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Trends & News | Web-Tipps

www.wetzlarvirtuell.de

Ein Rundgang durch eine historisch interessante Stadt wird gerade im Herbst und Winter oft zum Matsch- und Friererlebnis - nicht so, wenn er im Web stattfindet und der Spaziergänger es sich im warmen Zimmer vor dem Bildschirm gemütlich machen kann. Wetzlar ermöglicht einen solchen virtuellen Stadtbummel anhand eines VRML-3D-Modells, das der Interessierte mit Hilfe des Cortona-VRML-Plug-ins durchwandert. Dieses unterstützt das Rendering über DirectX und OpenGL. Es wird beim erstmaligen Aufruf der Seite automatisch geladen und ohne Rechnerneustart installiert, was rund zwei Minuten dauern kann. Anschließend erlaubt es bei Rechnern ab 500 MHz und guter Netzanbindung ab 56-KBit/s eine halbwegs flüssige Bewegung durch die Wetzlarer Altstadt. Den Einstiegspunkt wählt man über einen kleinen Stadtplan. Das Anklicken von Ankerpunkten in der 3D-Ansicht ruft Informationen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten ab, zum Beispiel am Dom.

Im Zeitalter des E-Commerce ist es schon fast unvermeidlich, dass man auf dem virtuellen Spaziergang auch einkaufen kann. Etliche Geschäfte sind bereits online ansprechbar, weitere sollen folgen.

So schön die Sache auch realisiert ist, die Technik zeigt sich gelegentlich hakelig, und ohne Wartezeiten geht es nicht ab. Außerdem ist irgendwie schade, dass trotz aller Online-Shopping-Möglichkeiten noch niemand einen Weg gefunden zu haben scheint, den obligatorischen Stadtbummelpausencappuccino aus dem CD-Slot heraus zu servieren. (Inga Rapp/psz)


www.toool.de

‘Alles auf einen Klick’ ist das Motto von toool.de, ein Leitspruch, den die S(e)ite hervorragend beherzigt. Die universelle Startseite enthält zirka 1000 Links zu allen Themen, sorgfältig und übersichtlich kategorisiert und aufgelistet. Trotz dieser Linkfülle ist toool.de nur 100 KByte groß. Dies erreicht die Seite zum einen durch den fast vollständigen Verzicht auf Grafiken. Zum anderen beschreibt toool.de jeden Link nur durch ein einzelnes Wort, teilweise verbergen sich sogar mehrere Verweise hinter einem Begriff der Liste: So verweist ‘Tutorialsuche’ aus der Rubrik ‘Webmaster’ im ersten Teilwort auf www.tutorials.de, im zweiten auf www.tutorialsuche.de.

Der Betreiber von toool.de, der Informatikstudent Paul Odörfer, hat, falls möglich, beschreibende, allgemeinverständliche Begriffe für die Verweise gewählt, die auch Anfänger verstehen. Allerdings stand ihm häufig kein beschreibender Begriff zur Verfügung, so dass er auf den Namen des verlinkten Dienstes zurückgegriffen hat. Damit können aber Web-Neulinge mitunter nichts anfangen. In einem solchen Fall sollten WWW-Anfänger toool.de nichtsdestotrotz einfach vertrauen, die Seite als Einstiegshilfe nutzen und sämtliche Einträge der betreffenden Unterkategorie besuchen - wirklich ‘schlechte’ Links finden sich so gut wie nirgendwo. (jo)


www.sharper.de

www.wallstreet-online.de

www.ftd.de

Mit sharper.de haben der Nachrichtendienst Reuters und das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt eine gemeinsame Börsensite für private Anleger ins Leben gerufen - ein mutiger Schritt angesichts der großen Zahl von Wirtschafts-, Finanz- und Aktiensites im Web. Um sich gegen etablierte Dienste wie wallstreet online oder die Website der Financial Times Deutschland behaupten zu können, will man sich durch schnelle Analysen hervortun: Während eines Börsentages sollen die 16 Finanzjournalisten und Börsenexperten der sharper.de-Redaktion aktuelle Unternehmensmeldungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen einordnen. Bereits 30 Minuten, nachdem eine Nachricht über den Ticker gegangen ist, soll der Besucher eine Kurzanalyse vorfinden. ‘Kurze Zeit’ später will sharper.de eine Langfassung liefern.

Damit sich der Benutzer schnell einen Überblick verschaffen kann, ist sharper.de nach Branchen gegliedert. Die ‘üblichen’ Dienstleistungen einer Börsensite fehlen nicht: So findet der Besucher (um 15 bis 20 Minuten zeitverzögerte) Aktienkurse, Meinungen von Analysten, Ad-hoc Meldungen et cetera. In der Rubrik Analyse nehmen die sharper.de-Redakteure entweder eine Branche oder ein Unternehmen unter die Lupe. Im Bereich Strategie beleuchten sie Anlageformen und geeignete Portfoliostrukturen. Die ‘Akademie’ und das Börsenlexikon vermitteln dem privaten Anleger das notwendige Grundwissen. (jo)


www.freetimestar.de

www.yellowmap.de

Insgesamt 2,6 Millionen Einträge in ganz Deutschland umfasst nach Angaben der Betreiber die Datenbank von Freetimestar.de - vor allem die Adressen von ‘freizeitrelevanten Einrichtungen’, vom Pizza-Bringdienst bis zum Gourmet-Restaurant, von der Fitness-Schwitzbude bis zum Briefmarkensammlerverein. Darüber hinaus bietet die Site unter der Rubrik Service auch ein bundesweites Verzeichnis von Krankenhäusern, aktuellen Ärzte- und Apotheken-Notdiensten, Behörden, Mitfahrzentralen und vielem mehr. Freetimestar.de sortiert seine ‘Locations’ nach Standorten: Für eine Abfrage gibt der Benutzer einen Ort, einen Ortsteil oder eine vollständige Adresse ein; Freetimestar.de spuckt ihm die seiner Position nächstgelegenen Adressen aus und präsentiert auch eine Umgebungskarte. Registrierte Benutzer können sich ein persön-liches Verzeichnis der Lieblings-Lokalitäten anlegen; die Registrierung kostet nichts.

Alles in allem ist Freetime.de ein sinnvoller Helfer bei der Freizeitplanung, insbesondere für Surfer, die vor dem Besuch einer fremden Stadt ihren Aufenthalt planen wollen. Um sich ein umfassendes Bild zu machen, sollte der Benutzer aber auch einen Blick auf yellowmap.de werfen. Die Site lässt sich ähnlich komfortabel bedienen und bietet sogar noch zusätzliche Funktionen. So kann der Benutzer in den Karten von yellowmap Treffpunkte markieren. Hat er in einer der Karten einen Treffpunkt festgelegt, dann lässt sich der Plan per E-Mail versenden. (jo)


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