Ubuntu 7.10: Erster Test des "mutigen Gibbon"

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Ubuntu erscheint in drei Varianten, die alle jeweils auf eine CD passen: Desktop, Server und "Alternate Install". Die Distribution unterstützt die x86- und x64-Architektur, der Server zusätzlich die SPARC-Plattform. Die Desktop-Version bootet ein Live-System, aus dem heraus ein grafischer Installationsassistent ein Ubuntu-Desktopsystem auf der Platte einrichtet. Die Server-CD installiert ein schlankes System speziell für den Servereinsatz, auf Wunsch auch ganz ohne grafische Oberfläche.

Die Installation erfolgt aus dem Live-System heraus (anklicken zum Vergrößern)

"Alternate Install" verwendet den textbasierten Debian-Installer mit einigen Ubuntu-spezifischen Erweiterungen und erfüllt spezielle Installationswünsche. Diese Version empfiehlt sich auch für Systeme mit 256 MByte oder weniger Hauptspeicher. Hier stehen erweiterte Installationsoptionen wie das Einrichten von Software-RAID eines eines Logical Volume Managers (LVM) zur Verfügung. Auch "Alternate Install" richtet den Ubuntu-Standarddesktop ein. Die Ubuntu-DVD vereint alle drei Installationsvarianten. Die CD-Images lassen sich bereits herunterladen, die offizielle Download-Seite ist noch nicht aktualisiert.

Ubuntu installiert standardmäßig den Gnome-Desktop, andere Arbsitsumgebungen wie KDE lassen sich aber problemlos nachinstallieren. Wer sicher ist, dass er nur KDE verwenden möchte, kann gleich zu Kubuntu greifen – das verwendet standardmäßig den KDE-Desktop.

Wir haben uns für diesen Test die letzte Vorabversion der Standard-DVD in der x86-Variante angesehen.

Sowohl die Standardinstallation über den Assistenten aus dem Live-System heraus als auch die textbasierte Installation funktionierte anstandslos. Bereits am Bootschirm kann man Sprache und Bildschirmauflösung einstellen. Der sehr komfortable grafische Installationsassistent erledigt fast alles selbstständig, lässt dem Anwender aber nur geringe Einflussmöglichkeiten. So kann er zwar auf Wunsch die Platte selbst partitionieren (Ubuntu macht das aber auch automatisch, wenn man dem Installer eine ganze Festplatte oder freien Plattenplatz überlässt); aber für LVM oder Software-RAID muss man den Textinstaller bemühen. Auch der sollte freilich niemanden, der schon einmal ein Linux installiert hat, vor unüberwindliche Hürden stellen. Beide Installationsprogramme können eine bestehende Windows-Partition verkleinern.

Logical Volumes lassen sich nur mit dem Textmodus-Installer einrichten (anklicken zum Vergrößern).

Einziges Manko: Auf die eingespielte Software kann man bei keinem dieser Installationswege Einfluss nehmen. Wer einzelne Anwendungen des Standard-Desktops nicht verwenden möchte, muss sie nach der Installation entfernen.

Lediglich die Serverinstallation sieht eine Softwareauswahl vor. Zumindest in der DVD-Variante scheint den Entwicklern dabei allerdings ein Fehler durchgerutscht zu sein: Nicht alle Server-Metapakete lassen sich aus der tasksel-Auswahl einrichten – bei einigen Metapaketen (beispielsweise DNS und Samba) meldete tasksel einen Fehler.

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