Schnellader

Download-Manager für Windows 95 und MacOS

Test & Kaufberatung | Kurztest

Endlich stehen der neueste WWW-Browser und das lang ersehnte Shareware-Spiel im Netz - und Sie kommen nicht dran, weil zu viele User den Server verstopfen. Glücklicherweise bieten sich meist gleich mehrere Mirror-Sites an, die nicht jeder kennt und die zum Teil deutlich höhere Transferraten zustande bringen. Doch wie findet man den schnellsten Server?

Go!Zilla für Windows 95 fragt vor dem Download zunächst einmal die Suchmaschine ftpSearch, welche Server die gewünschte Datei überhaupt anbieten. Anschließend baut das Programm mit jedem der Kandidaten eine kurze Verbindung auf, um herauszufinden, welcher zur Zeit am schnellsten antwortet. Erst im Anschluß daran startet es die eigentliche Dateiübertragung.

Darüber hinaus senkt Go!Zilla die Download-Kosten, indem es ausgewählte Dateien zu einer bestimmten Zeit automatisch herunterlädt - zum günstigeren Mondscheintarif etwa. Das Programm kümmert sich dann auch um den automatischen Verbindungsauf- und -abbau über das DFÜ-Netzwerk.

Die zu ladenden Files kann man in frei definierbare Kategorien einordnen, die sich als Ordner auf der lokalen Festplatte wiederfinden. Jeder Datei kann man außerdem eine kurze Beschreibung zuordnen, so daß auch in umfangreichen Sammlungen die Übersicht nicht so schnell verlorengeht.

Die Bedienung des Programms ist angenehm einfach. Hat man seine Einstellungen zu Internet-Verbindung, Dateikategorien und persönlichen Vorlieben einmal eingegeben, so beschränkt sich die Vergabe eines Auftrags an Go!Zilla darauf, aus einem beliebigen Browser heraus die http- oder ftp-URL der gewünschten Datei per Drag & Drop auf das Programmfenster zu ziehen, eventuell eine Kurzbeschreibung einzugeben und den Button 'Download' zu betätigen. Wahlweise kann man Go!Zilla auch so konfigurieren, daß es an der Zwischenablage lauscht und seine Arbeit aufnimmt, sobald diese eine URL enthält.

Einen anderen, nicht ganz so schlauen Weg beschreitet QuickestMirror von Fabrizio Oddone: das Mac-Programm verwendet eine statische Datenbank, um auf eine Liste der für einen bestimmten Server verfügbaren Mirror-Sites zuzugreifen. Dies ist zwar eine Einschränkung, doch ist die Datenbank von typischen Mac-Servern bereits recht ansehnlich. Weitere (und deren Spiegel) lassen sich hinzufügen, unglücklicherweise nur mit Hilfe von ResEdit. Geschickt ist das vom Autor neu eingeführte URL-Schema: Alle Spiegel werden unter der Adresse 'fab://...' geführt. Wählt man beispielsweise fab://ftp.stairways.com/stairways? aus, spricht QuickestMirror neben der Original-Adresse noch einige weitere Server an, etwa ftp://ftp.amug.org/pub/peterlewis/. Die Suche nach dem 'Quickest Mirror' dauert selbst bei der langen Reihe der eingetragenen Info-Mac-Spiegel im Normalfall nur wenige Sekunden. Der jeweils schnellste Rechner wird markiert und auf Wunsch sofort mit dem Download-Auftrag beschäftigt.

Fabrizio Oddone wollte das Rad offensichtlich nicht neu erfinden: den Dateitransfer überläßt er anderen Clients, die das ohnehin besser können. Per default ist Anarchie von Peter Lewis zuständig, der entsprechende InternetConfig-Dialog nimmt natürlich auch den Netfinder oder jedes andere Programm auf. Dort sollte man gleich noch den Typ 'fab' in Verbindung mit QuickestMirror eintragen, damit andere Applikationen diesen Dienst ebenfalls automatisch nutzen können.

Interessant ist außerdem das Feature, Info-Mac-Digest-Kommentare wie etwa '[Archived as /info-mac/text/tex/excalibur-24.hqx; 560K]' automatisch ins fab-Format zu konvertieren, so daß man den Pfad nicht erst umständlich kopieren und einfügen muß. Voraussetzung für das Helferlein ist mindestens OpenTransport 1.1.1. (se)


Go!Zilla (gozil211.exe, 15 $) findet sich unter http://www.gizmo.net/gozilla/, QuickestMirror (quickest-Mirror-1.0.1.sit.hqx, 20 $) unter http://www.kagi.com/authors/fab/qm.html. Beide Programme stehen auch in der c't-Mailbox.

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