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Trends & News | Web-Tipps

Zwei Portale helfen beim Erzeugen von Comicstrips, die Wissensmaschine Wolfram Alpha berechnet Klingeltöne und Google vereinfacht das Entwickeln von Web-Apps. Andere unterstützen beim Versenden sehr großer E-Mail-Anhänge und beim Finden unabhängiger Verbraucher-Infos.

www.nulli-priesemut.com/comic/comickiste.html
http://stripgenerator.com

In Nulli & Priesemuts Comickiste können auch die Kleinen schon einfache Comicstrips zusammenklicken. Wer mit der Maus umzugehen weiß, bedient sich der Figuren von Nulli, Priesemut und ihren Freunden. Figuren, Gegenstände und Texte lassen sich in der Größe ändern und beliebig in dem dreiteiligen Strip arrangieren. Gefällt das Ergebnis, kann der Autor es für die Allgemeinheit veröffentlichen.

Eher an Erwachsene richtet sich dagegen das ebenfalls kostenlose Stripgenerator.com. Benutzer haben hier die Auswahl aus einer deutlich größeren Anzahl an Figuren und Gegenständen. Zudem können sie eigene Charaktere anlegen. Hat ein Benutzer einen Strip fertiggestellt, gibt Stripgenerator ihn für die Allgemeinheit frei; private Strips gibt es bei dem Dienst nicht. Der Benutzer kann seine Strips mit einem Klick bei diversen Web-2.0-Diensten bekannt machen oder ihn mit ein paar Zeilen HTML in seine Homepage einbetten. (jo)

www.file-upload.net
www.wetransfer.com

Auch im Jahre 2010 gibt es noch Größenbeschränkungen für E-Mail-Dateianhänge. Eine ganze Armada von Diensten nimmt sich dieses Problems an. Geht es um die Überstellung von maximal 100 MByte großen Dateien, eignet sich zum Beispiel das bereits in c’t 8/07 auf Seite 120 vorgestellte File-Upload.net. Dort wählt der Benutzer einfach die betreffende Datei aus, gibt die E-Mail-Adresse des Empfängers an, dem er auch noch eine kurze Nachricht hinterlassen kann, und klickt auf „Datei hochladen“. Mit dem Multi-Upload-Tool lassen sich auch mehrere Dateien in einem Schwung hochladen. Klappt der Upload, präsentiert der Dienst die Adresse, unter der die Dateien für ein ganzes Jahr bereitstehen, und sendet sie dem Empfänger. In der E-Mail befindet sich auch ein Link, über den sich die Dateien löschen lassen.

Bei WeTransfer kann der Benutzer ähnlich einfach sogar bis zu 2 GByte hinterlegen. Die Datei(en) verbleiben dort aber nur für zwei Wochen auf dem Server. Auch WeTransfer informiert den Empfänger per E-Mail. Zusätzlich kann es den Absender informieren, sobald der Empfänger die Datei heruntergeladen hat. Interessant ist auch das Finanzierungskonzept des Dienstes. Das Applet mit der Upload-Funktion belegt nur einen Bruchteil des Browser-Fensters. Dahinter liegen wechselnde, Browser-füllende, in der Regel ansehnliche Werbemotive.

Egal ob File-Upload.net oder WeTransfer: Man sollte sich genau überlegen, welche Dateien man Anbietern anvertraut, deren Datensicherheit man als Endanwender nicht überprüfen kann. Im Zweifelsfall ist es ratsam, die Dateien vor dem Upload zu verschlüsseln und dem Empfänger den Schlüssel auf anderem Wege zukommen zu lassen. (jo)

www.wolframalpha.com
http://tones.wolfram.com

Die Wissensmaschine Wolfram Alpha kann nicht nur die Ableitungen komplizierter Gleichungen berechnen, sondern beim Ableger Wolfram Tones auch individuelle Klingeltöne. Dazu verwendet Wolfram Tones zelluläre Automaten, auf die einige der Algorithmen von Mathematica losgelassen werden, die auch in Wolfram Alpha werkeln. Wer sich für die Details interessiert, der findet auf der Homepage eine ausführliche Beschreibung.

Die Ergebnisse sind von sehr unterschiedlicher musikalischer Qualität. Falls der Besucher ein Stück nicht mag, kann er sich per Mausklick schnell ein neues generieren lassen – bis ihm das Ergebnis gefällt. Dabei stehen ihm etliche Schalter zur Wahl, um den Klingelton zu beeinflussen. So kann er aus einer von 15 Musikrichtungen wählen und bis zu sechs Instrumente sowie das Tempo vorgeben. Selbst der Musik-Algorithmus lässt sich bestimmen, auch wenn er letztlich eine Black Box bleibt und zufällige Ergebnisse liefert. Hat der Besucher eine Sequenz generieren lassen, die seinem Geschmack entspricht, kann er sie sich als Midi-Datei herunterladen. (jo)

www.clewwa.de

So gut Google, Bing und Co. das gesamte Web durchforsten mögen: Es ist nicht einfach, mit einer der Allzwecksuchmaschinen unabhängige Informationen zu Lebensmitteln, Textilien, oder etwa Tiergesundheit zu erhalten – kommerzielle Anbieter haben einfach ein zu hohes Gewicht und erscheinen mit ihren Angeboten meist in den Toptreffern.

Clewwa, die Suchmaschine des Verbraucherschutz-Ministeriums dagegen, durchsucht nur die Seiten ausgewählter Behörden, Umwelt- und Verbraucherverbände, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Medien. Der Besucher kann bei der Suche auswählen, welche Seiten welcher Organisationen Clewwa durchforsten soll. So findet der Besucher zwar bei weitem nicht so viele Treffer. Durch die Einschränkung auf einschlägige Sites hat er aber eine bessere Chance als bei Google und Co., nützliche und neutrale Informationen zu erhalten. (jo)

http://code.google.com/apis/ajax/playground
http://getfirebug.com/firebuglite

Wie baut man eine Karte mit Google Maps in seine Homepage ein, wie greift man per API auf Google-Calendar-Daten zu? Man kann natürlich in der Dokumentation nachsehen, seine Seiten zusammentippen, das Ergebnis hochladen und überprüfen, ob man alles richtig gemacht hat – aber ein wenig umständlich ist das schon.

Google will daher mit seinem Code Playground Entwicklern das Leben einfacher machen. Die Site ist eine Art Tutorial plus Testumgebung für mehr als 20 APIs des Unternehmens. Für jede der APIs listet sie eine Reihe von Code-Beispielen auf, deren Ausgabe sie in einem weiteren Fenster anzeigt. Der Benutzer kann die Beispiele abwandeln und sich das Ergebnis sofort präsentieren lassen. Für Debugging-Zwecke lässt sich dabei das Online-Werkzeug Firebug Lite einblenden. (jo)

www.ct.de/1020184


Die Websites aus c't 19/2010

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