenspezifischen Bonbons stärken oder weiterentwickeln. Ein Beispiel: Das Taubsi hat zwei Entwicklungsstufen – Tauboga und Tauboss. Die erste Entwicklungsstufe erreicht man mit 12 Taubsi-Bonbons, die zweite mit 50. Um also ein Taubsi zum Tauboss zu entwickeln, sind 62 Taubsi-Bonbons nötig (12+50).

Entwicklungen bringen relativ viele Erfahrungspunkte: 1000 Punkte bei einer neuen Entwicklung, 500 EP bei der Entwicklung einer Art, die man schon kennt. Aus diesem Grund sollte man kein Pokémon am Wegrand liegen lassen, und sei es noch so schwächlich: Für Bonbons und Erfahrungspunkte ist es immer gut.

Der Standard-Beutel fasst 350 Gegenstände: Tränke, Beleber und natürlich Pokébälle. Achten Sie darauf, dass der Beutel nicht überläuft – sonst wirft der nächste Pokéstop nichts ab (Erfahrungspunkte gibts trotzdem).

Mehr Platz kostet Geld, konkret 200 Pokécoins im Shop für 50 zusätzliche Items. Verwalten Sie also Ihre Ressourcen und werfen Sie im Items-Fenster über die Papierkorb-Symbole weg, was Sie nicht brauchen. Wenn Sie nichts sich aus Arenakämpfen machen, können Sie Tränke wegwerfen. Wenn Sie mehr als 100 Pokébälle haben, können Sie auch hier ansetzen.

Übertreiben Sie es aber nicht mit dem Wegwerfen – einige Monster sind schwer zu fangen, etwa das Zubat, dessen Entwicklungsstufe Golbat und die großen Fassungen des Taubsi (Tauboga und Tauboss). Auch Galoppa, Sichlor und Tentoxa sind schwer zu kriegen. Da können schon mal ein Dutzend Bälle draufgehen, bis das Pokémon endlich gefangen ist.

Wer gern in Arenen kämpft, sollte mit dem Wegwerfen von Belebern vorsichtig sein. Seit Anfang September werfen Pokéstops diese nur noch vereinzelt ab. Auch bei Tränken kann es schnell knapp werden.

Maximal können Sie den Beutel und den Pokémon-Aufbewahrungsbehälter im Shop auf jeweils 1000 Slots erweitern. Beim Pokémon-Behälter zählt das Spiel die Slots für die Eier übrigens mit: In der Standardausstattung bietet der Behälter also Platz für 241 Pokémon plus 9 Eier.

Beim Level-Aufstieg bekommen Sie immer wieder Bonusgegenstände. Die wertvollsten davon sind Rauch, Lockmodule, Ei-Brutmaschinen und Glückseier.

Glückseier verdoppeln die Erfahrungspunkte (EP) für 30 Minuten. Sparen Sie Ihre Glückseier am besten auf: Je höher Sie kommen, desto mehr EP brauchen Sie zum Erreichen des nächsten Levels. Ab Level 20 wird der Aufstieg ohne Glücksei sehr zäh. Mehr zur besten Ausnutzung der Glückseier folgt im Abschnitt "Level-Aufstieg beschleunigen".

Grundsätzlich kann man Pokémon Go auch spielen, ohne jemals eine einzige Arena zu betreten. Arena-Kämpfe bringen aber Erfahrungspunkte und machen mit der richtigen Technik auch mächtig Spaß. Zudem sind sie die einzige Möglichkeit zum Verdienen von Pokécoins, der spielinternen Währung.

Das Mini-Tutorial in der App erklärt nicht, wie man kämpft. Deshalb wissen viele Einsteiger zunächst nicht, dass jedes Pokémon zwei Angriffsarten berherrscht: Ein schnelles Tippen löst den primären Angriff aus, das ist ein kurzer Schlag (Hit). Wiederholte Hits laden den Ausdauerbalken unter der Gesundheitsanzeige des Pokémon auf.

Sobald der Ausdauerbalken hellblau blinkt, kann man den Special Move zünden: Drückt man etwas länger auf den Gegner oder die Mitte des Displays, löst das den sekundären Angriff aus. Das gibt einen harten Treffer, der den Kampf entscheiden kann.

Gelegentlich erscheinen Meldungen wie "sehr effektiv" oder "nicht effektiv" beim eigenen und dem gegnerischen Kämpfer. Das bezieht sich darauf, ein Angriffstyp gewirkt hat. Erscheint "sehr effektiv" vor dem eigenen Pokémon, hat man gerade einen schweren Schlag abbekommen. Erscheint "nicht effektiv" vor dem gegnerischen Pokémon, hat der aktuelle Angriff auf den Gegner keine große Wirkung.

Bei der Beurteilung der Effektivität folgt Pokémon Go den in vorangegangenen Pokémon-Spielen etablierten Regeln: Wasser ist sehr wirksam gegen Feuerwesen und so weiter. Versuchen Sie sich diese Kombinationen zu merken; dann können Sie zur Gegner-Gattung passende Pokémon auszuwählen, bevor Sie sich in der Arena ins Getümmel stürzen. Die Websites Poké Win und ArenaPoke stellen elegante Übersichten bereit, mit welchem Pokémon man bestimmte Verteidiger besonders effizient niederkämpft.

