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Es herrscht schon eine merkwürdige Atmosphäre in der Helstorfer Straße 7, jetzt, nachdem die Kollegen gepackt haben, ausgeflogen sind und die Möbelpacker kommen.

Seit gut einer Woche gehen unregelmäßig Stoßwellen durch das alte Verlagsgebäude an der Helstorfer Straße, wie kleine Erdbeben. Sie stammen nicht, wie man zunächst vermuten könnte, von übermotivierten Speditionsmitarbeitern, die Umzugskisten ein wenig zu heftig aufschichten. Nein, schräg gegenüber beißt sich ein beeindruckender Abbruchbagger durch ein Hochhaus, das einmal ein Wohnheim der medizinischen Hochschule Hannover beherbergte. Immer, wenn sich mal wieder eine Zwischendecke löst und zehn Stockwerke herunterkracht, wackeln im alten Heise-Sitz die Wände -- siehe das folgende Video sowie die Fotogalerie des Kollegen Jörg Wirtgen.

Abriss des Schwesternheims neben dem alten Verlagsgebäude

Heute ist es also soweit, nach etlichen anderen Abteilungen zieht auch die c't-Redaktion um. Um zwölf Uhr sind die letzten Seiten der c't 16 an die Druckerei gesendet worden, bis dreizehn Uhr haben die Kollegen ihr letztes Equipment eingepackt. Seither greifen sich (erstaunlich wenige) Mitarbeiter des Umzugsunternehmens alles ein, auf dem ein Speditionsaufkleber prangt. Alles ist bis in Kleinste geplant, etwa, was eigentlich alles ins neue Gebäude mitgenommen werden soll und darf (Mülleimer: nein, Möbel: Nur nach Rücksprache) bis zu den Vorgaben, was wie verpackt werden soll (Bücher und Akten nur in den rollbaren Schränken, Kleinteile in den Umzugskisten, empfindliche Elektrogeräte in EDV-Wannen, Kabel in Spezialtüten).

Alles bereit zum Abholen.


Einige Kollegen bummeln jetzt Überstunden ab, andere überwachen den Aufbau ihres Equipments in KWA 10. Wer wie ich in der Helstorfer Straße geblieben ist, findet dort eine merkwürdige Atmosphäre vor. In einigen, wenigen Büros wird gearbeitet wie bisher, dort, wo die Möbelpacker derzeit unterwegs sind, herrscht geschäftiges Treiben. Auf vielen Fluren aber wartet eine fast gespenstische Stille.

Viel Zeit, dem alten Bau nachzusinnieren, bleibt aber nicht. Morgen heißt es: früh in KWA 10 aufschlagen, auspacken, loslegen. Um elf Uhr ist die erste Konferenz, Heft 17 will geplant werden. Und erste Berichte von Kollegen, die sich bereits ihn der KWA 10 eingerichtet haben, lassen nur ein Hoch auf unsere Admins zu: Netz geht, Internet funktioniert, Telefone sind nach einstöpseln sofort betriebsbereit. Gute Arbeit. Hoffen wir, dass es denn auch so problemlos funktioniert, wenn der Rest der Redaktion am Donnerstag erstmals in der KWA 10 aufschlägt.

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