Versuchskaninchen

Acer Aspire One D250 mit Windows XP und Android

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Die ersten Gehversuche von Googles Smartphone-Betriebssystem Android auf einem Netbook: ein gescheiterter Versuch, der Lust auf mehr macht.

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Die ersten Gehversuche von Googles Smartphone-Betriebssystem Android auf einem Netbook: ein gescheiterter Versuch, der Lust auf mehr macht.

Aldiko ist eine feine Android-App zum Bücherlesen auf Smartphones. Zum Blättern wischt man über den Bildschirm, bedient sich also der Geste, die man von gedruckten Büchern gewohnt ist. Auf dem Netbook Acer Aspire One D250 hingegen ist das mangels Touchscreen nicht so einfach. Hier hält man mit dem Zeigefinger die schwergängige linke Mausersatztaste gedrückt, schiebt währenddessen den Mittelfinger über das winzige Touchpad und lässt anschließend beide Finger gleichzeitig wieder los.

Das Beispiel zeigt: Eine für Touchscreens optimierte Bedienoberfläche, die auf einem Standard-Netbook läuft, zwingt den Anwender zu geistigen und körperlichen Verrenkungen. Das gilt nicht nur für Apps, sondern auch für den Umgang mit Android selbst: Anwendungen starten nach Einfach- statt Doppelklick. Scrollbalken werden zwar angezeigt, dienen aber lediglich zur visuellen Orientierung, anklicken kann man sie nicht.

Nach einer Phase des „Trial and Error“ kamen wir mit der Tastatur besser zurecht als mit dem Touchpad: mit den Pfeiltasten von Symbol zu Symbol hüpfen, mit Enter eine App starten, mit Esc einen Schritt zurückgehen und mit der Windows-Taste von jedem Punkt zum Startbildschirm wechseln. Wichtig ist auch die Kontextmenütaste (zwischen Alt Gr und Strg), sie zaubert Bedienfelder wie „Suchen“ oder „Einstellungen“ auf den Bildschirm. Die drei nebeneinanderliegenden Startscreens lassen sich mit Verknüpfungen, Lesezeichen und Widgets bestücken. Diese liegen jedoch in einem so großen Raster, dass man von echter Gestaltungsfreiheit nicht sprechen kann.

Als Browser dient eine Firefox-Variante namens „Minefield“, die so komfortabel wie der ausgewachsene Feuerfuchs gesteuert wird und auch Flash beherrscht – im Unterschied zum ebenfalls installierten Android-Browser. Bei Letzterem gerät die Tastatursteuerung zur Qual, denn mit den Pfeiltasten holpert man von Link zu Link, statt flüssig zu scrollen. Das Touchpad ist auch keine große Hilfe: Beim Scrollen mit gedrückter linker Maustaste muss man stets neu ansetzen, wenn man an der Bildschirmkante angekommen ist.

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Versuchskaninchen
  2. Einschränkungen
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