Das Mini-Tutorial in der App beschreibt zwar, dass man gegnerischen Angriffen in der Arena durch seitliche Wischbewegungen ausweichen kann. Was dort nicht erwähnt wird, ist das Timing: Anfangs wischt man am besten, sobald sich der Gegner nach vorn beugt. Später kann man diese Technik verfeinern: Weichen Sie genau zu dem Zeitpunkt aus, in dem weiße Linien vom Gegner ausströmen. Dieses kurze YouTube-Video von Maximilian Stroh verdeutlicht den Prozess gut:

Ausweichmanöver in Pokémon Go: So gehts

Das Ausweichen lohnt sich besonders bei Spezialattacken, etwa wenn der gegnerische Rattfratz in der Arenamitte zu schaufeln beginnt. Bei Spezialattacken kann es nötig sein, ihnen mehrfach hintereinander auszuweichen, also zwei bis dreimal zur Seite zu wischen.

Einige Spezialattacken sind so stark, dass sie selbst bei erfolgreichem Ausweichmanöver die Gesundheit des eigenen Pokémon in Mitleidenschaft ziehen, etwas das "Erdbeben" des Relaxo. Wer gar nicht ausweicht, nimmt aber deutlich mehr Schaden – bis hin zum K.O..

Der computergesteuerte Gegner beginnt jeden Kampf mit zwei kurzen Attacken. Weichen Sie also erst einmal zweimal aus, bevor Sie Ihren Gegenangriff starten.

Ausweichen will geübt sein – der Rhythmus Schießen/Ausweichen hängt nicht zuletzt von der Geschwindigkeit der Gegenangriffe ab. Achten Sie auf den Rhythmus des Gegners und passen Sie Ihre Ausweichsmanöver und Gegenangriffe entsprechend an. Eine kurze Pause des Gegners weist oft auf die Vorbereitung einer Spezialattacke hin.

Während Ihr Pokémon seine Spezialattacke durchführt, kann er nicht gleichzeitig ausweichen. Der computergesteuerte Gegner nutzt diese Chance gern, um seine Spezialattacke zu spielen – oft mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit Ihres Kämpfers.

Warten Sie deshalb, bis der Gegner seine Spezialattacke auslöst und weichen Sie dieser aus. Feuern Sie dann unmittelbar mit Ihrer Spezialattacke auf den Gegner (lang drücken).

Einige Pokémon besitzen allerdings Spezialattacken mit einer kurzen Ladezeit. Hier kann es vorkommen, dass der Gegner mehrere Ladungen ansammelt und seine Spezialattacke mehrfach hintereinander auslöst – das ist dann Pech. Ein verteidigender Garados mit Windhose spart sich diese beispielsweise sehr oft auf, um dann mehrere Windhosen hintereinander auf den Weg zu schicken.

Um in der Arena zu bestehen, braucht man Pokémon mit hohen Angriffswerten, aber auch Durchhaltevermögen. Diese Werte vergibt die App individuell für jedes Pokémon. Fangen mehrere Spieler mit demselben Level dasselbe Pokémon, hat es bei allen dieselben Werte (IV). Spieler unterschiedlicher Stärken bekommen hingegen unterschiedliche unterschiedliche WP- und KP-Werte angezeigt. WP steht für Wettkampfpunkte, KP für Kraftpunkte.

Die Werte eines Pokémon lassen sich zwar weiterentwickeln, doch begrenzt der eigene Fortschritts-Level die maximale WP eines Pokémon. In der Detailansicht weist ein Halbkreis über dem Pokémon darauf hin, wie gut es bereits trainiert ist. Liegt die Markierung weit links, lohnt es kaum, dieses Exemplar weiterzuentwickeln. Weitere Anhaltspunkte für das Entwicklungspotenzial gibt die Bewertungsfunktion im Menü der Pokémon-Detailansicht.

Bevor man also wertvolle Bonbons und Sternenstaub an ein mittelmäßiges Exemplar verschwendet, sollte man ein paar Pokémon einer Gattung fangen. Dann sieht man bald, dass Taubsi und Rattfratz deutlich über 100 WPs haben können. Pokémons mit nur 10 bis 30 Punkte kann man gleich einschicken.

Der Halbkreis zeigt, wie weit optimiert ein Pokémon bereits ist. "Dracul" hat das Zeug zum Champion; in den Rattfratz sollte man nichts investieren.

Die höheren Entwicklungsstufen der Pokémon, beim Taubsi also Tauboga und Tauboss, findet man mitunter auch in der freien Wildbahn. Gefangene Monster höherer Entwicklungstufen sind aber meist deutlich schwächer als selbst entwickelte Pokémon. Deshalb lohnt es sich also durchaus, einen starken gefangenen Rattfratz selbst zu entwickeln, obwohl man bereits ein Rattikarl gefangen hat.

Der Traumato des Kollegen im Hintergrund half mit, diese Arena zu erobern.

In einer Arena können die Pokémon mehrerer Spieler stecken – der Level der Arena gibt vor, wieviele Pokémon darin unterkommen können. Einige Arenen haben inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem neue Spieler den verteidigenden Monstern nichts mehr entgegenzusetzen haben.

Hier hilft es, die gegnerische Arena mit mehreren Spielern im Verbund anzugreifen. Dazu müssen sie eine Arena parallel betreten und nach Auswahl der eigenen Champions gleichzeitig auf "Go" drücken. Sie richten dann alle parallel Schaden an, was auch hochrangige Pokémon in die Knie zwingt.

Im Verbund agierende Spieler sehen an einem Indikator oben links unter ihrem Gesundheitsbalken, wieviele andere gerade angreifen. Sie können die Pokémon der anderen Angreifer sogar am Arena-Rand sehen, sowie deren Spezialangriffe.

Übrigens: Wenn in einer Arena des eigenen Teams noch ein Platz frei ist, kann man ein eigenes Pokémon dazustecken. Sinnvollerweise nimmt man hierfür eines aus der zweiten Garde, um die besten Champions für weitere Angriffe in Reserve zu halten.

