Word verseucht DOS

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Nach dem WinWord-Concept-Virus ist jetzt ein Vertreter namens WordMacro.Nuclear aufgetaucht, der DOS-Dateien manipulieren kann.

Die Verbreitung ähnelt der seines Vorgängers, doch die Wirkung ist deutlich verfeinert. Der neue Virus wird entweder beim Starten von WinWord oder beim Öffnen eines infizierten Dokuments aktiv und kopiert sich in den globalen Makrobereich. Zwischen 17 und 18 Uhr installiert der Makrovirus mit dem DOS-Programm Debug einen 'echten' Virus resident im Speicher. Noch ist keine Schadensroutine enthalten, aber vorgesehen: die Veränderung eines Sprungbefehls reicht aus, um die Datei command.com zu modifizieren. Damit ist jede ausführbare Datei infizierbar. An jedem 5. April wird die Datei command.com gelöscht. Der Virus kann globale Einstellungen ändern und so eine eventuelle Anfrage beim Speichern der Standardvorlage NORMAL.DOT verhindern. Den Namen erhielt der Virus, weil er bei jedem Printjob, der in den letzten fünf Sekunden jeder Minute gestartet wird, das Dokument um den folgenden Text verlängert: 'And finally I would like to say: STOP ALL FRENCH NUCLEAR TESTING IN THE PACIFIC!' Der Ursprung des Virus wird in Australien vermutet; verbreiten konnte er sich perfiderweise über ein Archiv namens Ww6alert. zip - eingeschleust in ein Dokument des Virenforschers Eugene Kasperski, das vor dem Concept-Virus warnt. Zur Beseitigung reicht es nicht aus, einfach alle Makros zu löschen. Es ist zudem erforderlich, mit einem Virenscanner nach dem DOS-Virus zu suchen. Die bisherigen Erkenntnisse lassen eine rasante Entwicklung dieser Virenart befürchten. Holger Reif (un)

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