Who's Who Open Source

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Liste mit Linux-Anbietern, freien Linux-Distributionen, Open-Source-Projekten und -Organisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Collax: Der auf der Systemsoftware der früheren BenHur-Server Pyramid basierende Collax Business Server bietet Netzwerkinfrastrukturdienste vom Internetzugang mit Firewall über DHCP und DNS bis zum Mail-, Web- und Fileserver. Der Collax Open-Xchange Server ergänzt den Business Server um die Groupware Open-Xchange. Beide Produkte enthalten eine webbasierte Administrationsoberfläche und richten sich vor allem an mittelständische Unternehmen.

Novell: Bietet verschiedene Linux-Versionen an, die auf der Distribution des im November 2003 übernommenen deutschen Linux-Distributors Suse basieren:

  • Der Suse Linux Enterprise Server (SLES) ist eine von vielen ISVs und OEMs zertifizierte Serverdistribution für die x86-, Itanium-, x64-, PowerPC- und zSeries-Plattform. Aktuell ist SLES 9, die Version 10 soll im Sommer 2006 erscheinen.
  • Der Novell Linux Desktop basiert auf dem SLES, ist aber für den Einsatz als Client ausgelegt. Im Sommer 2006 soll eine neue Version unter dem Namen Suse Linux Enterprise Desktop erscheinen.
  • Der Open Enterprise Server (OES) ergänzt den SLES um Novell-eigene Dienste in den Bereichen File- und Print-Services, Management, Directory-Dienste und Identitätsmanagement und soll so Netware-Anwendern den Übergang zu Linux erleichtern.

Red Hat: Der Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist in vier Versionen (Desktop und Workstation WS für Clients, Enterprise Server ES und Advanced Server AS für Server) erhältlich. Die Distribution ist von zahlreichen ISVs und OEMs zertifiziert und steht in Versionen für die x86-, Itanium-, x64-, PowerPC- und zSeries-Plattform zur Verfügung. Die Quelltexte von RHEL sind frei verfügbar; in binärer Form ist die Distribution im Abonnement mit Support erhältlich. Aktuell ist die Version 4, RHEL 5 ist für das Ende des Jahres 2006 angekündigt. Auf Basis der freien Quelltexte entwickeln Projekte wie CentOS kompatible Distributionen.

Univention: Der Univention Corporate Server (UCS) ist eine freie Debian-basierte Linux-Distribution mit dem Schwerpunkt Netzwerkinfrastrukturdienste. Univention bietet dazu ein webbasiertes Managementsystem und eine Sammlung von UCS-Komponenten an, die verschiedene zusätzliche Dienste (Servcices für Windows, Backup, Mail und so weiter) bereitstellen. Der Univention Groupware Server (UGS) integriert die Groupware Kolab in den UCS.

Weitere Linux-Anbieter im deutschsprachigen Raum finden Sie beispielsweise in der Anbieterdatenbank des Linux-Verbandes.

CentOS: Zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatible Linux-Distribution, die aus den Original-Quelltexten von RHEL erstellt wird.

Debian GNU/Linux: Server-orientierte Distribution, die seit zwölf Jahren von Freiwilligen auf der ganzen Welt gepflegt wird und aufgrund ihrer konservativen Softwareauswahl als besonders ausgereift und stabil gilt. Da Debian GNU/Linux ausschließlich aus freier Software besteht, eignet es sich als Grundlage spezieller Systeme wie Knoppix oder Ubuntu.

Fedora: Von Red Hat gesponsorte freie Linux-Distribution, in der neue technische Entwicklungen ausprobiert werden. Ausgewählte Fedora-Releases dienen als Grundlage für Red Hat Enterprise Linux (RHEL).

Suse Linux: Das OpenSUSE-Projekt entwickelt das 2005 von Novell als Open Source freigegebene Suse Linux weiter. Auf der Basis ausgewählter Releases entstehen Suse Linux Enterprise Server (SLES) und Desktop (SLED).

