Webamme

HTML-Seiten schnell grafisch zusammenbauen

Test & Kaufberatung | Kurztest

Hoffnungsvollen Gelegenheits-Web-Autoren, die mit HTML auf Kriegsfuß stehen, aber anspruchsvolle Echtbildwerkzeuge à la GoLive oder Frontpage nicht erschwingen können, bietet sich ‘Web-Fix Go!’ als flotter Entwicklungshelfer für einfache Seiten an.

HTML-Seiten finden in immer neuen Zusammenhängen Verwendung: als Begrüßungsbildschirme bei Multimedia-CD-ROMs, für die interne Unternehmenskommunikation via Intranet, als formatierte Archivdokumente im wissenschaftlichen Kontext und natürlich als grundlegende Bausteine des World Wide Web. Nicht immer ist es erforderlich oder auch nur wünschenswert, dafür trickreiche Techniken zu nutzen - oft tun es Text- und Bildseiten klassischer Machart. Was gerade Gelegenheitsautoren oft fehlt, ist ein leicht zu handhabendes Werkzeug, welches das Hantieren mit Quellcode erspart und doch eine ansprechende Gestaltung mit verschiedenen Schriftgrößen und Farben sowie der Platzierung von Bildern und Multimedia-Elementen erlaubt. ‘Web-Fix Go!’ liefert hier zu sehr niedrigem Preis eine Lösung, die zumindest für Hobby-Autoren mit geringem technischem Ehrgeiz genug zu bieten hat. Der deutsche Homepage-Baukasten zeigt ein ansprechendes grafisches Interface; der Anwender navigiert innerhalb eines Arbeitsmodells aus vier Räumen. Jeder Raum entspricht einer Produktionsphase für Webseiten. Im Montageraum finden sich Text-, Bild- und Layoutwerkzeuge. Hier wählt man auch die Hintergrundfarbe oder ein Hintergrundbild für die Seite aus. Seitenelemente lassen sich pixelgenau mit der Maus positionieren. Sie gelangen per Drag & Drop an die gewünschte Stelle auf der Webseite, wo man sie weiter bearbeiten kann. Zu den Bedienelementen gehört auch ein QuickTime-Werkzeug, das die Integration von Videos ins WebDokument erlaubt (‘Go!’ setzt QuickTime ab 4.0 voraus).

Mit Hilfe der Vorlagenmappe lassen sich Standard-Layouts zusammenstellen oder auch übernehmen und auf neue Seiten übertragen. Das Programm zeigt nach dem WYSIWYG-Prinzip stets eine Echtbilddarstellung der aktuellen Seite. Das Ergebnis darf man auf Knopfdruck direkt im Browser überprüfen. Im Strukturraum verknüpft der Autor dann einzelne Dokumente beziehungsweise Objekte mit anderen zu einem Projekt und weist URLs sowie E-Mail-Links zu. Das fertige Projekt wird vom Upload-Raum aus auf den Server geschickt, der die betreffende Website beherbergen soll.

Wer nicht auf erweiterte Formatierungsoptionen wie Tabellen und Listen oder auf Web-Techniken wie JavaScript angewiesen ist, kommt mit Go! schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen. Für anspruchsvolleres Web-Editing muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen - oder die Ärmel hochkrempeln und Sourcecode anfassen.

Die Testversion verwaltet nur ein Projekt mit maximal fünf Seiten und erlaubt höchstens 20 Uploads. Um Anwender zum Registrieren zu ermuntern, haben sich die Web-Fix-Entwickler etwas durchaus Nachahmenswertes ausgedacht: Die ‘Member Area’, die registrierten Programmnutzern offen steht, bietet kostenlose Clip-art-Dateien, freie Plugins zur Funktionserweiterung (derzeit ist ein Undo-Plugin für den Montagebereich erhältlich) sowie einen Chatraum zum Erfahrungsaustausch für Seitenbastler. (psz)


Web-Fix Go! 2.0, Shareware für MacOS (ab G3) und Windows 95, 98 sowie NT, 15 Euro, Download unter www.web-fix.de

Kommentare

Anzeige