Suchmaschine mit vielen Extras

Trends & News | Web-Tipps

http://www.kolibri.de
http://www.iosys.de

Eine Suchmaschine, die sich besonders der Bedürfnisse deutschsprachiger Benutzer annimmt, soll mit Erscheinen dieses Heftes an den Start gehen. Der Retrievaldienst Kolibri beschränkt sich dabei nicht auf deutsche Web-Angebote, sondern greift vielmehr durch Extras besonders deutschen Internet-Surfern bei der Suche nach Informationen im World Wide Web unter die Arme. Die Essener IOSYS Software GmbH hat dabei ihren Dienst mit Boolschen Operatoren versehen und in Rubriken unterteilt. Grenzt der Benutzer seine Suchanfrage auf eine oder mehrere Rubriken und damit auf bestimmte Indizes der Datenbank ein, so beschleunigt das den Suchauftrag erheblich, weil nicht der gesamte Bestand an Web-Adressen durchforstet werden muß.

Als besonders wertvoll aber erweist sich ein Thesaurus, der für eingegebene deutsche Schlagworte nicht nur Synonyme, sondern auch gleich die passende englische Übersetzung bereitstellt. Synonyme sind Worte, die zwar die gleiche Bedeutung haben, deren Wortform aber völlig unterschiedlich ausfällt (z.B. Computer/ Rechner). Da die meisten anderen Suchmaschinen einen exakten Mustervergleich (pattern matching) durchführen, der allenfalls noch unterschiedliche Wortformen (Deklination/Konjugation) berücksichtigt, bleiben beispielsweise bei der Eingabe von 'Computer' alle Dokumente, die 'Rechner' enthalten, außen vor - nicht so bei Kolibri. Kolibri arbeitet konzeptorientiert. Ein Thesaurus, der auch gleich die passenden englischen und gegebenenfalls französischen Übersetzungen der eingebenenen Suchbegriffe nebst Synonymen liefert, wird der Internationalität des Internets gerecht, erspart den Griff zum Wörterbuch und stellt sicher, daß Ihnen kein Dokument, ganz gleich in welcher Sprache, entgeht.

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die Essener IOSYS mit den amerikanischen Mega-Engines wie Altavista (digital.altavista.com) oder Hotbot (www.hotbot.com) konkurrieren kann. Internet-Agenten, eine konfigurierbare persönliche Online-Zeitung und viele Extras sollen den deutschen Kolibri zusätzlich interessant machen. (ku)


http://www.atlanta.olympic.org/
http://www.wdr.de/Olympia/index.htm
http://www.zdf.de
http://www.olympiade.de

Der Slogan 'Dabeisein ist alles' gilt zwar eigentlich nur für die Sportler der Welt, bei den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in Atlanta vom 19. Juli bis zum 4. August aber auch für alle Zuhausegebliebenen mit Internet-Anschluß. Die Organisatoren der Sportveranstaltung bieten mit einem eigenen Web-Server Informationen aus erster Hand über die Wettkämpfe, die Ereignisse im Vorfeld, noch vorhandene Karten und das ganze 'Drumherum'. Dort erfährt man beispielsweise, daß am ausverkauften Olympischen Synchronschwimmwettbewerb vom 30. Juli bis zum 2. August insgesamt 80 Sportlerinnen aus acht Nationen teilnehmen werden. Bereits im Netz ist auch schon der offizielle Web-Server für die Olympischen Spiele im Jahr 2000 in Sydney (www.sydney.olympic.org).

Mit eigenen Web-Seiten in deutscher Sprache berichten ARD, ZDF sowie 'itm Ideas to Market' über das weltweit größte Sportereignis. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wird beispielsweise federführend für die ganze ARD nachrichtenhungrige Web-Surfer mit Informationen rund um Olympia versorgen. Sein Internet-Angebot enthält aktuelle Sportmeldungen, Sounddateien der Original-Radioübertragungen und Video-Sequenzen von den wichtigsten Wettkampf-Entscheidungen, ein 'Olympia-Chat', einen Medaillenspiegel sowie ein Olympia-Quiz.

Für das ZDF sind die Olympischen Spiele ein willkommener Anlaß, mit ihrem Internet-Informationsangebot namens 'ZDF-Online' an den Start zu gehen. Einen weiteren deutschsprachigen Olympia-Server betreiben 'itm Ideas to Market' in Zusammenarbeit mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) und einer Versicherung. Dieser Server bietet neben Nachrichten und dem Olympia-Fernsehprogramm auch eine Datenbank zu den Wettkämpfen und den teilnehmenden Nationen sowie Informationen zur Geschichte der Olympischen Spiele. (ha)


http://pathfinder.com

Pathfinder, ein Gemeinschaftsunternehmen von CNN und Time Warner, hat sich einem gründlichen Face-Lifting unterzogen und dabei auch gleich frische Multimedia-Technologie wie beispielsweise Java aufgelegt. Der Dienst wurde im Oktober 1994 ins Leben gerufen und bietet seitdem einen bunten, gelungenen Mix aus Information und Unterhaltung, Grafik und Text.

