Web-Tipps: Wetterbericht, Uni-Wettbewerb, Knotenkunde

Web-Tipps: Wetterbericht, Uni-Wettbewerb, Knotenkunde

Trends & News | Web-Tipps

Neuigkeiten zu einer Internetseite, die gute Wetterdaten liefert, ein Wettbewerb über Buchtitel, an der alle Hochschulen teilnehmen konnten und Webseiten mit Anleitungen für Seemannsknoten.

www.meteoblue.com

Das Schweizer Unternehmen meteoblue berechnet Wetterdaten und beliefert damit Geschäftskunden aus Branchen wie Wind- und Solarenergie, Landwirtschaft, Versicherungen oder Medien. Wer die Seite privat besucht, findet hier kostenlos jede Menge außerordentlich hübsch, bunt und anschaulich aufbereiteter Informationen zum Wetter weltweit – für bis zu 14 Tage im Voraus, aber auch bis 1984 zurückreichend.

Seit August 2018 ist das KI-gestützte „meteoblue Learning Multi-Model“ (MLM) im Einsatz. Es liest aktuelle Wettermessdaten und bestimmt anhand von deren Beschaffenheit dasjenige Simulationsmodell, das sich aufgrund der Umstände am besten zum Berechnen einer Prognose eignet.

Auf der Webseite finden sich nicht nur jede Menge technischer Details zu diesem und vielen weiteren Wettermodellen, sondern auch Angaben zu Luftqualität und Pollenflug, Ozonwerten und Meeresströmungen. meteoblue bietet zusätzlich Apps für Android und iOS, die Webseite lässt sich aber auch auf Mobilgeräten sehr gut nutzen. (dwi)


www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch

Der Studienanfänger diskutiert mit der Doktorandin, der Bibliothekar mit der Labortechnikerin und der IT-Techniker mit dem Dekan – das ist die Idee von Eine Uni – ein Buch. Zu dem Wettbewerb hatten Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag alle Hochschulen in Deutschland eingeladen. Unis konnten sich mit einem Buchtitel und Plänen für Aktionen zum campusweiten gemeinsamen Lesen und Debattieren bewerben.

In kurzen Bewerbungsvideos stellten die teilnehmenden Hochschulen dar, warum sie sich für ihren jeweils genannten Buchtitel entschieden hatten und welche Fragen sie dazu diskutieren wollten. Gerade hat die Jury die diesjährigen Gewinner gekürt; sie erhalten jeweils 10.000 Euro für ihr Leseprojekt. Unter anderem gewann die Hamburg School of Business Administration mit „Germany 2064“ von Martin Walker, die Hochschule Ruhr West mit „QualityLand“ von Marc-Uwe Kling und die Uni Stuttgart mit „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt.

Auf der Projektseite können Besucher sich die ideenreichen Videos der ausgewählten Hochschulen ansehen. So sieht man Angehörige der FU Berlin mit einer Pappfigur des Freiherrn Knigge. Sein Buch „Vom Umgang mit Menschen“ soll hier zum Nachdenken über das Miteinander auf dem Campus anregen. Geplant sind Vorträge, Lesungen und Mitmachaktionen, außerdem Social-Media-Aktivitäten wie #kniggegehtum auf Twitter. Auch in den Dokumentationen der abgeschlossenen Projekte aus den Jahren 2017 und 2018 kann man auf der Webseite stöbern und stößt so nebenbei auf spannende Anregungen für die eigene Lektüre. (dwi)


www.knotentraining.de
www.segel-berichte.de/knoten
klabauterkiste.de/seemannsknoten

Wenn es Segler nach der Winterpause wieder aufs Wasser zieht, stellt sich die Frage: Sitzen die seemännischen Knoten noch? Falls nicht, lohnt ein Besuch beim Knotentraining der Aquafun Bootsschulen aus Bad Vilbel. Die Aufmachung der Seite ist insgesamt zwar ein wenig antiquiert, aber die Anleitungen für die wichtigsten Knoten für Segler sind sehr gelungen. Zu jedem Knoten gibt es eine Folge gut gemachter Fotos, die ganz ohne Worte die Entstehung Schritt für Schritt zeigen und auch als PDF heruntergeladen werden können.

Begleitende Erklärungen zu den Knoten gibt es in der Knoten-Rubrik der Segel-Berichte. Auch wie man mit einem Tampen ein Auge legt und ähnlicher Fachjargon lässt sich hier nachlesen. In der Abteilung Knoten der Klabauterkiste werden die Schritt-für-Schritt-Anleitungen ebenfalls durch Text ergänzt. Die Fotos sind wegen ihres unnötig unruhigen Hintergrunds hier nicht ganz so überzeugend. Andererseits gibt es allerlei Erhellendes zu den Knoten zu lesen, beim Palstek etwa eine kurze Diskussion der Frage, ob das lose Ende innen oder außen liegen sollte beziehungsweise welche Vor- und Nachteile beide Varianten haben.

Übrigens: Wer meint, dass es über Knoten doch unmöglich so viel zu sagen gibt, kann sich mit dem englischsprachigen „The Ashley Book of Knots“ eines Besseren belehren lassen. Interessenten können das Knotenbuch im Internet-Archive durchblättern oder kostenlos aus der Klaubauterkiste als 638 Seiten starkes PDF oder E-Book herunterladen. (dwi)

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