Trendstudie Open Source

Wissen | Reportage

Seite 3: Open Source erfüllt die Ansprüche der Anwender

49 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden mit ihrer Open-Source-Software, 48 Prozent zufrieden. Weniger zufrieden sind lediglich zwei Prozent, unzufrieden nur ein einziger Teilnehmer: Open Source erfüllt in hohem Maße die Ansprüche der Anwender. Dieses Bild zeigt sich bei Unternehmen aller Größen.

Vergrößern Fast alle Anwender sind mit Open Source zufrieden.
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Den Reifegrad von Open-Source-Anwendungen bewerten fast 90 Prozent der Befagten mit sehr gut oder gut, zehn Prozent mit befriedigend und nur jeweils ein Prozent als ausreichend oder mangelhaft. Auch andere Studien haben ein hohes Maß an Zufriedenheit mit Open Source gefunden: Laut Forrester 2008 beispielsweise erfüllt Open Source bei 92% der Unternehmen den Qualitätsanspruch.

Vergrößern Die Zufriedenheit mit lizenzpflichtiger Software ist geringer.

Bei lizenzpflichtiger Software ist die Zufriedenheit deutlich geringer: Lediglich 15 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden, 29 Prozent zufrieden. Der deutliche Unterschied in der Zufriedenheit zwischen Open-Source- und proprietärer Software belegt einen immer wieder behaupteten Vorteil von Open Source: die Unabhängigkeit der Anwender von Herstellern und Produkten. Offenbar lässt sich OSS ohne große Umstände ausprobieren ausprobieren und – wenn sie die Ansprüche nicht erfüllt – recht einfach durch ein anderes Produkt ersetzen. Der Einsatz lizenzpflichtiger Software hingegen ist häufiger mit längerfristigen Lizenzverträgen oder einer Anpassung der IT-Infrastruktur an ein bestimmtes Produkt verbunden, was einen Ausstieg aus dem Produkt bei Unzufriedenheit schwieriger macht.

Vergrößern Je wichtiger OSS, desto höher die Zufriedenheit.

Die Zufriedenheit mit OSS steigt, je wichtiger die Rolle von Open Source in der Unternehmens-IT ist: Anwender sind um so zufriedener, je höher ihre Ansprüche an die Open-Source-Software sind – oder sie setzen OSS umso eher in wichtigen Bereichen ein, je zufriedener sie damit sind. Was hier Ursache und was Wirkung, lässt sich nicht entscheiden.

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