Pathfinder war schon immer einen Besuch wert: ganz gleich ob Nachrichten, Anlageberatung/Stocks, People online, CNN interactive, Techwatch, Reisen, Fitness oder Kino-News, hier wird jeder fündig. Im Pathfinder kann man sich über den russischen Wahlkampf genauso informieren wie über die vielversprechendsten Computertrends. Seit neuestem bieten die Macher der WebSite einen Service an, der im Internet mehr und mehr Mode wird: personalisierte Informationen. Zunächst einmal gibt der Benutzer durch die Eingabe von Produkten und Firmen, Personen, Hobbies, Aktienkursen und so weiter ausführlich Auskunft über seine Interessen und Vorlieben. Für soviel Mühe wird er beim nächsten Login durch einen ganz auf ihn zugeschnittenen Nachrichtenreport belohnt, der langes Suchen überflüssig macht und der nur die Informationen enthält, die der Nutzer wirklich wünscht. Ein ähnliches Angebot unterbreitet seit einigen Wochen auch das vor allem als Suchmaschine bekannte Infoseek (http://personal.infoseek.com).

Doch Vorsicht, dieses auf den ersten Blick so praktisch erscheinende Angebot hat auch seine dunkle Kehrseite. Fallen die so freizügig und detailliert erstellten Persönlichkeitsprofile in die Hände skrupelloser Geschäftemacher, steht der völligen Kommerzialisierung der Internet-Gesellschaft nichts mehr im Wege. Erst das Internet macht Verkaufstechniken wie Direkt-Marketing oder die Verhaltensanalyse kaufkräftiger Bevölkerungsschichten so richtig effizient. Marketing- und Analyseinstrumente liefern dabei umso bessere Ergebnisse, je mehr Informationen über die potentiellen Käufer bereits vorliegen. Die Weitergabe sensibler Personendaten durch Internet-Agenturen wäre ein Verstoß gegen den Datenschutz, den man nur schwer zurückverfolgen könnte. (ku)


http://yi.com/home/

Eine kostenlose Heimstatt im virtuellen Cyberspace bietet das 'Yellow Internet' allen Web-Serfern, die keine kommerziellen Interessen verfolgen. Diese multikulturelle Metropole im Internet steht jedem offen und dient nicht nur der eitlen Selbstdarstellung ihrer Bewohner, sondern eröffnet beispielsweise auch ein Forum für akademische Dissertationen, Romane, Gedichte und andere schriftstellerische Werke, die ansonsten nur im engsten Kreise das Licht der Öffentlichkeit erblickt hätten. Mit einem 'Online Construction Kit' bastelt jeder seine Homepage selbst. Privatpersonen zahlen nichts, kommerzielle Organisationen müssen ein Entgeld entrichten.

Der Gast betritt über eine mächtige lokale Suchmaschine die virtuelle Metropolis. Dort kann man nach Sprachen, Ländern und nach Stadtteilen suchen, etwa 'Docklands: computer gurus', 'Soho: artists, alternatives, gay' oder 'Charing Cross Street: intellectuals, bookworms, publishers'. Durch die Aufteilung in Stadtteile, die die Interessen ihrer Bewohner widerspiegeln, fällt es leicht, Gleichgesinnte zu finden. Die europäische Metropole im Cyberspace - eine schöne Idee, die vielleicht die virtuelle Gemeinschaft ein Stückchen mehr Realität werden läßt. (ku)


http://www.slate.com
http://www.textwerk.de
http://www.magnnet.com

Am 24. Juni erschien die Nullnummer des von Microsoft gesponserten Web-Magazins 'Slate'. Das neue Online-Sprachrohr der Gates-Company beschäftigt sich nicht nur mit so brennenden Fragen wie 'Is Microsoft Evil?' (Antwort: No), sondern will mit Titeln wie 'The Temptation of Bob Dole' auch auf der politischen Nachrichtenbühne ein Wörtchen mitreden. Dazu hat Microsoft journalistische Kompetenz eingekauft: Der Blattmacher der neuen Internet-Gazette heißt Michael Kinsley, ein ehemaliger CNN-Journalist, dessen Wechsel zum Software-Branchenprimus in den U.S.A. die publizistischen Wogen hochschlagen ließ und Kinsley sogar auf die Titelseite von Newsweek brachten.

