Openbravo

Test & Kaufberatung | Test

Seite 6: Openbravo

Ursprünglich sollte das ab dem Jahr 2001 entwickelte Openbravo an der Universität von Navarra in Spanien zum Einsatz kommen. Sein Datenmodell basiert auf dem von Compiere, die Verwandtschaft der Systeme ist nicht zu übersehen. Openbravo war jedoch von vornherein als Webanwendung ausgelegt.

Mit seiner Funktionsvielfalt kann das Produkt punkten, die Fertigungsabwicklung ist jedoch (wie in Compieres Community Edition) einfach gehalten. Ein erweitertes Angebot existiert hier jedoch nicht. Neben der frei verfügbaren Community Edition gibt es zwei funktionsgleiche kostenpflichtige Versionen mit unterschiedlich ausgeprägtem Support.

Openbravo: Von vornherein als Webapplikation gestartet, hat es dieser Versuch noch nicht zu einer nennenswerten deutschsprachigen Präsenz gebracht.

Grün und Dunkelgrau dominieren die aufgeräumt wirkende Benutzeroberfläche von Openbravo, was in Bezug auf Lesbarkeit und Kontrast problematisch sein kann. Unschönheiten zeigen sich in Details, zum Beispiel erschwert es die Navigation in Ergebnislisten, dass die Überschriftenzeile beim Bildlauf mitrollt und sich nicht fixieren lässt.

Als Datenbanken kann der Anwender PostgreSQL oder Oracle einsetzen; lediglich die kommerzielle Version mit dem höchsten Supportlevel arbeitet ausschließlich mit Oracle.

Eine deutschsprachige Community trifft sich bei Sourceforge, jedoch bietet sich hier ein ähnliches Bild wie bei Open ERP: Manche Fragen harren monatelang der Antwort, darunter grundlegende wie nach der Fehlersuche beim Versuch, DATEV-Standardkontenrahmen zu importieren. Eine produktive Installation in Deutschland ist nicht bekannt.

Kommentare

Anzeige