c't 25/2019 - Ein Blick ins Heft mit Datenleck in Arztpraxis, FIDO2-Sticks und High-End-Smartphones

c't 18/2019

@ctmagazin | Blog

In der aktuellen c't zeigen wir, wie eine Lücke in einem Telekom-Router in einer Arztpraxis möglich machte. Außerdem: FIDO2-Sticks im Test, Fakes entlarven und High-End-Smartphones.

Moin aus Hannover,

Es ist der Alptraum für jeden Patienten: Persönliche Gesundheitsdaten, Arztbefunde, Patientenakten, für alle im Netz verfügbar. Dieses Horrorszenario war für mehrere tausend Patienten in Niedersachsen Realität, wie Recherchen des Investigativ-Teams von c't in unserer aktuellen Ausgabe belegen. Der Windows-Server einer Arztpraxis aus Celle war ungeschützt mit dem Internet verbunden und jeder, der die IP-Adresse kannte, hätte auf vertrauliche Daten zugreifen können.

Erleichtert wurde das Datenleck offenbar durch eine Sicherheitslücke in einem Telekom-Router für Business-Kunden. Wer bis vor kurzem auf einem solchen eine Portweiterleitung für HTTPS-Dienste anlegte, gab laut einem Sicherheitsexperten automatisch weitere Ports frei, unter anderem den für das Standardprotokoll für Dateifreigaben unter Windows, SMB. Es ist deshalb davon auszugehen, dass weitere Unternehmen vom selben Datenleck betroffen sind. Ein Patch der Telekom soll die Lücke dauerhaft schließen.

Über folgende URL können Sie übrigens ganz einfach und kostenlos selbst überprüfen, ob Ihr Netzwerk offen für Angriffe ist:

Achim Barczok
c't-Redaktion

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In der vergangenen Woche ist mir beim Korrekturlesen der c't-Artikel ein Satz aus dem Praxis-Test von Online-Dolmetscher-Tools besonders ins Auge gesprungen:

"Zu den sprachlichen Herausforderungen gehörten [...] zwei Zitate – eines aus der Bibel für Christen (Matthäus-Evangelium) und eines aus der Bibel für Nerds (Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams)."

In einem herrlich lesenswerten Artikel hat c't-Autor Gerald Himmelein den aktuellen Übersetzungs-Webseiten auf den Zahn gefühlt und überprüft, wie gut sie das Deutsche ins Englische übertragen können und umgekehrt. Getestet hat er die Programme aber nicht nur mit den beiden besagten Zitaten "The spirit is willing, but the flesh is weak" (Bibel) und "The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't" (Douglas Adams). Auch schwierige Geschlechterfragen, komplizierte Einschübe und Mehrdeutigkeiten mussten die Programme meistern.

Ganz vorne ist der noch recht junge Online-Übersetzer DeepL gelandet. Er produziert überraschend natürlich klingende Übersetzungen - möglich macht das ein neuronales Netz. Ganz fehlerfrei ist aber auch er nicht, wie Sie hier nachlesen können:

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