Web-Tipps: Neuronale Netzwerke, Twitter und der erste Browser

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Diesmal spannende Infos über neuronale Netze, die Bilder generieren können, Aufräumen auf Twitter, den ersten Browser und die digitale Zukunft Ihres Jobs.

thispersondoesnotexist.com
whichfaceisreal.com
thiscatdoesnotexist.com
Generative Adversarial Networks (GANs) sind neuronale Netze, die Bilder generieren können. Eindrucksvolle Beispiele lassen sich auf der Website This Person Does Not Exist betrachten. Bei jedem Aufruf generiert dort ein GAN das fotorealistische Bild einer Person, die es nicht gibt. Manchmal hängt die Site etwas, dann hilft ein Reload. Die meisten Bilder sind so lebensecht, dass man sie nicht von echten Menschen unterscheiden kann. Wie gut GANs die Natur nachbilden, lässt sich bei Which Face is real? ausprobieren. Dort wird das Bild einer realen neben das einer GAN-generierten Person gestellt. Die Aufgabe des Besuchers ist es, zu erraten, welche Person aus Fleisch und Blut ist.

Dass man mit GANs auch Stoff für Alpträume erzeugen kann, führt einem thiscatdoesnotexist.com vor Augen. Während bei den Bildern von Personen meist alle Proportionen stimmen und sich alle Gesichtsteile dort befinden, wo sie hingehören, sehen die Katzen manchmal verstörend aus: Die Bilder zeigen verzerrte Proportionen, Tiere, die auf merkwürdige Weise mit ihrer Umgebung verschmelzen oder auch schon mal eine abgetrennte Pfote. (jo)


konmari.com
tokimeki-unfollow.glitch.me
Marie Kondo hat Aufräumen populär gemacht. Nach der Methode des Netflix-Serienstars entschlacken Tausende ihren Hausstand, indem sie Stück für Stück in die Hand nehmen und sich die Frage beantworten: „Macht er mich glücklich?“ Nur die Gegenstände, bei denen die Antwort „ja“ lautet, dürfen bleiben.

Tokimeki Unfollow überträgt die Methode auf Twitter. Meldet sich ein Nutzer in der App mit seinen Twitter-Zugangsdaten an, dann präsentiert sie ihm Schritt für Schritt die jüngsten Tweets aller Konten, denen er folgt, und stellt die alles entscheidende Frage: „Do the tweets still spark joy or feel important to you?“ Entfacht ein Profil keine Freude, kann er es mit einem Klick entfolgen. (jo)


worldwideweb.cern.ch
info.cern.ch
Im kommenden Jahr wird das WorldWideWeb 30. Erfunden wurde es im Kernforschungszentrum CERN. Im Vorfeld dieses Jubiläums haben Entwickler und Designer des CERN eine Nachbildung des ersten Browsers ins Netz gestellt, die sich mit einem aktuellen Browser benutzen lässt. Damit können heutige Anwender nachvollziehen, wie sich surfen in den Urzeiten angefühlt hat.

Eine Adressleiste etwa gab es damals nicht. Wer im WorldWideWeb browser eine Website aufrufen wollte, musste im Menü „Open\Open from full document reference“ auswählen, im folgenden Dialog die URL eintippen und „Open“ klicken. Beim CERN finden sich auch die erste Webseite sowie weitergehende Informationen zur Historie des WWW. (jo)


oecd-futureofjobs.org
job-futuromat.iab.de
Die Digitalisierung kommt: Das gilt ganz allgemein und in vielen Branchen kündigen sich Veränderungen durch Digitalisierungsprozesse bereits an. Doch was bedeutet dieser große Umbruch ganz konkret für Ihren Job? Diese Frage versucht die OECD auf ihrer englischsprachigen Website The Future of Jobs zu beantworten.
Der Besucher füllt dort einen Fragebogen zur aktuell ausgeübten Tätigkeit aus. Eine Frage lautet zum Beispiel „How often does your job involve using your imagination or coming up with new and meaningful ideas, approaches or products?“, worauf er auf einer fünfteiligen Skala einen Wert von „Every Day“ bis „Never“ ankreuzen muss. Am Ende berechnet die Site aus den Antworten die Wahrscheinlichkeit, mit der sein Job der Automatisierung zum Opfer fällt.
Eine deutsche Alternative zu The Future of Jobs betreibt das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Beim Job-Futuromat muss man nur seine Berufsbezeichnung eingeben und erhält eine Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Jobs (siehe c’t 16/2018, S. 182). (jo)

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