Provider-Rennen

Flatrate- und Highspeed-Alternativen

Test & Kaufberatung | Marktübersicht

Es scheint so, als hätten Telekom und T-Online derzeit die Nase vorn. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich ihr Flatrate-Tarif nicht immer als günstigster Zugang zum Internet. Und auch T-DSL ist bei weitem nicht der einzige Weg, um schnell durchs Web zu surfen.

Aufmacher

T-Online hat in diesem Sommer die deutsche Internet-Landschaft gründlich verändert. Einen Wendepunkt markierte die Einführung des Internet-Zugangs zum Pauschalpreis, der Flatrate, am 1. Juni. Nahezu zeitgleich kamen etliche weitere Anbieter mit ähnlichen Preisen knapp unter 80 Mark auf den Markt. Doch leider überlebten neben T-Online nur wenige den Sommer. Offenbar hatten sich die Provider gründlich verkalkuliert.

Seit August bietet T-Online auch für den schnellen Internet-Zugang via T-DSL einen Flatrate-Tarif an. Beim Empfangen theoretisch 12-mal und beim Senden doppelt so schnell surft man darüber dennoch preiswerter als mit ISDN. Doch T-DSL ist noch längst nicht überall verfügbar. Bis Ende dieses Jahres sollen erst 60 Prozent der deutschen Haushalte damit versorgt werden können. Auch wird nicht jeder, der in einem T-DSL-versorgten Gebiet wohnt, gleich angeschlossen. In den neuen Bundesländern etwa hat es die Telekom stellenweise besonders gut gemeint und die Teilnehmer über vermeintlich zukunftssichere Glasfaserleitungen angeschlossen. T-DSL funktioniert jedoch nur auf den guten alten Kupferdrähten. Die Telekom verspricht zwar, den betroffenen Teilnehmern eine vergleichbar schnelle und preiswerte Internet-Anbindung anzubieten, über das ‘Wie’ und ‘Wann’ ist aber noch nichts zu erfahren.

Wir haben Mitte September die DSL-Zugänge von T-Online und Arcor sowie die verbliebenen fünf der Flatrates unter 80 Mark getestet. Noch im Laufe dieses Provider-Tests (s. c´t 21/00, S. 106) gingen zwei davon vom Netz. Nach den Ursachen für das wirtschaftliche Scheitern der so lange geforderten Pauschaltarife befragt, verwiesen die Anbieter auf die Deutsche Telekom und die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die dem rosa Riesen die Zügel zu locker lasse.

Die Telekom kassiert nämlich von den Providern nach Minuten abgerechnete Gebühren für die Durchleitung der Daten zum Telefonanschluss der Kunden (letzte Meile). Auf dieser Basis sei es nicht möglich, einen zu T-Online konkurrenzfähigen Pauschaltarif zu kalkulieren, ohne durch Vielnutzer Verluste zu erleiden, so die Kritiker. AOL vermutet gar, dass die Telekom ihrer Tochter T-Online besondere Rabatte einräume und so den Wettbewerb verzerre. Was sich derzeit hinter den Kulissen der Internet-Provider abspielt, wer wem den schwarzen Peter zuschiebt und was man für die kommenden Monate erwarten darf, lesen Sie in der c´t 21/00 ab Seite 110.

Unbeirrt von derlei Querelen halten einige Provider, die dem Preiskampf mit der Telekom ausgewichen waren, an ihren Flatrate-Tarifen fest. MuchMoreTele.com bietet beispielsweise für 199 Mark im Monat einen ISDN-Zugang mit Kanalbündelung (128 KBit/s) und fester IP-Adresse an. Freiberufler und kleine Firmen erhalten bei Nextra für 20 Mark weniger darüber hinaus eine ‘.de’-Domain und dazu eine Mailbox sowie 100 MByte Webspace mit 2 GByte Transfervolumen (s. c´t 21/00, S. 106). Da T-Online bei Kanalbündelung 2,9 Pfennig pro Minute zusätzlich zum Flatrate-Tarif berechnet, kommt das Angebot von MuchMoreTele.com beim Surfen mit doppelter Geschwindigkeit ab 69 Online-Stunden im Monat günstiger. Der Zugang ist flächendeckend verfügbar, also auch dort, wo man kein T-DSL bekommt.