Ubuntu: Für den Desktopeinsatz optimiertes Debian-Derivat mit aktualisierter Softwareauswahl. Eine Serverversion ist in Entwicklung.

Eine umfassende Übersicht über freie und kommerzielle Linux-Distributionen finden Sie auf Distrowatch.

Open Source Initiative (OSI): Prüft und zertifziert Software-Lizenzen auf ihre Open-Source-Qualität. Allgemeine Definition von Open-Source-Software. Liste anerkannter Open-Source-Lizenzen.

Free Software Foundation (FSF): Entwickler und Hüter der wichtigsten Open-Source-Lizenz GNU General Public License (GPL). Pflegt einen Überblick über Open-Source-Lizenzen mit spezieller Berücksichtigung der Kompatibilität mit der GPL. Derzeit diskutiert man über die Anfang 2006 als Entwurf veröffentlichte neue Version 3 der GPL.

Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS): Informationen zu Softwarelizenzrecht, Urheberrecht, Patentrecht, Vertragsrecht und Wettbewerbsrecht mit starkem Fokus auf Open-Source-Software.

Apache Foundation: Hostet zahlreiche Open-Source-Projekte, die im Umfeld des Webservers Apache entstanden sind, wie den J2EE-Server Geronimo, den Application Server Tomcat, das Build-Tool Ant, die Java-Lösungen unter dem Jakarta-Dach, den Spam-Filter Spamassassin, das Struts-Framework – und natürlich den Webserver Apache (httpd) selbst. Lizenz: Apache License 2.0.

Asterisk: Software zum Aufbau kompletter Telefonanlagen von Digium, die in alle Richtungen Schnittstellen bietet für VoIP, ISDN, CRM und so weiter. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2 oder kommerzielle Lizenz.

BSD Unix: NetBSD, FreeBSD und OpenBSD setzen die Tradition der "Berkeley Software Distribution" der Universität von Berkeley fort, deren Unix-Variante in den 70er- und 80er-Jahren für die Hackerkultur um Unix stand, während der andere große Unix-Zweig - System V und seine Vorgänger von AT&T - als Grundlage der Entwicklung kommerzieller Unix-Versionen diente. Die drei BSD-Varianten setzen etwas unterschiedliche Schwerpunkte in der Entwicklung: Bei NetBSD die Portierbarkeit auf möglichst viele Hardwareplattformen, bei FreeBSD der große Funktionsumfang, bei OpenBSD die Sicherheit. Mehr zur Geschichte der freien BSD-Versionen in dem Artikel Das Allerwelts-Unix: 10 Jahre NetBSD. Lizenz: BSD-Lizenz.

Compiere: Wichtigste Open-Source-ERP-Anwendung. Lizenz: Mozilla Public License (MPL) 1.1.

Evolution: E-Mail-Client und Personal Information Manager ähnlich MS-Outlook. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

Gnome: Verbreiteter Desktop für Linux- und Unix-Systeme. Baut auf der C-Grafikbibliothek GTK+ (Gimp Toolkit) auf, für die Schnittstellen für weitere Programmiersprachen (darunter C++, Java, Perl und Python) existieren. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

GNU: Von Richard M. Stallman, Direktor der Free Software Foundation (FSF), 1984 initiiertes Projekt zur Schaffung einer freien, quelloffenen Unix-Version. Hat zahlreiche Tools und Bibliotheken entwickelt, die zur Standardausstattung von Linux-Systemen gehören. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

JBoss: Application Server und weitere Middleware. Lizenz: GNU Lesser General Public License (LGPL) 2.

KDE: Verbreiteter Desktop mit zahlreichen Anwendungen für Linux- und Unix-Systeme. Baut auf der C++-Grafikbibliothek Qt auf, die unter GPL oder einer proprietäten Lizenz erhältlich ist. Qt-Programme, die nicht unter GPL freigegeben werden, erfordern der Kauf einer proprietären Qt-Lizenz. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

Kolab: Dem KDE-Projekt nahestehende Groupware für gemischte Linux-/Windows-Umgebungen. Über Plug-ins ist der Betrieb von Outlook-Clients und eine Einbindung in ein Microsoft Active Directory möglich. Standard-Client unter Linux ist der KDE-PIM Kontact.

