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Trends & News | Web-Tipps

Was gibts Neues? Nachrichten-Aggregatoren kennt man, nicht ganz so bekannt sind Dienste, die Kommentare von Mainstream-Medien zusammenfassen oder öffentliche Google+-Postings. Außerdem ein JavaScript-Crashkurs und die Web-Entwicklung anschaulich dargestellt.

www.codecademy.com
http://openbook.galileocomputing.de/javascript_ajax

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Die Codecademy führt den Neuling Schritt für Schritt durch ein Tutorial zur Programmierung mit JavaScript, das den Lerninhalt in vielen kleinen Häppchen serviert. Eine solche in der Regel nur etwa einen Absatz umfassende Einheit kann zum Beispiel von einer einzelnen Funktion handeln.

Eine Besonderheit bei Codecadamy ist die Konsole. Jede Einheit schließt mit einer praktischen Übung ab, die man eintippen muss. Ein rotes „Oops, try again.“ zeigt, wenn man dabei einen Fehler gemacht hat. Ist die Aufgabe gelöst, erscheint das Ergebnis der Operation in grün. Erst, wenn man die Aufgabe erfolgreich gelöst hat, gilt die Lektion als erfolgreich abgeschlossen. Man muss das Tutorial aber nicht sklavisch von vorne nach hinten durcharbeiten, sondern kann einzelne Lektionen überspringen, wenn man mal keinen Lust auf ein bestimmtes Thema hat.

Ein Belohnungssystem mit Punkten für abgeschlossene Kapitel sorgt dafür, dass der Eleve bei der Sache bleibt. Ein Nutzer kann sich mit seiner E-Mail-Adresse oder mit seinem Facebook-Account anmelden. So merkt sich Codecademy, welche Lektionen er bearbeitet hat. Codecadamy ersetzt sicher kein JavaScript-Handbuch – wie zum Beispiel das bei Galilio Computing frei verfügbare Buch JavaScript und AJAX von Christian Wenz. Nichtsdestotrotz bietet es einen tollen Einstieg in die Materie und macht Spaß, weil es schnell zu Erfolgserlebnissen führt. (jo)

http://22tracks.com
http://nl-nl.facebook.com/22tracks

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Eine Jukebox mit 22 Stücken aus ebenso vielen Stilrichtungen: Das ist die Idee hinter 22tracks.com. Der Besucher wählt sich seine Musikrichtung aus, klickt die Play-Taste und los gehts – ganz ohne Anmeldung. DJs aus Amsterdam und Brüssel befüllen die Site regelmäßig mit neuen Titeln, über Updates informiert die Facebook-Seite des Projekts. Herunterladen lassen sich die Stücke nicht. Wer einen Titel erwerben will, wird an einen einschlägigen Online-Shop verwiesen. (jo)

www.commentarist.de

Eine ganze Reihe von Sites aggregieren Nachrichten, darunter Google News und nachrichten.de. Es gibt auch Spezialisten wie Perlentaucher.de, das täglich die Beiträge aus dem Feuilletons großer deutschsprachiger Qualitätszeitungen auswertet und zusammenfasst. Mit dem Commentarist war bereits Ende 2010 ein Dienst gestartet, der auf die Kommentarbeiträge deutschsprachiger Medien ausgerichtet ist. Die Betreiber Eric Hauch und Mircea Preotu wurden aber von der FAZ und der Süddeutschen Zeitung verklagt, sodass sie sich gezwungen sahen, ihren Dienst vom Netz zu nehmen.

Seit Anfang September ist der Commentarist wieder online. Er sammelt zwar nicht die Kommentare aller großen deutschen Medien. Neben der FAZ und der SZ fehlen unter anderem auch Tagesspiegel.de, Zeit Online, FR-Online und Tagesschau.de in der Meinungsübersicht. Mit vielen anderen wichtigen Medien hat der Dienst aber mittlerweile Verträge geschlossen. Unter anderem listet er Kommentare bei Spiegel.de, Stern.de, Focus Online, taz.de, heute.de und der Berliner Morgenpost. So erhält man einen guten Überblick über das Meinungsspektrum der Nation. (jo)

http://de.journalplus.net

Rivva sammelt und gewichtet schon seit Jahren Nachrichten aus dem gesamten deutschen Social Web, Tweeted Times bereitet Beiträge aus Twitter auf. Mit Journal+ gibt es jetzt auch einen Aggregator für Google Plus. Der Dienst sammelt öffentliche Google+-Postings und stellt sie auf einer Seite zusammen – global oder in Länderausgaben. In jeder Edition stellt Journal+ eine automatisch generierte Auswahl von News, „Kolumnen“ sowie „Bilder und Videos“ zusammen. Der Dienst wirkt noch ein wenig unfertig, aber dennoch bekommt man dort schnell eine Zusammenfassung der Themen, die in der Plus-Sphäre hoch gehandelt werden. (jo)

http://evolutionofweb.appspot.com

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Einen gelungenen Überblick über die Entwicklung des Web und der Web-Browser gibt the evolution of the web. Von links nach rechts trägt die Site die Zeit ab 1990, als das Protokoll HTTP erfunden wurde, bis heute ab. Die großen Browser, beginnend 1994 mit Mosaic, sind als Zeitstrahl mit den Erscheinungszeitpunkten der wichtigsten Versionen erfasst.

Klickt man auf einen solchen Punkt, öffnet sich ein Screenshot der jeweiligen Version. Neben den Browsern sind auch Erscheinungstermine wichtiger Web-Standards wie CSS, HTML 4.0 oder Ajax mit einer kurzen Erklärung erfasst. Wer mehr wissen will, wird zum jeweiligen Wikipedia-Eintrag verwiesen. (jo)

www.ct.de/1121202


Die Websites aus c't 20/2011

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Interaktiver JavaScript-Crashkurs
  2. 22 Tracks
  3. Kommentar-Aggregator
  4. Aggregator Plus
  5. Web-Evolution
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