Ebenfalls verschont vom Flatrate-Sterben blieben Telefongesellschaften wie Arcor und Mobilcom sowie die Ortsnetzbetreiber (vgl. Tabelle in c´t 21/00, S. 105). Sie verfügen über eigene Leitungsnetze und können ihre Produkte daher unabhängig von den minutenbasierten Interconnection-Preisen der Telekom kalkulieren, die den Flatrate-Anbietern ohne eigenes Leitungsnetz zum Verhängnis werden. Sie müssen lediglich die letzte Meile zum Pauschalpreis von rund 25 Mark von der Telekom anmieten.

Aus Kundensicht existiert ein wesentlicher Unterschied zwischen den Flatrates der Ortsnetzbetreiber und denen der Mitbewerber ohne Ortsnetze: Erstere sind allesamt nur dann nutzbar, wenn sich der Kunde für einen kompletten Anbieterwechsel hin zum Ortsnetzbetreiber entscheidet. Da durch den kompletten Wechsel die Geschäftsbeziehung mit der Deutschen Telekom endet, muss man deren vertragliche Mindestlaufzeiten beachten, auf denen die Telekom insbesondere bei ihren Optionstarifen besteht (also drei Monate für AktivPlus und sechs Monate für T-ISDN 300).

Die Angebote der Ortsnetzbetreiber fallen höchst unterschiedlich aus. Allein bei der einmaligen Einrichtungsgebühr reicht die Spanne von 0 bis 200 Mark; die Mindestlaufzeiten differieren zwischen 0 und 12 Monaten, die Spanne der monatlichen Grundgebühren liegt zwischen 25 und 120 Mark, wobei in der Tabelle lediglich die Flatrates aufgeführt sind. Weitere Unterschiede zur Telekom ergeben sich durch unterschiedliche Grundgebühren für den eigentlichen Telefonanschluss.

Neben den klassischen Flatrate-Angeboten haben sich einige Firmen (Berlikomm, Osnatel und Kielnet) für das amerikanische Modell entschieden, innerhalb ihres eigenen Netzes kostenlose Ortsgespräche anzubieten. Richtet ein Internet-Provider dort Einwahlports ein, so entfallen die Telefonkosten. Rechnet der Provider die eigentliche Internet-Nutzung pauschal ab, so erhält der Kunde über dieses Konstrukt ebenfalls eine Flatrate.

Bevor man sich auf die Jagd nach der günstigsten Flatrate begibt, sollte man zunächst überlegen, ob sich dieses Tarifmodell überhaupt lohnt. Die Preisentwicklung nach unten ist nämlich auch bei den minutenweise abgerechneten Zugängen nicht stehen geblieben. In den Tabellen (s.unten) haben wir Angebote unter 3 Pfennig pro Minute zusammengefasst, bei denen keine Anmelde- oder Grundgebühr anfällt.

Die dritte Tabelle führt Provider auf, bei denen man jeden Monat einen Mindestumsatz bezahlt. Dies ist quasi eine Grundgebühr, die voll auf die verbrauchte Online-Zeit angerechnet wird. Dieses Preismodell stellt für moderate Viel-Surfer eine interessante Alternative dar. Der Mindestumsatz liegt zwischen 5,70 Mark (bei Einschränkung auf WWW) und 39,60 Mark (AOL). Damit bezahlt man gegenüber einer Flatrate für 79 Mark im Monat deutlich weniger für ungenutzte Leistungen, falls einen Urlaub oder andere Umstände vom Internet fern halten. Die Minutengebühr liegt meist bei 1,9 Pfennig, sodass erst etwa 70 Online-Stunden im Monat teurer kommen als der Flatrate-Tarif (vgl. Grafik).

flatrate
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T-DSL-Kunden sparen mit der Flatrate im Vergleich zum eco-Tarif bereits ab 33 Online-Stunden im Monat.

