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Trends & News | Web-Tipps

www.widgetbox.com

Der Begriff Widget lässt sich unter anderem mit „Dingsbums“ übersetzen. Im Computer-Kontext hat er sich auch für Einfachst-Anwendungen etabliert. Für die Betreiber der Widgetbox ist ein Widget nicht mehr als ein portables Stück Web, das sich einfach in eine Website einbauen lässt. Und diesen Widgets haben sie sich verschrieben.

Auf der Homepage finden sich mehr als 40 000 Widgets aller Art, von Spielen wie Tetris über Uhren, Wetterangaben bis hin zu News aus den verschiedensten Quellen. Blogger können aus ihrem Blog mit ein paar Mausklicks ein Widget generieren und der Allgemeinheit zur Nutzung bereitstellen lassen. Anwender mit HTML- oder Flash-Know-how können aber auch beliebig komplizierte Widgets von Hand kodieren.

Widgets lassen sich ohne großen Aufwand in die verschiedensten Plattformen einbauen, von personalisierbaren Websites wie iGoogle oder Pageflakes über Blogs etwa bei Blogger.com oder Typepad bis hin zu sozialen Netzwerken wie Facebook oder MySpace. (jo)

www.wettergefahren.de
www.unwetterzentrale.de

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnseiten für Unwetter gründlich überarbeitet. Die neue Adresse wettergefahren.de ist nun auf einem System untergebracht, das auch mit großen Zugriffszahlen zurechtkommen soll. Pünktlich zum Start sorgte Sturmtief „Kirsten“ für die erste Bewährungsprobe. Der DWD schaltet bei solchen Ausnahme-Wetterlagen sein normales Webangebot ab und leitet die Besucher auf die neue Unwetterseite um.

Neu im Angebot ist ein kostenloser E-Mail-Alarm, der die amtlichen Unwetterwarnungen für einzelne Landkreise sofort nach deren Veröffentlichung verschickt. Sind Unwetterwarnungen aktiv, lässt sich über einen Klick auf das Bundesland und anschließend auf den Landkreis die jeweils aktuelle Warnung in Textform abrufen. Zusätzlich bietet die Seite einen ständig aktualisierten Bericht für ganz Deutschland und insgesamt sieben Regionen sowie eine Wochenvorhersage.

Nicht amtlich, aber dafür schön übersichtlich ist die Unwetterseite von Meteomedia, bei der auf den ersten Blick erkennbar ist, ob Dauerregen, Gewitter, Eis und Schnee oder Sturm drohen. Die sich automatisch aktualisierenden Karten für die Bundesländer werden dazu mit passenden Symbolen und Farben für verschiedene Warnstufen versehen. Detaillierte Berichte sind bei dem privaten Vorhersageunternehmen der zahlenden Kundschaft vorbehalten. Der Dienst deckt nicht nur Deutschland, sondern auch Österreich und die Schweiz ab. (uma)

www.walkscore.com

Zieht man in eine unbekannte Stadt oder in ein neues Viertel, mangelt es anfangs oft an Orientierung: Wo kauft man ein, welche Kneipen sind um die Ecke, wie weit ist es zum nächsten Kino oder wo spaziert es sich im Grünen? Die englischsprachige Website Walk Score erstellt für viele Adressen eine Liste solcher Orte und errechnet aus den Entfernungen zu ihnen einen Index: Dieser Walk Score soll ein Maß für die Fußgängerfreundlichkeit der Adresse sein, was jedoch manchmal schiefgeht: Das sehr ländliche Hoetmar in Nordrhein-Westfalen kommt danach auf denselben Walk Score wie Helgoland. Rio de Janeiro landet noch hinter der deutschen Insel und für Peking und Hongkong (Kowloon) ermittelt die Website keine Werte.

Auch bei der Zuordnung bestimmter Unternehmen zeigt sich Walk Score recht großzügig. In Hannover landet der Verlag Heinz Heise in der Kategorie Buchladen und so mancher Park entpuppt sich als ein Abstellplatz für Autos. Immerhin kann man seinen Walk Score unter Celebrity Locations mit denen des Wohnorts von Bill Gates oder der Crawford Ranch von Präsident Bush junior vergleichen. (rek)

www.webpdf.net

Webdienste, die lokale Software ersetzen, liegen im Trend. Dabei muss es nicht immer ein komplettes Office-Paket sein. Als Spezialist für die Konvertierung nach PDF bietet sich web pdf portal an: Über 120 Formate nimmt der Dienst per Upload entgegen und wandelt sie kostenlos in das Standardformat um. Dazu muss man sich nicht registrieren; die konvertierte Datei wird sofort wieder über den Browser heruntergeladen. Die hochgeladene Ursprungsdatei darf allerdings maximal 4 MByte groß sein. (ad)

www.guidebookgallery.org
http://toastytech.com/guis
www.d4.dion.ne.jp/~motohiko

Der Xerox Alto von 1973 war der erste Computer mit grafischer Oberfläche. Mitte der 80er Jahre begann dann der Siegeszug von Fenstern, Menüs, Dialogen und Mausbedienung. Der Apple Macintosh, Atari ST und Commodore Amiga verdankten ihren Erfolg nicht zuletzt der einfachen Bedienung ohne kryptische Konsolenbefehle. IBM OS/2 und Windows brachten nach einigen Anfangsschwierigkeiten grafische Oberflächen auch auf den PC. guidebookgallery gibt einen schönen Überblick über die Entwicklung von damals und heute. Man findet auf der verzweigten Website Kurzbeschreibungen, Screenshots, Icons und einige Systemtöne sowie Links zu anderen Quellen.

Das Angebot von toastytech ist weniger umfangreich, dafür gibt es hier recht ausführliche Beschreibungstexte. Auch die Link- und Download-Liste ist durchaus einen Blick wert. Allerdings dürften die Anhänger diverser Unix-Systeme enttäuscht sein, da diese auf toastytech kaum berücksichtigt werden. Noch einseitiger gibt sich das japanische Vintage Mac Museum, in dem vergangene Apple-Systeme bis einschließlich Version 7 sowie diverse prominente Anwendungen nachempfunden werden. Das Flair der grobpixeligen, monochromen, aber dennoch anwenderfreundlichen Arbeitsumgebung lässt sich hier sehr schön nachempfinden. (Heiko Kothhöfer/ad)


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