Wer eine Arena übernimmt, kann sich im Shop sofort eine Belohnung abholen: Oben rechts sehen Sie dann ein Schild mit einer "1". Ein Tippser darauf führt dazu, dass Ihnen 10 Pokécoins und 500 Einheiten Sternenstaub gutgeschrieben werden.

Nachdem Sie dies getan haben, erscheint ein Kreis um den Schild herum sowie ein Timer, der zurückzählt. Gehört Ihnen die Arena in 21 Stunden immer noch, bekommen Sie im Shop wieder 10 Coins und 500 Sternenstaub. Sie bekommen die Belohnung auch, wenn Sie zwischenzeitlich aus der Arena geflogen sind, dafür aber eine andere Arena besetzt haben.

Mehr Coins können Sie ernten, indem Sie mehrere Arenen parallel mit Ihren Pokémon besetzen und erst danach auf den Schild klicken. Er zeigt dann die Anzahl der aktuell besetzten Arenen an. Das geht mit maximal 10 Arenen.

Theoretisch können Sie in einem 21-Stunden-Zeitfenster also 100 Pokécoins und 5000 Sternenstaub "verdienen". Praktisch sieht es aber meist so aus, dass man maximal drei bis vier Arenen erobern kann, bevor man aus der ersten Arena wieder rausfliegt. Übernehmen Sie also zuerst die stärkste Arena in Ihrer Umgebung, arbeiten Sie sich danach zu den leichter zu erobernden Arenen vor und ernten Sie Ihre Coins schnell, bevor ein anderer hochmotivierter Spieler Sie aus der ersten Arena kickt.

Wer nach Tipps zu Pokémon Go sucht, stößt irgendwann auf das Stichwort "IV-Werte" bzw. "Individual Values" (IV). Diese Werte legen intern fest, wie gut sich ein Pokémon in Arena-Kämpfen schlagen kann, wenn der Spieler es mit Power-Ups hochpäppelt.

Diese IV zeigt das Spiel allerdings nicht direkt an. Oft lassen sie sich anhand der angezeigten Parameter ausrechnen. Die Frage ist nur, ob sich der Aufwand lohnt – und wenn ja, in wie weit.

Unter Power-Spielern tobt derzeit die Debatte, ob die von den Pokémon beherrschten Kampftechniken (Movesets) in der Arena nicht sogar entscheidender sind als die IV. Allerdings ist es bereits mehrfach vorgekommen, dass Niantic bestimmte Angriffe gestärkt und andere geschwächt hat. Ein Angriff wurde Mitte August sogar komplett aus dem Programm genommen: Den "Feuerodem" beherrschen nur noch Monster, die vor dem 19. August gefangen wurden.

Einsteigern sei geraten, sich über IV-Werte erstmal keine Gedanken zu machen. Zum einen, weil die IV die Stärke eines Pokémon wohl nur zu etwa 10 Prozent beeinflussen. Zum anderen, weil die gefangenen und gebrüteten Pokémon zunächst vom Level des Spielers gedeckelt werden.

Richtig mächtige Monster fängt und entwickelt man erst ab Level 20. Bis dahin sollte man mit staubfressenden Power-ups knausern und auf Entwicklungen verzichten, die viele Bonbons kosten. Insbesondere Taubsi-Bonbons sind wertvoll – dazu mehr im Abschnitt "Level-Aufstieg beschleunigen".

Mit dem Update vom 23. August 2016 hat Niantic eine interne Bewertung der Pokémon eingeführt. Diese fällt allerdings sehr vage aus – um daraus Rückschlüsse auf die IV-Werte zu ziehen, muss man schon genau zwischen den Zeilen lesen.

Ruft man in der Pokémon-Detailansicht unten rechts das Menü auf, erscheint zwischen "Favorit" und "Verschicken" die Option "Bewertung". Ein Tipp auf den Eintrag ruft die Leiterin bzw. den Leiter des eigenen Teams auf und bietet an, das Pokémon zu analysieren. Die bei der Analyse benutzten Formulierungen unterscheiden sich je nach Team (Intuition, Weisheit oder Wagemut).

Anhand von Tabellen lässt sich zurückführen, was die schwammigen Formulierungen zu bedeuten haben (In der letzten Spalte stehen unsere Empfehlungen). Ausschlaggebend für das weitere Vorgehen ist der erste Satz:

Bewertungen: Team Intuition
Erster Satz Bedeutung Empfehlung
"... kann es im Kampf mit allen aufnehmen!" IV: 82,2 - 100% behalten, entwickeln und trainieren
"... ist insgesamt wirklich stark!" IV: 67,7 - 80% behalten, nur bei Seltenheit trainieren
"... ist insgesamt ganz gut." IV: 51,1 - 64,4% nur behalten, wenn selten
"... kann sich im Kampf noch verbessern!" IV: 0 - 48,9% nur behalten, wenn einziges seiner Art
Bewertungen: Team Weisheit
Erster Satz
Bedeutung Empfehlung
"... ist insgesamt einfach erstaunlich. Wirklich ein atemberaubendes Exemplar!" IV: 82,2- 100% behalten, entwickeln und trainieren
"... ist mir insgesamt wirklich aufgefallen." IV: 67,7 - 80% behalten, nur bei Seltenheit trainieren
"... ist insgesamt ein gutes Pokémon." IV: 51,1-64,4% nur behalten, wenn selten
"... wird im Kampf wahrscheinlich keine großen Fortschritte machen." IV 0 - 48,9% nur behalten, wenn einziges seiner Art