Magnnet, das deutschsprachige Lifestyle- und Trendmagazin aus Hamburg, ist dagegen eher dem Zeitgeist in deutschen Landen auf der Spur. Magnnet scheint in der Wahl der Themen niemandem verpflichtet zu sein, die Palette ist breit gespannt und reicht von Udo Lindenberg über Titel wie 'Im Hamsterkäfig des Kunstbetriebs', 'Ist der Computer ein Radio?' oder 'Burda-Peinlichkeiten im Internet' bis zu einer erfrischend frechen politischen Kolumne (T Page) und einem praktischen Verzeichnis 'aller' Dienstleister im kreativen Umfeld (C-Box). Magnnet ist seit Oktober letzten Jahres am Netz und wird ausschließlich online vertrieben.

Ebenfalls in deutscher Sprache, aber stärker literarisch interessierten Kreisen zugewandt präsentiert sich TextWerk, 'das Literaturmagazin für Kreative' aus Hamburg. Nicht nur praktische Angebote wie eine Informations- und Tauschbörse, Neuerscheinungen vom Buchmarkt, Rezensionen oder Verweise auf andere Magazine im Netz beherrschen den Bildschirm. TextWerk hat sich außerdem vorgenommen, die experimentelle Technik des 'Collaborative Writing' neu mit Leben zu füllen. Ein und dieselbe Geschichte wird Absatz für Absatz von immer wieder anderen Autoren fortgeschrieben. Der Hamburger Online-Treff für Autoren, Redakteure, Texter und Literaturinteressierte steckt zur Zeit noch im Aufbau. (ku)


http://www.rhein-neckar.de/~cetus/software.html

Mehr als 760 Verweise zum Thema objektorientiertes Programmieren hat mit viel Mühe und Sorgfalt Manfred Schneider aus Heidelberg zusammengestellt. Der Autor hat die Vielzahl der Links einzelnen Rubriken wie Java, Smalltalk, Datenbanken, OpenDoc, Visual C++, Libraries oder General Infos zugeordnet und hält seine Übersicht auf dem neuesten Stand. Bis jetzt haben rund 2200 Gäste die WebSite besucht; Manfred Schneider ist zu wünschen, daß es schnell mehr werden. (ku)


http://www.oetker.de/

Wie man ein Thema, das normalerweise nur den Geschmackssinn anspricht, witzig und auch optisch ansprechend fürs Web aufbereitet, zeigt Dr. Oetker, der Spezialist für Back- und Treibmittelzusätze aus Bielefeld. Frau Renate, die schlaueste Küchenfee im Internet, verrät jede Menge Geheimnisse und Rezepte rund um die Kuchenform und den Kochtopf. Auch Anfänger sollten mal auf einen Mausklick vorbeischauen, weil die Zubereitung aller Gerichte leicht verständlich und Schritt für Schritt beschrieben wird. Küchentips helfen über die ersten angebrannten Bratkartoffeln hinweg. Pech nur, wenn in der heißen Back- und Kochphase der Rechner abstürzt.

Dr. Oetker ist dabei, sich zur beliebtesten WebSite für alle Schlecker- und Lästermäuler im Internet zu entwickeln. Rechtzeitig zur Olympiade hat man sich etwas besonderes einfallen lassen: das 5-Tage-Spiel. Über Bilder muß der Spieler eine olympische Sportart erraten; jeden Tag kommt ein Bildausschnitt hinzu. Als Preis winken die begehrten Dr. Oetker Pudding-T-Shirts, den aber nur die Schnellsten gewinnen. Die olympische Disziplin des Pudding-Schleckens hat sich nach neuesten Meldungen noch nicht durchgesetzt. (ku)


http://www-test.in-chemnitz.de/~gg/poetron.html

Mit feurigen Liebesbriefen und einfallsreichen Geburtstagsgedichten haben Leute mit Internet-Anschluß in Zukunft keine Probleme mehr. Günter Gehl aus Chemnitz hat einen kreativen Software-Genius geschaffen, der tiefe Weisheiten in Gedichtform gießt und dabei auch persönliche Benutzervorgaben wie bestimmte Substantive, Adjektive und Verben berücksichtigt. Poetron4G, der Geist aus der Maschine, trifft oft den Nagel auf den Kopf:

schlampische microsoft ;-/

Die microsoft sind schlampisch
schlampisch und schoen
doch waeren sie
neu und murklig
wie wild waeren die Chefs
und auch Damen

(Poetron 1.1)


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