Zutaten-Datenbanken und der passende Drink zum Song

Webtipps: Zutaten-Datenbanken und der passende Drink zum Song

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Wissen Sie, welche Farbe ihr Lieblingsessen auf der Lebensmittelampel belegt? Lieben Sie 90er-Jahre-Pixelscheußlichkeiten? Wir haben da ein paar Tipps für Sie.

de.openfoodfacts.org

de.openbeautyfacts.org

„Yes, we scan!“ lautet der Slogan der Community hinter der Nahrungsmittelproduktdatenbank Open Food Facts und dem Pendant für Körperpflegeprodukte Open Beauty Facts. Beide Datenbanken geben detailliert Auskunft über Inhaltsstoffe, unter anderem auch über Allergene, Kennzeichnungen und Zertifizierungen. So kann man nachschauen, ob ein Nahrungsmittel oder ein Pflegeprodukt vegan ist und ob Palmöl darin steckt. Open Food Facts gibt Auskunft über den Fett-, Zucker- und Salzgehalt und liefert auf dieser Grundlage auch die als „Lebensmittelampel“ bekannte, fünfstufige Nutri-Score-Bewertung von grünem „A“ für gesunde Inhaltsstoffe bis rotem „E“ für ungesund. Aktuell umfassen die Datenbanken 38.715 Nahrungsmittel und 777 Pflegeprodukte.

Die gemeinnützigen Projekte freuen sich über Mitarbeit von Freiwilligen. Um etwa ein weiteres Nahrungsmittel in die Open-Food-Facts-Datenbank einzutragen, scannt man den Barcode und lädt Bilder der Verpackung und der darauf abgedruckten Zutatenliste hoch. Am einfachsten geht das mit der zugehörigen App – wer die nicht einrichten möchte, kann auch Bilder aus einer Kamera verwenden und die Datenbank im Browser bearbeiten. (dwi)


drinkify.org

Auf die Eingabe eines Musikernamens antwortet Drinkify meist mit einem Rezept für ein Mixgetränk. Manchmal wird auch schlicht eine Flasche Rotwein empfohlen – zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart sollte der nach Ansicht der Drinkify-Macher mit einer Maraschino-Kirsche verziert werden. Zu Elvis Presley empfiehlt die Seite Bourbon, zu Rihanna schlägt sie einen Mix aus RedBull, Tabasco und Lemon Sour vor.

Nach welchem Schema die stets alkoholischen Getränke ausgewählt werden, verrät die Seite nicht. Immerhin bleibt die Empfehlung zu einem Künstler die gleiche, falls man dessen Namen wiederholt eintippt. Bei einer Stichprobe mit etwa 30 Musikernamen parierte Drinkify jeden mit einem Getränkevorschlag. Durch Eingabe von „Max Mustermann“ ließ sich die Seite nicht aufs Glatteis führen. Zum Nachmixen empfiehlt sich die Seite nur bedingt – für die kleine kreative Pause zwischen zwei Arbeitspaketen umso mehr. (dwi)


windows93.net

Das waren doch noch Zeiten damals: Windows 93 mit Dosbox und Defragmentierungs-Tool, dem Zeichenprogramm Piskel und dem Bombenentschärfer-Spiel „Brian Sweeper“. Sie haben diese Version übersprungen? Dann schauen Sie einfach bei Windows93 vorbei. In dieser vollkommen sinnfreien Zusammenstellung von 90er-Jahre-Pixelscheußlichkeiten lassen sich jede Menge Scherze und Anspielungen auf die Eigenheiten von Windows 3.1 und 95 entdecken. Für Star-Wars- und Pokémon-Fans sind kleine Überraschungen versteckt, Text-to-Speech und 3D-Effekte gibt es selbstverständlich auch. (dwi)


en-roads.climateinteractive.org

Der englischsprachige Klimasimulator En-ROADS Climate Solutions Simulator ist zwar noch im Beta-Stadium, bietet aber aktuell schon jede Menge Schieberegler, um selbstgewählte Szenarien durchzuspielen. Der Simulator berücksichtigt Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftswachstum und Energieeffizienz ebenso wie Steuern oder Subventionen für Energiequellen von Kohle bis Kernenergie. Auch die weltweite Abholzung von Wäldern sowie den Ausstoß von Methan und anderen Gasen kann man per Regler steigern oder zurücknehmen.

Die Auswirkungen jeder Veränderung zeigt der Simulator unmittelbar in Kurvendiagrammen an. Eine dünne schwarze Linie stellt darin zum Vergleich die voraussichtliche Entwicklung für den Fall dar, dass alles so bleibt, wie es derzeit ist. Zusätzlich reagiert der Simulator auf jede Eingabe, indem er die voraussichtliche Erderwärmung bis zum Jahr 2100 angibt.

Die Startseite des Simulators lässt sich dank seines schlüssigen Bedienkonzepts sofort nutzen. Wer etwas mehr Zeit investiert, entdeckt hinter jedem Regler Zusatzinformationen sowie weitere Stellschrauben für differenzierte Experimente. Entwickelt wird der Simulator von Wissenschaftlern bei „Climate Interactive“; der Non-profit Thinktank entstand am MIT Sloan in Cambridge, Massachusetts, USA. (dwi)


Dieser Artikel stammt aus c't 1/2020