Web-Tipps: Faires Wirtschaften und Übungen gegen Phishing

Web-Tipps: Faires Wirtschaften und Übungen gegen Phishing

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Eine Website bietet einen Test, mit dem Sie ihr Wissen rund ums Thema Phishing testen können. Außerdem stellen wir eine Internetseite vor, die nachhaltige Unternehmen listet.

wfh.education/de/home

Sicherheitsschulungen müssen nicht dröge sein. Unter dem Titel WorkFromHome bietet das schweizerische Unternehmen Lucy Security Informationen und unterhaltsame Übungen zum Thema Phishing. Sie helfen, das Problembewusstsein zu schärfen und ein gesundes Misstrauen gegenüber Webseiten und Mails zu entwickeln.

Zwei rundenbasierte Spiele präsentieren je fünf fiktive E-Mails oder Webseiten, deren Gefährlichkeit der Anwender einschätzen muss. Darin lenken gelbe Markierungen den Blick auf die kritischen Stellen wie Absenderadressen, Klickziele und Eingabeaufforderungen. Pro Beispiel hat der Anwender eine Minute Zeit für die Einschätzung als normal oder gefährlich. Jede falsche Antwort kostet eins der drei Leben im Spiel. Ab und an kommentiert das Lernspiel die Eingaben des Anwenders oder liefert zusätzliche Informationen. Ein weiteres Phishing-Spiel ähnelt stark der Quizshow „Wer wird Millionär“ – samt Telefon- und 50/50-Joker und Original-Hintergrund­musik. In einem Multiple-Choice-Test kann man das spielerisch erworbene Wissen überprüfen.

Ein weiterer E-Learning-Kurs widmet sich dem Thema BYOD und erklärt die verantwortungsbewusste dienstliche Nutzung privater Mobilgeräte. Videos, Checklisten und Schulungsmaterialien zum Ausdrucken runden das kostenlose Angebot ab, das sich an Anwender mit geringen bis mittleren Vorkenntnissen richtet. (dwi)


bcorporation.net

Über seine Konsumentscheidungen nimmt jeder Einzelne Einfluss darauf, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen die Produktion von Gütern hat. Herauszufinden, welche Waren nachhaltig und fair produziert wurden, ist allerdings oft kompliziert. Die Stiftung B-Corporations wurde 2006 in den USA gegründet. Ihr gehören inzwischen über 3000 Unternehmen aus 71 Ländern an. Um sich „B Corporation“ nennen zu dürfen, müssen sie erfolgreich einen standardisierten Zertifizierungsprozess durchlaufen. Dieser Prozess prüft etwa Lieferketten, Materialien und Sozialleistungen des Unternehmens und auch, welche Auswirkungen es auf Mitarbeiter, Standort, Umwelt und für die Kunden hat.

Unter dem Motto „Every day is election day“ finden Konsumenten, Anleger, aber auch Menschen auf der Suche nach einem Job auf der englischsprachigen Website der Stiftung Infos rund um zertifizierte Unternehmen und deren Ziele. Dokumente zu kontroversen Themen wie Fertigung in Gefängnissen, Tierhaltung in Zoos oder Cannabis-haltige Produkte vermitteln einen Eindruck vom Diskussionsstand innerhalb der Initiative. (dwi)


www.window-swap.com

Als „Quarantäne-Projekt“ bezeichnen die Initiatoren Sonali Ranjit und Vaishnav Balasubramaniam ihre Website Window­Swap. „Machen wir uns nichts vor. Wir werden alle noch eine Weile daheim festsitzen“, schreiben sie zur Motivation, das Projekt zu starten. Als Mittel gegen Fernweh empfehlen sie den Blick aus fremden Fenstern.

Die Startseite hat nur einen einzigen Knopf: Wer auf „Open a new Window somewhere in the World“ klickt, bekommt ein zufällig ausgewähltes Video gezeigt. Mal fällt der Blick auf das verregnete New York, mal sieht man einen Balkon in Frankreich mit fabelhaftem Meerblick. Vor Fenstern in Bangalore oder Chennai in Indien wachsen üppige Pflanzen. Ab und an hört man ein Kind plaudern oder es läuft ein Hund durchs Bild. Insgesamt wird mit jedem weiteren Video deutlicher: Bei den anderen ist im Augenblick auch nicht viel los – eine seltsam beruhigende Erkenntnis.

Noch ist die Auswahl an Fenster-Ausblicken begrenzt. Damit sich das ändert, bitten die Betreiber der Seite um Videos in HD-Qualität; sie sollten im Querformat aufgenommen und 10 Minuten lang sein. (dwi)


Dieser Artikel stammt aus c't 14/2020.