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Trends & News | Web-Tipps

Digitale Helfer organisieren Fundstellen in der Browserleiste, unterstützen beim Skribten und ordnen Veranstaltungen für Netizens. Freiheit verspricht der virtuelle Flug ins All, Vergnügen die Endlosschleife beliebter Fimsequenzen, Erkenntnissicherung das Buch des Lebens.

http://solarsystem.nasa.gov/eyes/

Abgesehen von Stippvisiten auf dem Mond und bei der ISS ist bemannte Raumfahrt immer noch Science Fiction. Wen es hinaus in die Weiten des Raums zieht, dem bietet die NASA immerhin virtuelle Flüge am PC an. Auf Eyes on the Solar System begleitet man Voyager, Juno und Konsorten auf ihrem Flug durchs Sonnensystem oder erforscht es auf eigene Faust. Dazu muss man den Unity Web Player installieren, ein Plug-in, das es für Windows und Mac OS gibt. Sein optionaler 3D-Modus lässt sich mit einer einfachen Rot-Cyan-Brille nutzen.

Je nach Mission eröffnet das Plug-in diverse Sichtwinkel oder gibt Informationen zu Himmelskörpern. Auf einem Zeitpfeil reist man in die Vergangenheit oder Zukunft und wählt über einen Regler die Reisegeschwindigkeit. Die Visualisierung benutzt Missionsdaten; das Programm soll ein besseres Verständnis komplexer Weltraummissionen vermitteln. (ad)

www.webtermine.de
www.webtermine.at
www.webtermine.ch

Das Leben des kreativen Netizens ist voller Termine: Web-Montag, Hackathon, Twittagessen und die ganzen Barcamps. Webtermine sammelt solche Veranstaltungen auf drei länderspezifischen Plattformen. Die Termine kann man als Kalender, Liste oder per Abonnement abrufen, Letzteres via RSS, E-Mail, Twitter oder im iCal-Format.

Neue Termine darf jeder einreichen. Ein Redaktionsteam aus Freiwilligen schaltet die Daten im Anschluss frei; bis zur Autorisierung verbleiben sie auf einer öffentlichen Warteliste. Die Einträge können detailliert ausfallen mit Karte des Standorts, Angaben zu Dauer und Rahmenbedingungen sowie einer automatischen Twitter-Wall mit entsprechendem Hash-Tag. Für 2012 ist ein Relaunch der Seiten geplant, für den sich Webentwickler mit freien Ressourcen zur Mitarbeit melden können. (Mario Haim) / (ad)

www.commandlinefu.com
http://playterm.org

Um die eigenen Fähigkeiten im Skripten der Unix-Shell zu verbessern, muss man nicht mehr lange Manualpages lesen oder in diversen Büchern und Tutorials stöbern. Denn im Web warten zwei Trainer auf Lernwillige: Während Commandlinefu.com einem sozialen Netzwerk für Skriptanwender gleicht, spielt Playterm.org Mitschnitte von Shell-Sitzungen ab.

Bei Commandlinefu reicht man eigene Kommandozeilen samt Beschreibung ein, die andere Nutzer bewerten können. Die Einreichungen lassen sich mit Tags markieren, über Stichworte durchsuchen und über ein API in anderen Anwendungen abrufen.

Das schlichte Playterm.org spielt per ttyrec aufgenommen Terminalsitzungen ab, die Nutzer über ein Webinterface hochladen und die sich mit Tags kategorisieren lassen. Dort abgelegte Mitschnitte sind über die Suche schnell auffindbar; man kann sie kommentieren und auch in eigene Webseiten einbinden. (rek)

www.gif.tv

Sie könnten sich manche Filmszenen endlos ansehen? Versuchen Sie es: GIF.TV spielt kurze Sequenzen in einer Endlosschleife. Außer Ausschnitten aus bekannten Filmen und Serien laufen auch Clips der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen. Außerdem dürfen natürlich die süßen Kätzchen (und andere Tiere) nicht fehlen. Per Mausklick auf den Fernseher oder die Fernbedienung zappt man weiter. Obwohl das Programmangebot sehr umfangreich ist, produziert der Random-Algorithmus beim Umschalten gelegentlich Wiederholungen. (ad)

http://eol.org

Die 2007 mit zig Millionen US-Dollar gestartete Encyclopedia of Life (EOL) verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Sie will alle rund 1,9 Millionen bekannten Arten verzeichnen. Nach vier Jahren ist sie auf über 750 000 Seiten angewachsen, die Erkenntnisse zu Tier-, Pflanzen- und Pilzarten der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ein überarbeitetes Design, das jedem erlaubt, Inhalte hochzuladen und aus den vorhandenen Sammlungen anzulegen, soll das Wachstum weiter beschleunigen.

Rund 180 Content-Partner steuern Fotos und Videos bei. Karten zeigen die Verbreitung von Arten, man kann nach den Bezeichnungen in fremden Sprachen suchen, die Texte sind ausführlich und gut strukturiert. Registrierte Benutzer können mit Gleichgesinnten Communities anlegen. Zwar ist die Seite mehrsprachig, es gibt aber keine deutsche Version. (ad)

http://gimmebar.com

Einst abgelegte Lesezeichen führen ins Nirvana, ein spannender Tweet versinkt im Mitteilungs-Strom, die kürzlich entdeckte Info-Grafik ist nicht mehr auffindbar – die Probleme sind nicht neu. Der Lösungsansatz von Gimme Bar hingegen schon: Mittels Browser-Plug-in oder Favorit blendet Gimme Bar eine Leiste ein, auf die man per Drag & Drop Inhalte zieht. Die Plattform unterscheidet dabei zwischen Bildern, Videos, Textschnipseln und ganzen Seiten.

Das Besondere daran: Gimme Bar speichert auf seinem Server nicht nur die Links, sondern die Inhalte. Die lassen sich dann in der persönlichen Bibliothek betrachten, kategorisieren und mit anderen teilen. Auch die – etwas zeitversetzte – Synchronisierung zur eigenen Dropbox ist möglich. Apples iCloud soll laut Betreiber ebenfalls als Backup-Plattform nutzbar werden. Der Dienst befindet sich noch im Beta-Stadium. Das macht sich durch Schönheitsfehler bemerkbar, die vor allem im Internet Explorer auftreten. Die Registrierung ist nur auf Anfrage möglich, wir erhielten jedoch bei mehreren Versuchen umgehend Einladungen. (Mario Haim) / (ad)

www.ct.de/1122190


Die Websites aus c't 21/2011

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