Der Mindestumsatz von FreeNet und Arcor liegt bei 22,80 Mark, was 20 Stunden im Monat entspricht. Wer seltener surft, fährt mit den Internet-by-Call-Tarifen ohne Mindestumsatz günstiger - eine Flatrate kommt für ihn nicht in Frage. Internet-by-Call wird mit oder ohne Anmeldung angeboten, wobei sich die Preise kaum unterscheiden. Allerdings gewähren die Provider bei einer Anmeldung generell auch eine E-Mail-Adresse, was bei den Angeboten ohne Anmeldung eher selten ist. Die Adresse beim Provider wird immer wichtiger, da Dienste wie das Online-Auktionshaus eBay zunehmend dazu übergehen, Anmeldung mit E-Mail-Adressen von kostenlosen Diensten wie GMX abzulehnen.

Internet-by-Call kostet derzeit rund 2,5 Pfennig pro Minute. Umgerechnet auf die 79 Mark der T-Online-Flatrate entspricht das knapp 53 Stunden im Monat. Im Vergleich dazu: T-Online gibt für seine Kunden eine durchschnittliche Nutzungsdauer von wenig mehr als sieben Stunden im Monat an. Kein Wunder also, dass von den rund sechs Millionen T-Onlinern sich bislang nur rund 200 000 für die Flatrate entschieden haben.

Neben dem von der Telekom heftig beworbenen T-DSL gibt es eine Reihe anderer Zugangstechniken, die höhere Übertragungsraten bieten als ISDN. Dazu zählen Satelliten-Verbindungen, die naturgemäß flächendeckend verfügbar sind. Der Internet-Zugang über TV-Kabel wird hingegen nur regional angeboten, dürfte sich aber mittelfristig zur stärksten Konkurrenz für DSL entwickeln. Die Datenübermittlung über das Stromnetz erreicht über das bestehende Leitungsnetz jeden Haushalt, ist jedoch technisch nicht unproblematisch.

Die Satelliten, die Fernseh- und Radioprogramme ausstrahlen, können auch Internet-Daten senden. Diese lassen sich über eine handelsübliche Sat-Anlage mit digitalem Empfangsteil (LNB) und eine Zusatzbox oder Steckkarte an den PC weiterleiten. Das größte Problem ist dabei der Rückkanal. Sendeanlagen, mit denen man die rund 36 000 km entfernten Satelliten erreicht, sind sehr teuer. Die meisten Systeme nutzen daher eine Verbindung über ISDN oder Modem in Senderichtung, während der Empfang über die Sat-Anlage erfolgt. Der Anwender benötigt also einen vollwertigen Internet-Zugang über Festnetz und bezahlt zwei Rechnungen. Im Unterschied zu T-DSL, das in Verbindung mit dem Flatrate-Tarif preiswerter angeboten wird als ISDN, ist der Internet-Zugang via Satellit stets teurer.

Einige dieser Dienste sind für den privaten Anwender zu teuer. So überträgt DirecPC (www.direcpc.de) über den Satelliten Eutelsat Hotbird zwar bis zu 400 kBit/s, die benötigte PC-Steckkarte und die Software sowie die Einrichtungsgebühr kosten zusammen jedoch stolze 1077 Mark. Neben der monatlichen Grundgebühr von 10 Mark schlägt jedes empfangene Megabyte mit 1,30 bis 1,50 Mark zu Buche, abhängig vom Transfervolumen. Wer beispielsweise 300 MByte pro Monat aus dem Internet holt, zahlt dafür 430 Mark. Hinzu kommen die Kosten für die Verbindung in Senderichtung über den Provider.

