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Programme wie Runtastic und Runkeeper motivieren Läufer und Radfahrer mit Trainingszielen und Wettbewerben. Die Ergebnisse schicken die Programme gleich zu Facebook & Co.

Gegen den inneren Schweinehund: Programme wie Runtastic und Runkeeper motivieren Läufer und Radfahrer mit Trainingszielen und Wettbewerben. Und dank der Integration sozialer Netzwerke erntet man nach dem Schwitzen den verdienten Beifall von Freunden.

Endspurt am Maschsee. „Du bist nur 0,1 Kilometer hinter Deinem Gegner!“, meldet Vanessa über den Knopf in meinem Ohr. Komm schon, da geht noch was. Quäl dich! „Du hast noch 0,5 Kilometer bis zum Ziel.“ Verdammt, das wird knapp. Noch 100 Meter. Dann die niederschmetternde Durchsage: „Dein Gegner hat das Ziel erreicht.“ Enttäuscht japse ich über die Ziellinie, ein paar Sekunden zu spät.

Von meinem Kontrahenten – meinem Kollegen Nico – ist dort nichts mehr zu sehen. Er ist die Runde schon vor ein paar Tagen gelaufen, und zwar mit einem Smartphone am Oberarm. Mit der App Runtastic hat er Zeit und Distanz aufgezeichnet und mich anschließend zum Wettbewerb aufgefordert. Bei Vanessa handelt es sich nicht um eine Trainerin aus Fleisch und Blut, sondern lediglich um die Stimme von Runtastic, die ich bei meinem Versuch höre, Nicos Zeit zu schlagen. Wenn ich das schaffe, werde ich meinen Triumph auskosten, indem ich das Ergebnis umgehend bei Facebook poste. Na gut, vielleicht nächste Woche.

Apps wie Runtastic, Runkeeper oder Runmeter verwandeln Smartphones in vielseitige Ausdauertrainer. Zum einen stoppen sie Zeiten, messen Distanzen, berechnen Geschwindigkeiten und zeigen Strecken auf einer Google-Karte – wie zahlreiche kostenlose GPS-Logger, zum Beispiel My Tracks oder MotionX GPS Lite. Sie motivieren aber auch langfristig mit Trainingsplänen, Wettbewerben und der Integration von sozialen Netzwerken. Ein virtueller Gegner oder Partner spornt schließlich stärker an als gar keiner.

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