Bewertungen: Team Wagemut
Erster Satz

Bedeutung

Empfehlung
"... bin ich insgesamt total beeindruckt. Es kann einfach alles!" IV: 82,2- 100% behalten, entwickeln und trainieren
"... ist insgesamt sehr stark. Du kannst stolz sein!" IV: 67,7 - 80% behalten, nur bei Seltenheit trainieren
"... ist insgesamt ganz gut!" IV: 51,1-64,4% nur behalten, wenn selten
"... ist zwar insgesamt im Kampf nicht allzu beeindruckend, aber ich mag es trotzdem!" IV 0 - 48,9% nur behalten, wenn einziges seiner Art

Wir haben die Bewertungen zu drei Grafiken zusammengefasst, um auf dem Smartphone schnell einen Überblick über den Stand der Dinge zu bekommen. Einfach die Großansicht der Grafik für das eigene Team abspeichern:

Pokémon Go: Bewertungen für unterwegs (3 Bilder)

Pokémon-Bewertungen für Team Intuition

Hier nochmal Direkt-Links zum Download für Smartphone-Surfer: Bewertungen Team Wagemut (Rot), Bewertungen Team Weisheit (Blau), Bewertungen Team Intuition (Gelb).

Mehr zur IV-Berechnung steht im Abschnitt "IV-Bestimmung durch Bewertungen verfeinern".

Wenn man beim Sammeln, Fangen, und Entwickeln den Bogen rauszuhaben meint, zieht Pokémon Go langsam die Daumenschrauben an: Je weiter man kommt, desto häufiger begegnet man anabolika-gestärkten Taubsis, die erst trotzig aus dem Fangball ausbrechen und später gar in einer Staubwolke entkommen. Auch der Level-Aufstieg wird zäher.

In der Anfangsphase ist es bei Pokémon Go kein großes Problem, jeden Tag ein bis zwei Levels aufzusteigen. Doch je höher man kommt, desto steiler steigen die Anforderungen für das nächste Level.

Um von Level 10 zu 11 aufzusteigen, reichen 10.000 Erfahrungspunkte (EP). Für den Schritt von Level 20 zu 21 muss man hingegen 50.000 EP zusammenkratzen, für den Schritt von Level 25 zu 26 sinds sogar 190.000 EP – ächz.

Wer dabei ungeduldig wird, kann das Erlangen von Erfahrungspunkten gezielt beschleunigen – per "Power Leveling". Die Prozedur wird auch "Pidgey Grinding" oder "Pidgey Sniping" genannt, weil sie sich zunutze macht, dass Taubsis (eng. Pidgey) in Städten an jeder Ecke auf einen gut geworfenen Ball warten und ihre Entwicklung nur 12 Taubsi-Bonbons kostet.

Für jede Entwicklung spendiert Pokémon Go dem Spieler 500 Erfahrungspunkte. Ist ein Glücksei aktiv, während Sie Taubsis am Fließband entwickeln, verdoppelt das die dabei gewonnenen EP für 30 Minuten. So bringt jede Entwicklung 1000 EP; eine Entwicklung dauert ca. 30 Sekunden. Da kann also ganz schön was zusammenkommen.

Vorweg: Power-Leveling ist Akkordarbeit. Pidgey Grinding setzt eine halbe Stunde konzentrierter Wiederholung immer derselben Schritte voraus. Am Ende belohnt einen das Spiel dafür aber mit 60.000 EP oder mehr.

Fürs Power-Leveling brauchen Sie zwei Dinge: ein Glücksei und einen Sack voller billig zu entwickelnder Pokémon. "Billig" heißt hier, dass die erste Entwicklungsstufe der Art wenig Bonbons kostet.

Damit sich eine Power-Leveling-Sitzung lohnt, müssen Sie erst einmal möglichst viele Pokémon der Typen Raupy, Hornliu und Taubsi sammeln. Sie haben gemeinsam, dass die erste Entwicklung gerade mal 12 Bonbons kostet. Rattfratze und Knofensas sind auch nicht zu verachten; hier kostet die erste Entwicklung aber 25 Bonbons.

Sammeln Sie, bis Sie genügend Bonbons haben, um insgesamt 60 Pokémon der genannten Typen zu entwickeln. Für 24 Taubsis benötigen Sie z.B. 265 Taubsi-Bonbons. Nein, das ist kein Rechenfehler: Für jede Entwicklung spendiert Pokémon Go 500 Erfahrungspunkte und ein Bonbon; die letzten zwei Taubsis entwickeln Sie im Beispiel also komplett aus den rückgewonnenen Bonbons.

Wenn Sie dem Tipp zur Sparsamkeit gefolgt sind, haben Sie Ihre Glückseier brav gehortet. Wenn nicht, können Sie zusätzliche Glückseier im Shop des Spiels per In-App-Kauf erwerben. Das Geschäftsmodell heißt nicht umsonst "Pay to win" – zahle, um zu gewinnen.

Wenn Sie sich Entwicklungen neuer Monster fürs Power-Leveling aufsparen, bekommen Sie hierfür sogar 2000 Punkte. Wenn Sie also schon genügend Bonbons gesammelt haben, um Ihr Flegmon oder Sleima zu entwickeln, können Sie damit bis zum Aktivieren des Glückseis warten.

Widerstehen Sie dabei aber der Versuchung, die dabei entstehenden Safcons, Kokunas oder Taubogas gleich weiterzuentwickeln: Es kostet 50 Taubsi-Bonbons, aus einem Tauboga einen Tauboss zu entwickeln, bringt aber auch nur 500 EP (1000 mit Glücksei). Das macht man also nur zwei oder drei Mal, um später ein paar schwergewichtige Taubosse in die Arena führen zu können; anschließend sammelt man lieber 4000 EP für vier Taubsi-Aufstiege ein.