Der Satelliten-Dienst skyDSL der Berliner Strato AG (www.strato.de/skydsl/) ist unter dem Strich billiger: Zahlt man für die Bereitstellung 99 und als monatliche Grundgebühr 39 Mark, so bekommt man die technische Ausstattung kostenlos gestellt. Wird sie mit 299 Mark bezahlt, reduziert sich die Einrichtungsgebühr auf 49 und die monatliche Grundgebühr auf 29 Mark. Darin enthalten ist eine Übertragungsrate von maximal 128 kBit/s in Empfangsrichtung, was ISDN mit Kanalbündelung entspricht. Es geht auch schneller, doch dann muss man für so genannte Sky-Slices berappen. Diese umfassen entweder drei Minuten oder 180 KByte Transfervolumen - je nachdem, was zuerst aufgebraucht ist. Bei einer Download-Geschwindigkeit von 800 kBit/s kosten die kleinen Scheibchen in der Nebenzeit (20 bis 6 Uhr, am Wochenende und an bundeseinheitlichen Feiertagen) 3 Pfennig, sonst das Doppelte. Wer also 300 MByte im Monat aus dem Netz lädt, zahlt bei 800 kBit/s mindestens noch 51,20 Mark extra.

Im Unterschied zu den beiden genannten Diensten kann bei UBCom (www.ubcom.net) die Festnetzverbindung in Senderichtung nicht über einen beliebigen Provider erfolgen. Man muss sich vielmehr bei dem Dienst direkt einwählen. Das kostet bei einer monatlichen Grundgebühr von 30 Mark stolze 6 Pfennig pro Minute. Für eine Grundgebühr von 40 Mark bietet UBCom mit 2,9 bis 4,9 Pfennig pro Minute günstigere Konditionen. Die Daten werden mit bis zu 512 KByte/s übertragen; der Preis von Hardware und Software summiert sich mit der Einrichtungsgebühr auf 339 Mark.

Bereits Anfang 1995 wurde ein Studentenwohnheim in Ulm mit 120 Teilnehmern via TV-Kabel angebunden, zahlreiche andere folgten. Doch die meisten Endkunden warten bis heute vergeblich auf das Highspeed-Internet aus der Fernsehdose. Denn immer noch sitzt die Telekom auf Teilen der Infrastruktur, die sie eigentlich auf Anweisung der Regulierungsbehörde verkaufen soll. Außerdem sind weite Teile des Netzes nicht rückkanalfähig. Wenn diese den Besitzer wechseln, müssen die neuen Betreiber deshalb entweder in den technischen Ausbau investieren oder können nur einen Zugang mit Rückkanal über das Telefonnetz anbieten.

Der Münchner Kabel & Medien Service hat mit Cablesurf (www.cablesurf.de) beide Möglichkeiten realisiert. Doch auch dieser Zugang ist teurer als T-DSL. Erfolgt die Verbindung in Senderichtung per Modem oder ISDN, fällt neben der monatlichen Grundgebühr von 85 Mark noch die Verbindung zum Ortstarif an, die mit 3 bis 8 Pfennige pro Minute teurer als die beschriebenen Internet-by-Call-Zugänge sind. Hinzu kommt das benötigte Kabelmodem für einmalig 395 Mark oder monatlich 17,90 Mark (Mietkauf). Die Geschwindigkeit in Empfangsrichtung beträgt 550 kBit/s. Für ebenfalls 85 Mark im Monat erhält man Kabelnetzanschluss mit Rückkanal (64 kBit/s), der 384 kBit/s in Senderichtung erlaubt. Allerdings sind in der Grundgebühr lediglich 300 MByte Transfervolumen enthalten. Je weitere angefangene 100 MByte fallen zusätzlich 13 Mark an. Das entsprechende Kabelmodem kostet 495 Mark.

Wie günstig der Internet-Zugang über das TV-Kabelnetz sein kann, beweist die Firma c-nit.com (www.c-nit.de) in Köthen. Sie berechnet für den Zugang pauschal 55 Mark im Monat; für das Kabelmodem muss eine Kaution von 300 Mark hinterlegt werden, die bei Rückgabe erstattet wird. InfoCity (www.infocity.de) versorgt Gebiete in Berlin und Nordrhein-Westfalen mit Zugängen, die 59 Mark im Monat zuzüglich 20 Mark Modemmiete kosten.

