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Gummi und Luft

Trends & News | Web-Tipps

www.99luftballons.de
www.ballonmolekuele.de

Bunte Ballons sind auch im High-Tech-Zeitalter immer noch beliebte Partyrequisiten - nicht nur wegen des herrlich erschreckungsträchtigen Knalls, der entsteht, wenn man sie kaputtmacht. Asif Karim, ”Certified Balloon Artist“ und Betreiber der Site 99 Luftballons, meint, dass die quietschig-knuddligen Aufblasobjekte im Hinblick auf ihren praktischen Nutzwert weithin unterschätzt werden: Er stellt daraus unter anderem Abendkleider und beinahe diskothekentaugliche Go-Go-Kostüme her. Ein Streifzug durch Karims Seiten ist ausgesprochen amüsant - und mancher mag sich von den reichlich dargebotenen Tipps dazu anregen lassen, selbst kreativ zu Luftpumpe und Modellierballons zu greifen.

Wer Freizeitvergnügen verabscheut und lieber nüchterner Wissenschaft frönt, findet selbst dort Gelegenheit zum Basteln mit Gummi und Luft: Ballonmoleküle sind als Modelle etwa für den Physik- und Chemieunterricht weitaus billiger als die klassischen Zusammensteck-Klapperatismen und sehen auf jeden Fall origineller aus. (psz)


www.naturdetektive.de

Wer sich nicht gerade mit dem Notebook auf den Knien in den Wald setzt, wird bei der Bildschirmarbeit kaum Baumrinde erfühlen, den Geruch eines Moorgehölzes im Frühling wahrnehmen oder sich an realem Vogelgezwitscher erfreuen können. Auf Dauer lässt jedoch ein Leben ohne jedes Naturerlebnis Menschen verarmen. Das vom Bundesumweltministerium und vom Bundesamt für Naturschutz ins Leben gerufene Jugendprojekt Naturdetektive, das noch bis Ende September läuft, wendet sich zunächst an Schüler, aber darüber hinaus auch an Eltern und Großeltern. Mit seiner Hilfe sollen Zivilisationsmenschen ”die Natur auf neuen Wegen erfahren, Unbekanntes oder auch schon Vergessenes wieder entdecken“.

Dazu meldet man sich mit Benutzernamen, Passwort und E-Mail-Adresse an und beteiligt sich dann an den Beobachtungsaufgaben, die die Website anbietet. Solche Aufträge betreffen verschiedene Aspekte von Flora und Fauna in unterschiedlichen Umgebungen. Die Ergebnisse der Beobachtungen werden wiederum auf der Site zusammengetragen und ergeben einen beachtlichen Materialpool. Hochinteressant ist nicht zuletzt die Darstellung der Flüge von Störchen und Kranichen mit Hilfe von Satellitentelemetrie. (psz)


www.netzspannung.org

Streckenweise etwas hochgestochen, aber dafür sehr ästhetisch geht es bei netzspannung.org zu. Das ”Wissensportal für digitale Kulturen“, betreut vom MARS Exploratory Media Lab des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation, soll nach dem Willen seiner Betreiber ein fachübergreifendes Bindeglied zwischen Medienkunst und -gestaltung, Wissenschaft und Technik sein. Die Flash- und Shockwave-geschwängerte Site lädt nicht nur Designprofis zum Stöbern ein - die vorgestellten Ansätze und Projekte liefern auch gewöhnlichen Websurfern mit einer Ader fürs Feinsinnig-Kreative manchen Gedankenanstoß.

Wie schon 2001 und 2002 organisiert das Team des Media Lab auch in diesem Jahr den Hochschulwettbewerb ”digital sparks“, der sich an Studierende der Medienkunst, des Mediendesigns und der Medieninformatik im deutschsprachigen Raum richtet. Den Gewinnern winkt nicht nur ein Preisgeld von insgesamt 7500 Euro, sondern auch die Gelegenheit, ihre Arbeiten auf dem Festival ”Ars Electronica 2003“ in Linz vorzustellen. Bewerbungen werden online entgegengenommen. (psz)


www.meyers-konversationslexikon.de

Meyers Konversationslexikon

Von den insgesamt zirka 16 000 in Fraktur bedruckten Seiten des Lexikons, das in vierter Auflage in Leipzig 1888 bis 1889 erschien, sind derzeit rund 7500 digital erfasst; pro Tag sollen durchschnittlich 15 Seiten hinzukommen. Mit einem Abschluss der Digitalisierung rechnet Aschoff Ende 2004. Der eingescannte Inhalt der Bände bietet sich dem Betrachter in Faksimile-Form dar. Der Textgehalt ist zudem per OCR ausgelesen worden, was eine Schlagwort- und Volltextsuche möglich macht. Der Leser erschließt sich die Artikel und auch die Abbildungen entweder blätternderweise oder über eine Suchmaske.

Es ist eine reine Freude, sich in den unzähligen Artikeln festzulesen. Für manche historische Recherche liefert das Lexikon wertvolles Material, aber es beeindruckt auch denjenigen Websurfer, der nur mal aus Jux hineinschauen will. (psz)


www.stud.uni-muenchen.de/~matthias.queck/no-name.htm
www.3sat.de/tips/domizil/17407
www.freenet.de/freenet/finanzen/sparen/rubriken/essen

Stimmt es eigentlich, dass Zentis für den ”Cremino“-Nuss-Nougat-Brötchenaufstrich vom Penny-Markt verantwortlich ist? (Ja.) Und steckt tatsächlich der fernsehwerbungsträchtige Kellogg’s-Konzern hinter den ”Knusperone“-Frühstückskörnern von Aldi-Süd? (Nein.) Wer schon immer mal wissen wollte, welche Hersteller die Hausprodukte der Discounter unter Orchideenmarken liefern, findet auf Matthias Quecks No-Name-Seite eine immer wieder aktualisierte Liste für zahlreiche Waren bei Aldi-Süd, Lidl, Penny, Norma und Wal-Mart. Eine Tabelle von einem guten Dutzend Markenprodukten und zumindest ”verdächtigen“ Doppelgänger-Anwärtern aus dem No-Name-Bereich präsentiert 3 Sat online. Weitere ”Enttarnungen“ nimmt ein Artikel des Freenet-Portals vor. Für die Richtigkeit dessen, was auf diesen Seiten ausgesagt wird, gibt es natürlich keinerlei Garantie - außerdem muss ein ”getarntes“ Produkt eines Markenherstellers qualitativ keineswegs mit einem populären Pendant vom gleichen Hersteller identisch sein. (psz)


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