Glückseier lassen sich auch zum "Farmen" einsetzen. Das bringt zwar nicht so viele Punkte, macht aber mehr Spaß als Power-Leveling. Zum Farmen setzt man sich an einen Hotspot mit drei Lockmodulen, aktiviert ein Glücksei und kann so innerhalb einer halben Stunde mehr als 10.000 Punkte machen.

In Hannover hat sich am Maschteich ein Pokémon-Hotspot entwickelt, an dem sich hunderte von Spielern treffen und drei Lockmodule für einen steten Strom an Monstern sorgen. Ähnliche Orte gibt es wohl in jeder größeren Stadt; fragen Sie gegebenfalls andere Spieler. An Hotspots kann man innerhalb kürzester Zeit 100 oder mehr Monster einsammeln, gelegentlich sogar seltenere Arten.

Bei dieser Pokémon-Dichte werden allerdings schnell die Bälle knapp: Bereiten Sie eine solche Aktion also vor, indem Sie ordentliche Ball-Reserven sammeln. Eventuell müssen Sie dafür andere Gegenstände über Bord werfen – siehe Beutel-Management.

Durch die anhaltende Beanspruchung aller Sensoren saugt Pokémon Go heftig Strom aus dem Akku. Will man länger als eine Stunde auf Monsterfang gehen, hilft nur ein externes Akkupack, auch als Portable Battery Charger, Power Bank oder Powerbank bekannt.

Die Powerbank sollte nach Möglichkeit eine Schnellladefunktion mit 2,1 oder 2,4 A bieten. Andernfalls kann die Powerbank den internen Akku nicht so schnell nachladen, wie ihn das Spiel ihn leersaugt. Eine schwache Powerbank aber immer noch besser als gar keine.

Investieren Sie zusätzlich noch in ein USB-Kabel mit geringem Widerstand, das bis zu 2,4 A überträgt. Die mit der Powerbank ausgelieferten Stummelkabel haben den Nachteil, dass Powerbank und Smartphone in derselben Hand Platz finden müssen. Mit einem 1-Meter-Kabel kann man die Powerbank hingegen in eine Tasche oder einen Rucksack auslagern. So heizt die Powerbank das Smartphone auch nicht zusätzlich auf.

Seit Mitte September ist das Pokémon Go Plus verfügbar. Das Accessoire reduziert das Leeren von Pokéstops und das Fangen wilder Pokémon auf einen Knopfdruck. Es wird über Bluetooth LE (Low Energy) mit dem Smartphone verbunden. Einige Händler verlangen deutlich mehr als den Listenpreis von 40 Euro.

Die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Go Plus beschränken sich auf einen halbtransparenten Knopf. Blinkt der Knopf grün, ist ein wildes Pokémon in unmittelbarer Nähe. Drückt man den Knopf, signalisieren drei weiße Blinker den Fangvorgang. Danach blinkt das Go Plus entweder nacheinander in drei Farben oder zweimal kurz rot. Regenbogen bedeutet "Pokémon gefangen", Rot bedeutet "Pokémon geflüchtet" oder einen Fehler.

Nur etwa die Hälfte der automatisierten Fangversuche gelingt. Starke Pokémon flüchten eigentlich immer. Das Go Plus unternimmt nur einen Fangversuch und nimmt nur Standardbälle. Entkommt das Monster aus dem Ball, bleibt kein zweiter Fangversuch: Es ist sofort weg. Sind keine Standardbälle mehr verfügbar, gibt das Pokémon Go Plus beim Fangversuch nur noch rote Blinksignale zurück. Das Go Plus fängt nur Pokémon, die der Spieler bereits kennt, also entweder ausgebrütet oder per Hand gefangen hat.

Blinkt der Knopf blau, ist ein Pokéstop in unmittelbarer Nähe. Drückt man den Knopf, blinkt das Go Plus für jedes eingesammelte Item einmal. Hat man sich zu weit vom Pokéstop entfernt, blinkt der Knopf rot. Das Go Plus meldet sich erst relativ spät, wenn ein Pokéstop in der Nähe ist. Unter Android gelingt das Leeren von Pokéstops auf dem Rad oder im Auto nur selten. Unter iOS reagiert das Go Plus schneller.

  • Das Go Plus automatisiert das Leeren von Pokéstops und den Pokémon-Fangvorgang bei schlechter Witterung.
  • Mit dem Go Plus protokolliert das Spiel zurückgelegte Entfernungen auch dann, wenn das Smartphone-Display abgeschaltet ist und wenn Pokémon Go im Hintergrund läuft. Dies schont den Smartphone-Akku.
  • 5 geflüchtete und 5 im Vorbeigehen gefangene Pokémon sind immer noch 5 gefangene Pokémon mehr, als wenn das Smartphone mit ausgeschaltetem Display in der Tasche ruht.
  • sehr hoher Preis für sehr wenig Elektronik
  • keinerlei Konfigurationsmöglichkeiten (nur Pokéstops leeren; Pokémon nur melden, aber nicht zu fangen versuchen)
  • Verbindung zum Smartphone reißt jedes Mal ab, wenn der Spieler ein Pokémon per Hand fängt
  • Wiederholte Verbindungsabbrüche können dazu führen, dass das Go Plus zurückgesetzt werden muss, bevor das Spiel es wieder erkennt.

Pokémon Go Plus: erster Eindruck (6 Bilder)

Das einzige interaktive Element am Pokémon Go Plus ist der milchig-weiße Knopf in der Mitte.