LAMP: Die Kombination aus der Betriebssystemplattform Linux, dem Webserver Apache, der Datenbank MySQL und den Skriptsprachen Perl oder PHP. Aus der Kombination dieser Open-Source-Projekte entsteht eine Plattform für dynamisch generierte Webseiten. Klassisches Einsatzfeld von Linux.

Linux: Streng genommen nur der von einem internationalen Entwicklerteam unter der Leitung von Linus Torvalds seit 15 Jahren entwickelte Linux-Kernel, der erst zusammen mit anderen Komponenten (GNU-Shell, -Tools, -Compiler und -Bibliotheken, X Window System und so weiter) ein Unix-artiges Betriebssystem bildet. Im weiteren Sinne gebraucht als Bezeichnung für Betriebssysteme mit Linux-Kernel. Linux-Distributionen kombinieren den Linux-Kernel mit Systemkomponenten und Anwendungen. Mehr zur Geschichte von Linux in dem Artikel Happy Birthday, Tux (2001). Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

Mozilla: Heimat der Entwicklung des Browsers Firefox und des E-Mail-Clients Thunderbird, die in Versionen für Windows, Linux und MacOS 10 existieren. Lizenz: Mozilla Public License (MPL).

MySQL: Datenbank, Standard in Webanwendungen (so genannte LAMP-Systeme: Linux, Apache, MySQL, PHP), wird zunehmend auch in anderen Bereichen eingesetzt. Lizenz: Wahlweise GNU Public License (GPL) 2 oder proprietäre Lizenz.

Nagios: Netzwerk-Monitoring. Lizenz: GNU Public License (GPL) 2.

OpenLDAP: Eine freie Implementierung des Lightweight Directory Access Protocol (LDAP), die andere Projekte unter anderem hernehmen, um nicht selbst eine Benutzerdatenbank implementieren zu müssen. Lizenz: OpenLDAP Public License.

Open-Xchange: Open-Source-Groupware, die über proprietäre Ergänzungen auch MS-Outlook-Clients bedienen kann. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

OpenOffice.org: Weitgehend Microsoft-Office-kompatibles Office-Paket für Windows, Linux und Mac OS. Basis von Suns StarOffice. Lizenz: GNU Lesser General Public License (LGPL) 2.

phpGroupware: Web-basierte Groupware mit großem Funktionsumfang. Lizenz: GNU General Public License (GPL) und LGPL 2.

PostgreSQL: Leistungsfähige Open-Source-Datenbank für Linux, verschiedene Unix-Versionen und Windows. Lizenz: BSD-Lizenz.

Silva: Content Management System. Lizenz ähnlich der Zope Public License.

Samba: Stellt Datei- und Druckdienste für Windows-Clients bereit und kann darüber hinaus auch als Anmelderserver dienen (Domänen-Controller in der Windows-Welt). Unterstützt diverse Varianten zur Speicherung der Benutzerdaten, unter anderem auch (Open)LDAP. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

Squid: Web-Proxy und -Cache für Unix- und Linux-Systeme. Lizenz: GNU General Public License (GPL) 2.

sugarCRM: Open-Source-System für Customer Relationship Management. Lizenz: Derzeit SugarCRM Public License 1.3 (abgeleitet aus der Mozilla Public License 1.1.3), ab Version 4.5 voraussichtlich Microsoft Community License.

X.org: Die X.Org Foundation entwickelt eine Open-Source-Version des X Window System (X11R6, X11R7). Lizenz: XFree86-Lizenz.

Zope: Application Server zum Aufbau von Content Management Systemen. Lizenz: Zope Public License.

Zahlreiche weitere Open-Source-Projekte finden Sie beispielsweise auf Sourceforge und Freshmeat.

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