PrimaCom (www.primacom.de) bietet derzeit nur in Leipzig den Internet-Zugang an; sie will den Dienst jedoch auch an anderen Standorten bereitstellen. Er kostet 99 Mark monatlich und soll Download-Raten von 1 MBit/s ermöglichen (Upload: 256 kBit/s). Die Einrichtungsgebühr von 149 Mark und die 100 Mark Kaution für das Kabelmodem lassen sich verschmerzen. Allerdings behält sich PrimaCom vor, bei ‘exzessiver Nutzung’ den Kunden ein ‘gewerbliches Angebot zu unterbreiten’.

Der Kabelnetzbetreiber Ost Tel Com (www.osttelcom.de) in Steinpleis bietet im Einsteigertarif 16fache ISDN-Geschwindigkeit für nur 29 Mark im Monat. Nach einer Viertelstunde Download mit dieser Geschwindigkeit ist der Spaß dann aber vorbei: Der Preis beinhaltet ein Transfervolumen von lediglich 100 MByte. Wer es überschreitet, muss in den Vielnutzertarif wechseln, der für 49 Mark monatlich immerhin 300 MByte enthält. Unbegrenztes Transfervolumen kostet hingegen 149 Mark im Monat, wobei die Übertragungsrate auf doppelte ISDN-Geschwindigkeit reduziert ist.

Ganz ohne Volumentarife kommt MediaNet (www.media-n.de) aus. Der Neubrandenburger Betreiber hat Anschlüsse mit mindestens 128 kBit/s für 99 Mark oder 256 kBit/s für 189 Mark im Programm. Die schnellere Variante besitzt eine feste, aus dem Internet erreichbare IP-Adresse; die Einrichtung kostet 99 Mark statt 69 Mark. Für 179 Mark im Monat erhält man die 128-kBit/s-Flatrate in Verbindung mit einem PC (Intel Celeron 400 MHz, 64 MByte RAM, 6,4 GByte Festplatte, 17-Zoll-Monitor). Die Laufzeit dieses Vertrags beträgt zwei Jahre, während deren man 1920 Mark für den PC bezahlt.

Der Ortsnetzbetreiber wilhelm.tel in Norderstedt bietet in Kombination mit seinen Telefonanschlüssen einen Kabelfernseh-Zugang an. Für 97,90 Mark im Monat erhält man einen ISDN-Mehrgeräteanschluss, einen Kabelfernseh-Anschluss inklusive Settop-Box für rückkanalfähige Dienste, 100 TV-Programme sowie einen Flatrate-Zugang. Wer sich die Mühe macht und die mitgelieferte Settop-Box mit einem zweiten Koaxialkabel an die meist im Keller installierte Übergabestelle von wilhelm.tel anschließt, kann seinen Rechner direkt über Ethernet mit der Settop-Box verbinden und erhält somit einen Internet-Zugang mit einer Geschwindigkeit von 128 kBit/s.

Als das kanadisch-britische Unternehmen Nor.Web Ende 1997 Datenübertragungsraten von 1 MBit/s über das Stromnetz erreichte, schien endlich ein Ersatz für den Internet-Zugang über das Telefonnetz gefunden: Mit dem Powerline Communication (PLC) getauften Verfahren könnte man die Haushalte über das bestehende 230-V-Netz mit Daten versorgen. Nachdem die Technik dem Labor entwachsen war, folgte eine lange Reihe von kleinen Feldversuchen, die bis heute andauert. Nor.Web ist bereits vor einem Jahr aus der PLC-Entwicklung ausgestiegen.