Findige App-Entwickler haben derweil schnell unabhängige Apps entwickelt, die auf einem Fitness-Armband oder einer Smartwatch anzeigen, ob und welche Pokémon in der Nähe sind. Anfang August hat Google alle Tracker-Apps aus dem Play Store getreten, weil sie gegen die Nutzungsbedingungen von Pokémon Go verstoßen; man kann sie daher nur noch von Sites wie APKmirror.com herunterladen. Die meisten bringen auch nichts mehr, weil Entwickler Niantic auf breiter Front gegen Bots vorgegangen ist.

Eine der wenigen noch funktionierenden Android-Apps ist PokeDetector. Im Unterschied zum Spiel selbst erkennt PokeDetector die Monster auch im Hintergrund. Die Reichweite ist identisch mit der Reichweite des Trackers in der offiziellen App. Per In-App-Kauf lässt sich die Möglichkeit freischalten, bestimmte Monstertypen herauszufiltern (3 US-Dollar) – etwa, wenn man die Schnauze voll hat von ewig davonflatternden Taubsis. Anders als Pokémon Go Plus kann PokeDetector allerdings – prinzipbedingt – keine Bälle werfen oder Pokéstops abgrasen.

PokeDetector setzt ein Google-Konto voraus, das bereits bei Pokémon Go angemeldet wurde und das Tutorial abgeschlossen hat. Die Entwickler empfehlen dringend, hierfür eine andere Mail-Adresse zu verwenden als die Ihres Spieler-Accounts. Sollte Niantic das von PokeDetector genutzte Benutzerkonto sperren, bleibt Ihr Haupt-Account so intakt.

Die App informiert per Android-Benachrichtigung, welche Pokémon in der Nähe herumjucken. Die Benachrichtigungen lassen sich auch auf einer Smartwatch einblenden. Wer eh alles fängt, was ihm vor den Ball kommt, kommt auch mit einem einfachen Fitness-Armband klar, das per Vibrationen über Benachrichtigungen informiert – das haben wir erfolgreich mit einem Xiaomi Mi Band Pulse ausprobiert, das bei eBay um die 20 Euro kostet.

Das klingt alles spannend, aber netto bringt PokeDetector nicht allzu viel: Seit Anfang August scannt die App nur noch denselben Radius ab wie das Spiel, sodass sie nur ganz gelegentlich zusätzliche Monster anzeigt. Schwerer wiegt aber, dass man nur wenig Akku spart: Pokémon Go zählt gelaufene ja Kilometer nur, solange das Spiel im Vordergrund bei entsperrtem Bildschirm läuft. Echten Mehrwert bringt PokeDetector also nur Spielern, die nicht brüten – aber aus Eiern schlüpfen mitunter auch Monster, die einem sonst überhaupt nicht begegnen.

Android-App PokeDetector (5 Bilder)

PokeDetector informiert per Push-Benachrichtigung über Pokémon in Reichweite.

Von Pokéstops abgeworfene Eier haben unterschiedliche Laufzeiten: 2, 5 oder 10 Kilometer. Aus Eiern mit längerer Laufzeit schlüpfen meist seltenere und mächtigere Monster.

Das Eier-Inventar fasst maximal neun Eier. Ist das Inventar voll, werfen Pokéstops keine Eier mehr ab. Allerdings sieht das Spiel keine Möglichkeit vor, Eier aus dem Inventar wegzuwerfen: Man sollte also fleißig brüten (= gehen), damit einem keine wertvollen Eier aus Platzmangel durch die Lappen gehen.

Einige Level-Upgrades belohnt das Spiel mit zusätzlichen Brutmaschinen, die allerdings nur jeweils drei Eier ausbrüten und dann zerbröseln. Diese Brutmaschinen sollte man deshalb nur mit 5- und 10-Kilometereiern füttern, während der Unendlich-Brüter die 2-km-Eier verarbeitet.

Je höher man kommt, desto seltener spendiert Pokémon Go neue Brutmaschinen: Level 20 wird noch mit zwei Brutmaschinen belohnt, Level 25 mit einer; den nächsten Nachschub gibt es erst wieder bei Level 30.

Sind die zusätzlichen Brutmaschinen weg, muss man entscheiden, ob man den Standard-Brüter nur noch mit 10-Kilometer-Eiern füttert oder im Shop eine zweite Brutmaschine kauft, um weiterzumachen wie zuvor.

Tipp: Selbst gebrütete Pokémon sind meist stärker als wild gefangene. Es lohnt sich also, sie bevorzugt zu entwickeln und mit Power-ups hochzupäppeln.

Das Abernten eines Pokéstop bringt 50 Erfahrungspunkte (EP) und eine Handvoll nützlicher Gegenstände, darunter Pokébälle, Rauch und Eier, später auch Tränke, Beleber und Himmihbeeren.

Gelegentlich kommt es aber auch vor, dass ein Pokéstop 100 EP abgibt und bis zu acht Gegenstände. Das passiert, wenn der Spieler die letzten zehn Pokéstops in den letzten 30 Minuten abgeerntet hat und zwischen zwei Pokéstops nicht mehr als zehn Minuten verstrichen sind. Mehrfach besuchte Stops zählt das Spiel nicht mit.

Wenn Sie diesen Bonus ausnutzen möchten, müssen Sie eine Route finden, bei der Sie 10 Pokéstops nacheinander abernten können, ohne dabei zu lange Pausen zu machen. Bei einer Großstadt sollte das im Stadtinneren oder in einer Fußgängerzone machbar sein. Hier ist auch ein Fahrrad hilfreich.

Pokémon Go: Jeder zehnte Pokéstop (3 Bilder)

Jeder zehnte Pokéstop, der in einem Abstand von nicht mehr als 10 Minuten besucht wirft, belohnt den Spieler mit besonders vielen Items.

