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Im Internet versteckt sich eine Unmenge an Wissen: universitäres des Historischen Seminars, Antworten auf Alltagsfragen, musterhafte Algorithmen, aber auch die Datenbank des nutzlosen Wissens.

www.lwg.uni-hannover.de

Jeder kann bei Wikipedia mitschreiben. Die einen sehen darin das größte Argument für die Wikipedia, die anderen hingegen einen fatalen Fehler. Die Lernwerkstatt Geschichte, das Wiki des Historischen Seminars der Leibniz Universität Hannover, verfolgt einen anderen Ansatz: Fachwissenschaftler des Seminars verfassen und pflegen dort die Artikel.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Studierende, sondern an jeden Geschichts-Interessierten. Deshalb findet man in der Lernwerkstatt sowohl Einstiegsliteratur und virtuelle Tutorien als auch Artikel für den versierten Leser über die Antike bis zur Neuzeit. Die Themen behandeln dabei viele Bereiche, beispielsweise Agrar-, Regional- und Militärgeschichte.

Außer den Texten des Historischen Seminars bietet die Lernwerkstatt auch einen gut sortierten Zugang zu Videos geschichtswissenschaftlicher Tagungen, Podcasts diverser Vortragsreihen und Angeboten anderer Universitäten. (Philipp Nordmeyer/jo)

www.thenakedscientists.com

Bekommen Menschen ein Winterfell? Warum ist Glas durchsichtig? Wo ist man am sichersten, wenn ein Asteroid die Erde trifft? The Naked Scientists präsentieren Antworten auf diese und andere Fragen aus vielen wissenschaftlichen Gebieten wie Biologie, Medizin und Physik.

Das Team der Cambridge University rund um Dr. Chris Smith möchte Wissenschaft auf das Wesentliche reduzieren und der Öffentlichkeit wieder näher bringen. In Form von Artikeln, Podcasts und Radiobeiträgen der gleichnamigen BBC-Sendung wird Alltägliches und Außergewöhnliches verständlich gemacht. Dabei beantworten sie auch die Fragen des Publikums in den Rubriken „Ask TNS“ und „Question of the Week“.

Wer daran interessiert ist, nicht nur zu lesen, sondern auch selbst zu experimentieren, der wird unter „Kitchen Science“ fündig. Dort befinden sich ausführliche Anleitungen für Versuche, die man zu Hause durchführen kann. Beispielsweise wird dort erklärt, warum Spaghetti beim Biegen meistens in mindestens drei Teile brechen. Oder wie man mit einer halbierten Weintraube in einer Mikrowelle Funken erzeugt. Das Archiv umfasst über einhundert Artikel und mehrere hundert Podcast-Beiträge im MP3-Format. (Philipp Nordmeyer/jo)

http://wissen.schoelnast.at

Viele Lern- und Nachschlagequellen im Internet erweitern den Horizont und liefern Gesprächsstoff für Kneipe oder Büro. Doch statt mit streberhaften Wikipedia-Zitaten wird man andere eher mit der Datenbank des nutzlosen Wissens verblüffen. Beispielsweise erfährt man dort, dass Bart Simpson Linkshänder ist und Queen Elisabeth II Lkws fahren kann. Ob das alles hundertprozentig stimmt, darf man bezweifeln – aber bei nutzlosem Wissen muss man ja nicht alles auf die Goldwaage legen. Die Einträge sind nur chronologisch geordnet; eine Suchfunktion spürt aber schnell die interessanten Themen auf. (Philipp Nordmeyer/heb)

www.juuuport.de
www.beatbullying.org
www.cybermentors.org.uk

Das Internet ist ein Treffpunkt für Millionen von Menschen – doch diese Treffen laufen nicht immer freundlich ab. Genau wie in der Schule oder im Bekanntenkreis kann Mobbing auch im Internet zu einem Problem werden. Die Bandbreite virtueller Schikane erstreckt sich von gefälschten Profilseiten in Social Networks über beleidigende E-Mails bis hin zu Videos von Opfern gewalttätiger Übergriffe.

Unter Juuuport.de finden jugendliche Opfer von Cyberbullying eine Anlaufstelle. Die Seite ist ein Angebot der Niedersächsischen Landesmedienanstalt mit der Unterstützung durch drei weitere Medienanstalten. Ehrenamtliche Scouts, die psychologisch, juristisch und pädagogisch geschult sind, beraten die Hilfesuchenden individuell, im „fooorum“ stehen sich die Gemobbten gegenseitig bei.

Die britische Beatbullying-Initiative hat vor Kurzem eine Studie über virtuelle Gewalt veröffentlicht, die detaillierte Informationen zum Cyberbullying am Beispiel britischer Jugendlicher bietet. Cybermentors.org.uk ist die virtuelle Beratungsstelle des Projektes. Sie ähnelt dem Angebot von Juuuport.de, stellt aber darüber hinaus noch einen Chat und viele Videos zum Thema bereit – allerdings nur in englischer Sprache. (Philipp Nordmeyer/heb)

www-i1.informatik.rwth-aachen.de/~algorithmus

Alltagstaugliche Algorithmen bringt die Seite Algorithmus der Woche der Universität Aachen dem Leser auf unterhaltsame Weise näher. 43 Artikel verschiedener Autoren erklären anschaulich, wie man am effizientesten sein CD-Regal durchsucht, wie sich möglichst schnell Gerüchte per Telefon verbreiten oder was Hasenkot mit Hashing zu tun hat.

Die Website entstand im Rahmen des Fakultätentags Informatik und wird leider nicht mehr erweitert. Wer interessiert ist, Probleme aufzuschlüsseln und mit Logik zu lösen, wird hier jedoch für viele Stunden gut geschriebenen Lesestoff finden. (Philipp Nordmeyer/heb)

www.ct.de/0926200


Die Websites aus c't 25/2009

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