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Falsch mitgesungen? www.kissthisguy.com/ Manche Lieder begleiten einen zufälligen Hörer durch dessen halbes Leben hindurch, setzen sich als Ohrwürmer in ihm fest und animieren ihn von Zeit zu Zeit zum Nach- oder Mitsingen. Nicht selten erkl

www.kissthisguy.com/

Manche Lieder begleiten einen zufälligen Hörer durch dessen halbes Leben hindurch, setzen sich als Ohrwürmer in ihm fest und animieren ihn von Zeit zu Zeit zum Nach- oder Mitsingen. Nicht selten erklingen dann völlig falsch verstandene Textfragmente und setzen den blamierten Trällerer dem Spott seines möglicherweise besser informierten Publikums aus. Erinnerungen an solche Peinlichkeiten sammelt das Archive of Misheard Lyrics und stellt dabei die korrekten (in einigen Fällen auch nur vermeintlich korrekten) Textzeilen populärer Songs den oft jahrelang irrtümlich für korrekt gehaltenen ‘erschlossenen’ Versionen der mutigen Einsender gegenüber. Bisweilen sind die ‘Verhörungen’ nicht nur lustiger, sondern tatsächlich hübscher als die ursprünglichen Textpassagen.

Vertreten sind Hunderte von Beispielen aus den verschiedensten Bereichen der Rock-, Pop- und Jazzmusik. Die Sammlung lässt sich wahlweise nach Songtiteln oder nach Interpreten durchsuchen, und hier geben sich von Abba über Louis Armstrong bis hin zu ZZ Top die ganz Großen neben einigen eher unbekannten Künstlern ein Stelldichein. Ob es Cat Stevens ist, dem man ‘I’m being swallowed by a moon shadow’ unterstellt, oder die Beatles vermeintlich behaupten ‘She’s got a chicken to ride’ - es gelingt dem Auge des stöbernden Besuchers kaum, trocken zu bleiben. Neben Original- und Missverständnis-Versionen führt das Archiv meist auch das Alter der Irrenden sowie die oft köstlich zu lesenden Situationen auf, in denen die jeweiligen Irrtümer enthüllt wurden. Ihren Namen bezieht die Site übrigens aus der von Rocklegende Jimi Hendrix selbst provozierten Kiss-the-Sky-Hörvariante ‘’xcuse me while I kiss this guy’. (psz)


www.generationenprojekt.de/Start.php3

Neben der offiziellen Geschichtsschreibung, die sich in Lehrbüchern niederschlägt, gibt es auch die individuelle Sicht der ‘kleinen Leute’ auf historische Ereignisse. Margret Merz beispielweise war schwer krank, als die Berliner Mauer fiel - plötzlich standen Sabine und Robert am Krankenbett, Urlaubsbekanntschaften aus der DDR.

Nachzulesen ist die Geschichte von der unerwarteten Grenzöffnung auf der Homepage des Generationenprojekts. Die Beteiligten haben es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichte gewissermaßen von unten zu schreiben, jedermann die Möglichkeit zu geben, schöne oder traurige Ereignisse festzuhalten. Ob Gedicht, Erzählung, Kurzgeschichte, Tagebuchnotiz oder komplexer Hypertext - das Projekt ist offen für alle Formen. (jo)


www.pilzgalerie.de

www.pilzepilze.de

www.pilzewelt.de

www.wien.gv.at/ma59/pilze

www.dgfm-ev.de

www.toxinfo.org

Wer gern mit dem ‘Pilzblick’ den feuchten Waldboden absucht und den Lohn dieser Suche im Korb nach Haus trägt, sieht sich beim Sondieren des Funds anschließend nicht selten vor Schwierigkeiten gestellt: Die selbst gesammelten Naturkostprodukte sehen den Vorlagen auf den Fotos im Pilzbestimmungsbuch kaum ähnlich. So mancher ‘Beinahe-Perlpilz’ wandert daher sicherheitshalber in den Abfalleimer - das Risiko, die Familie per unabsichtlicher Ökokostvergiftung auszurotten, erscheint zu hoch.

Webseiten zum Thema Pilze sind nicht nur hilfreich, wenn die Literatur versagt, sondern führen auch gut ins Thema ein. Die reiche Fotoauswahl kann in manchem Zweifelsfall Klarheit schaffen - pilzgalerie.de und pilzepilze.de bieten besonders schöne Aufnahmen. Auf der zuletzt genannten Site kann man ebenso wie auf pilzewelt.de per Diskussionsforum mit Pilzkennern Kontakt aufnehmen und Informationen austauschen. Gewissermaßen offizielle Pilz-Infos liefern das Marktamt Wien und die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

Wer sich nach einem Pilzgericht seltsam fühlt und nicht auf die ‘Wache ich morgen auf, waren sie ungiftig’-Methode setzen möchte, findet bei toxinfo.org Hinweise zu Vergiftungssymptomen. Natürlich ersetzt die Orientierung per Internet hierbei keinen ärztlichen Rat. (ciw)


http://europa.eu.int/comm/internal_market/en/media/dataprot/news/guide_de.pdf

Eine PDF-Datei mit 16 Druckseiten voller Information über die Rechtslage zum Datenschutz in Europa liegt auf dem Server der Europäischen Union bereit. Der Text enthält grundsätzliche Aussagen darüber, welcher Datengebrauch im EU-Gebiet zulässig ist, wer für die Einhaltung der Richtlinien sorgen muss und was betroffene Bürger bei Unklarheiten oder Beschwerden unternehmen können. Der Leitfaden ist gut verständlich und bedient sich hilfreicher Beispiele, anstatt den Unkundigen mit Juristenjargon zu verwirren. Außerdem führt er zahlreiche Adressen von Datenschutzbehörden und offiziellen Informationsstellen auf. Ferner finden sich Web-Links zum Thema Spam-Schutz und Verweise auf den Download von Beschwerdeformularen. (hps)


www.urbia.de

www.urbiaclub.de

Unter dem nicht ganz selbstgeprägten Motto ‘We are family’ stellen die Macher von Urbia eine Community-Plattform und ein umfangreiches Online-Magazin rund um den Themenkreis Eltern und Familie bereit. Die Betreiber sprechen von über 200 000 angemeldeten Nutzern. Unter den Austauschmöglichkeiten fallen besonders die Themen-Chats mit Gästen ins Auge - dabei geht es dann etwa um Suchtprävention für Kinder oder um Fragen gesunder Ernährung. Bandbreite und Informationstiefe der zahlreichen Magazinartikel sind beispielhaft, wenn auch Werbe-Popups und um den Mauszeiger herumtanzende Rosen auf der Portalseite die Nerven des Besuchers ein wenig strapazieren.

Die insgesamt über 20 000 Urbia-Clubs ermöglichen vertieften Kontakt nach dem Stammtischprinzip. Es handelt sich um thematisch orientierte Foren, in denen sich etwa Fans bestimmter Fernsehserien oder Freunde bestimmter Sportarten tummeln. (psz)


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