Zum Ausbrüten von Eiern eignet sich das Fahrrad seit dem Update vom 31. Juli nicht mehr. Zurückgelegte Kilometer zählt die App nur noch bis zu einem Tempo von 8 bis 10,5 km/h zurück – diese lahme Geschwindigkeit belastet Handgelenke und Hintern mehr als die Beine. So macht Radfahren keinen Spaß mehr.

Nützlich bleibt das Rad dennoch: Mit diesem Verkehrsmittel kann man besonders effektiv Pokéstops abgrasen, aber auch schnell gezielt die Umgebung nach bestimmten Monstern absuchen.

Wer Pokémon Go mit dem Rad spielen will, sollte sich schon allein wegen der Verkehrssicherheit eine Fahrradhalterung besorgen. Wer mit einer Hand lenkt und in der anderen das Handy hält, riskiert einen Strafzettel – oder schlimmer noch, einen Unfall.

Eine einfache, aber sehr sichere Universalhalterung ist die Gummihalterung von Finn. Hier bleibt das Smartphone immer noch etwas beweglich, sodass man es zum Spielen nicht dauernd abnehmen muss. Die Finn-Halterung wird um die Lenkstange geschlungen, woraufhin das Smartphone in einen Gummirahmen eingespannt wird (ca. 10 Euro).

Eine etwas teurere Lösung klemmt das Handy an den Seiten ein. Deshalb eignet sich die Ipow-Fahrrad-Handy-Halterung mit Metallsockel (ab 11,95 €) nicht für Smartphones, die an den Kontaktstellen empfindliche Knöpfe haben, etwa den Ausschalter. Die Ipow-Halterung sitzt auf einem Kugelgelenk, wodurch man das Smartphone beim Fahren nach hinten kippen kann, um den Batteriesparer-Modus von Pokémon Go zu nutzen. Damit die kräftige Feder das Smartphone nicht bei einer Erschütterung aus der Halterung katapultiert, sollte man es unbedingt in den mitgelieferten Gummirahmen spannen (ca. 20 Euro).

Das Evoli hat eine einzigartige Eigenschaft: Aus dem unscheinbaren Pokémon können sich drei unterschiedliche Kämpfer entwickeln. Aquana ist ein Wassertier, Blitza ein Elektro-Pokémon und Flamara ein Feuerwesen. Mit ihren schnellen und starken Attacken eignen sich Aquana und Blitza besonders gut für Arenakämpfe.

Dank eines Easter Eggs lässt sich steuern, was aus einem Evoli wird, indem man dem Pokémon vor der Entwicklung einen Spitznamen gibt. Dazu tippen Sie auf das Bleistiftsymbol neben dem Evoli-Namen.

  • "Rainer" wird zu einem Aquana
  • "Sparky" wird zu einem Blitza
  • "Pyro" wird zu einem Flamara

Hintergrund: So hießen in der Pokémon-Fernsehserie die Trainer der jeweiligen Monster.

Dieser Trick funktioniert allerdings nur einmal: Hat man schon ein Aquana und nennt ein zweites Evoli "Rainer", kann es beim Entwickeln dennoch zu einem Blitza oder Flamara werden.

Pokémon Go: kleine Monstergalerie (5 Bilder)

Das schlafsüchtige Pokémon Abra ...

Jedes Pokémon materialisiert sich auf der Karte mit festen IV-Werten. Wenn Spieler unterschiedlicher Stärke es fangen, bekommen sie zwar unterschiedliche WP- und KP-Werte zu sehen; dahinter stecken aber dieselben grundsätzlichen Eigenschaften. Diese Werte behält das Pokémon auch nach einer Entwicklung auf die nächste Stufe. Seine Fähigkeiten werden hingegen bei jeder Entwicklung neu gewürfelt.

Die drei versteckten IV-Werte werden Attack (Angriff), Defense (Verteidigung) und Stamina (Ausdauer) genannt. Jeder dieser Werte kann zwischen 0 und 15 liegen. In der Detailansicht eines Pokémon lassen sich aus drei Parametern Rückschlüsse darauf ziehen, in welchem Bereich sich dessen IV-Werte bewegen. Hierfür braucht man einen IV-Rechner – das kann eine Tabelle, eine Web-Anwendung oder eine Smartphone-App sein.

IV-Rechner kalkulieren anhand der WP (Wettkampfpunkte), KP (Kraftpunkte) und dem für ein Power-up nötigen Sternenstaub die in Frage kommenden IV-Werte und geben die möglichen Kombinationen zurück. Meistens kommt dabei nur eine Spannbreite heraus: 46-93% bedeutet, dass es sich dabei entweder um ein ganz tolles oder ein ziemlich flaues Pokémon handelt. Ein perfektes Pokémon hat durchgehend Maximalwerte: 15/15/15, insgesamt also 45 IV oder 100%.

Durch Power-ups lässt sich diese Spannbreite schrittweise reduzieren. Hierfür bieten etwa der IV Calculator von Poké Assistant eine "Refine"-Schaltfläche.

Jedes Power-up verbraucht jedoch Bonbons und wertvollen Sternenstaub. Hier werden die internen Bewertungen der Teamleiter hilfreich: Die Anhaltspunkte aus deren Sätzen schränken die Spannbreite der Möglichkeiten deutlich ein – wollen dazu aber erst einmal interpretiert werden.

Der erste Satz des Teamleiters liefert eine generelle Einschätzung des Pokémon. Der zweite Satz weist darauf hin, welcher IV am höchsten ist. Ist ein weiterer IV gleich hoch, folgt ein Hinweis darauf.