Mehrere deutsche Stromversorger erproben die Technik unverdrossen weiter. Dazu gehören die Energie Baden-Württem-berg AG (www.enbw.com/privat/powerline/fs_powerline.html), RWE (www.powerlinenet.de) und die Mannheimer MVV Energie AG (www.powerlineservice.de). Den jüngsten Feldversuch hat der regionale Stromversorger Avacon (www.avacon.de) Mitte September in Barleben bei Magdeburg gestartet. Über das Stromnetz von Avacon werden vorläufig nur 100 Haushalte mit Sprach- und Datensignalen versorgt. Falls die Regulierungsbehörde weitere Genehmigungen erteilt, soll das Projekt auf wie geplant 400 Haushalte ausgeweitet werden.

Die Genehmigung ist notwendig, da die Verwendung von Stromleitungen in Europa geregelt ist. Einige Powerline-Verfahren verursachen eine kräftige Störabstrahlung und stehen mit etablierten Funkdiensten in Konflikt. Kritiker geben außerdem zu bedenken, dass die Bandbreite, die erforderlich wäre, um alle an einem Stromverteiler hängenden Haushalte ans Internet zu bringen, die Kapazitäten der Powerline-Technik bisher noch übersteigt. Wann welche Dienste zu welchen Preisen über PLC angeboten werden, steht somit noch in den Sternen. (ad)

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Internet-Zugänge mit Mindestumsatz
Provider URL Tarif Minutengebühr Taktung Mindestumsatz pro Monat
Callino1 www.callino.de Surf callino Plus 1,9 Pfennig 60 s 5,70 DM
Freenet AG www.freenet.de Power Tarif 1,9 Pfennig 60 s 22,80 DM
Arcor www.arcor.de Online-Power 1,9 Pfennig 60 s 22,80 DM
AOL Bertelsmann www.aol.de AOL Top 2,2 Pfennig 60 s 39,60 DM

1 nur WWW

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Internet-Zugänge mit kostenloser Anmeldung
Provider URL Tarif Minutengebühr Taktung
AddCom www.addcom.de Internet-by-Call 2,48 Pfennig 60 s
Alpha 11 www.alpha11.de Internet-by-Call 2,48 Pfennig 60 s
Freenet AG www.freenet.de SorglosTarif 2,5 Pfennig 60 s
Media Markt portal.mediamarkt.de SurfEU 2,5 Pfennig 60 s
NGI www.ngi.de ngi.bycall 2,49 Pfennig 1 s
Planet Interkom www.planet-interkom.de premium max 2,5 Pfennig 60 s
Saturn Hansa www.surfsaturn.de SurfEU 2,5 Pfennig 60 s
SurfEU www.surfeu.de Internet-by-Call 2,5 Pfennig 60 s

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Internet-Zugänge ohne Anmeldung
Provider URL Tarifv Minutengebühr Taktung Einwahlnummer Kennwort Passwort DNS-Server E-Mail-Adresse
Callino www.callino.de Surf Callino 2,9 Pfennig 60 s 0 10 75/0 19 23 00 callino internet 195.212.44.225
152.158.2.48
+
callisa www.callisa.de Internet-by-Call 2,5 Pfennig 60 s 01 92 66 63 70 benutzer zugang 213.21.51.250
213.21.0.218
-
eXpress Net www.express-net.de eXpress Dial 2,5 Pfennig 60 s 0 10 75/01 92 66 61 70 expressnet internet 213.21.51.250
213.21.0.218
+
MDS www.mds-online.net MDS Online 2,5 Pfennig 60 s 0 10 75/01 92 66 61 20 mds online 195.212.44.225
152.158.2.48
+
Telehunter www.telehunter.de Internet 2,5 Pfennig 60 s 0 10 75/01 92 66 63 40 k. A.1 k. A.1 213.21.51.250
213.21.0.218
-
T-Link www.t-link.de Internet by Call 2,5 Pfennig 60 s 01 92 66 62 10 gast terra 195.212.44.225
152.158.2.48
-

1 Zugang über eigene Einwahlsoftware
+ vorhanden
- nicht vorhanden
k. A. keine Angabe

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