Der nächste Satz sagt, wie hoch der Wert liegt beziehungsweise in welchem Bereich er sich befindet. Wie auch bei der allgemeinen Bewertung unterscheiden sich auch hier die Formulierungen der Teamleiter:

Bewertungen: Höhe der Werte
Dieser Satz beschreibt, wie hoch der höchste IV-Wert liegt
Höchster Wert Team Intuition Team Weisheit Team Wagemut
15 ... sind die besten, die ich je gesehen habe! ... sind so hoch, dass ich sie gar nicht berechnen kann! Unglaublich! ... hauen mich um. WOW!
13-14 ... sind wirklich hoch! Hut ab! Ich muss sagen, dass ich ... sehr beeindruckt bin. ... hat hervorragende Werte! Wie aufregend!
8-12 ... können sich sehen lassen! ... sind recht beeindruckend. ... sind nicht von schlechten Eltern!
0-7 ... sind okay. ... sind insgesamt ganz okay. ... werden Dir im Kampf nicht viel bringen.

Wer wissen will, welche Pokémon für die Arena taugen und welche nur zum Verschicken, geht am besten nach folgendem Rezept vor.

Schritt 1: Lassen Sie den Teamleiter jedes Duplikat gleich nach dem Fang bewerten. Steht in der ersten Antwort "kann es im Kampf mit allen aufnehmen" (Team Intuition, gelb), "Wirklich ein atemberaubendes Exemplar" (Team Weisheit, blau) oder "Es kann einfach alles!" (Team Wagemut, rot), eignet es sich für Arena-Kämpfe. Merken Sie es am besten durch einen passenden Spitznamen für eine tiefergehende Analyse vor ("A" reicht, für Güteklasse A).

Steht in der ersten Antwort der Bewertung "ist insgesamt wirklich stark" (gelb), "ist mir insgesamt wirklich aufgefallen" (blau) oder "Du kannst stolz sein" (rot), lohnt es sich nur in Ausnahmefällen, dieses Pokémon weiterzuentwickeln oder mit Power-ups hochzupäppeln. Nennen Sie es gegebenfalls "B".

Schritt 2: Rufen Sie auf einem Desktop-Rechner oder Tablet einen Online-IV-Rechner auf, etwa den Pokémon IV Rechner von Gameinfo.io. Stellen Sie zunächst die Sprache des Rechners oben links auf Deutsch um.

Geben Sie unter "Wähle Dein Pokémon" die ersten Buchstaben Ihres Monsterchens ein; die Autovervollständigung erledigt meist den Rest. Füttern Sie die Eingabefelder dann mit den Werten zu WP, KP und Sternenstaub aus der App. Wenn Sie jetzt auf "Berechnen" klicken, bekommen Sie eine erste Schätzung.

Schritt 3: Klicken Sie im Pokémon IV Rechner auf "Erweiterte Optionen", wählen Sie die Farbe Ihres Teams und klicken Sie dann die Sprüche an, die Ihr Teamleiter in der App abspult. Oft bekommen Sie danach direkt die IV des Pokémon angezeigt sowie dessen "Perfektionsgrad" in Prozent.

Die Bilderstrecke zeigt an einem Beispiel, welchen Unterschied die Einbeziehung der App-internen Bewertung machen kann.

Pokémon Go: IV-Verfeinerung mit Bewertungen (7 Bilder)

Ein Extrembeispiel darüber, wie die Bewertungsfunktion die IV-Berechnung verbessern kann: zwei Habitaks, die sich nur im Gewicht zu unterscheiden scheinen.

Der IV-Rechner von Gameinfo.io hat noch eine nette Eigenschaft: Er zeigt neben den IV-Werten auch an, welches für die jeweilige Spezies das ideale "Moveset" ist, also die beste Kombination an Angriffsfähigkeiten. Hat man also ein Pokémon der Güteklasse B vor sich, sollte man erst nachsehen, ob sein Moveset diese Schwäche nicht wettmacht.

Noch ein Rechenbeispiel: Gefangen wurde ein Austos (Cloyster) mit 867 WP (CP) und 58 KP (HP), dessen Power-up 1900 Sternenstaub (Dust) benötigt. Es wurde noch nicht weiter gestärkt ("Du hast das Pokémon erst gefangen und noch kein Power-Up durchgeführt").

Der IV-Rechner zeigt fünf mögliche Kombinationen mit einer Spannbreite von 46-93% an – von "Niete" bis "Champion" ist also alles drin.

Die Bewertung (Team Weisheit) beginnt mit: "Wirklich ein atemberaubendes Exemplar". Das signalisiert, dass die IV oberhalb von 82 Prozent liegen, was die letzten beiden Kombinationen ausschließt. Eine Niete ist dieses Austos schon mal nicht.

Dann sagt Blanche: "Seine beste Eigenschaft ist offensichtlich sein Angriffs-Wert" – damit meint sie den Defense-IV, wodurch nur die oberste Kombination übrig bleibt. Ihr nächster Satz bestätigt das: "Seine Werte sind so hoch, dass ich sie gar nicht berechnen kann" – mindestens einer der IV-Werte liegt also beim Maximum (15).

Es handelt sich also um ein Austos mit 15/11/14 und 89 Prozent – ohne Bewertung wären wohl mehrere Power-ups nötig gewesen, um dies herauszufinden.

Pokémon Go Info bestätigt, dass sein Moveset "Eisesodem" plus "Hydropumpe" durchaus konkurrenzfähig ist – zumindest bis zur nächsten Neukalibrierung der Kampfeigenschaften. Es lohnt sich also, dieses Pokémon mit Bonbons und Sternenstaub weiter zu stärken, um es in die Arena zu schicken.

Nicht immer ist das Ergebnis dieser Detektivarbeit ein eindeutiger IV-Wert. Meist kommt aber zumindest eine wesentlich kleinere Spannbreite heraus als wenn man nur auf einen IV-Rechner setzt.

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