c't Labs: Das Leuchtdichtemessgerät

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Das unscheinbare "Mavo-Monitor" ist ein unverzichtbarer Helfer, wenn man die Akkulaufzeit von Notebooks oder die Leistungsaufnahme von Monitoren und All-in-One-PCs messen möchte.

Mavo-Monitor USB

Die deutsche Sprache beschert uns wunderbare Wörter wie Leuchtdichtemessgerät. Es bezeichnet beispielsweise das Mavo-Meter USB von Gossen-Metrawatt. Das Messgerät besteht aus einem Sensorkopf mit einer farbkorrigierten Fotodiode und dem Anzeigemodul, welches die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) anzeigt.

Die Mavo-Meter der c't-Redaktion kommen zum Einsatz, wenn es um PC-Monitore, Fernsehgeräte und alle sonstigen Displays und eingebauten Bildschirme geht: In Notebooks, Tablets, All-in-One-PCs, Smartphones, Medienspielern oder auch Smartwatches. Wichtige Kenngrößen dieser Anzeigen sind nicht bloß maximale und minimale Helligkeit, sondern etwa auch die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung. Dazu messen wir die Helligkeit an mehreren Stellen des Schirms.

Den Messkopf drückt man ans Display.

Unverzichtbar ist das Mavo-Meter aber auch, wenn es um die Messung der Leistungsaufnahme der erwähnten Geräte oder um Akkulaufzeiten geht: Displays gehören zu den größten Stromschluckern in Mobilgeräten. Folglich gelingen aussagekräftige und reproduzierbare Messungen nur dann, wenn man sie bei möglichst gleicher Helligkeit der Anzeige vornimmt. Bei Notebooks und All-in-One-PCs stellen wir üblicherweise die Leuchtdichte auf 100 cd/m2 ein – ein empfohlener Wert für die Arbeit an entspiegelten Displays in normal beleuchteten Büros. Weil die Einstellmöglichkeiten oft jedoch zu grobe Stufen vorgeben, ist es nicht immer möglich, ganz exakt 100 cd/m2 zu wählen.

Apropos exakt: Laut Hersteller entspricht das Mavo-Monitor USB der Klasse B nach DIN 5032-7, die allerdings einen "Gesamtfehler" bei der Messung von 10 Prozent erlaubt. Das Mavo-Monitor USB soll unter 8 Prozent bleiben – das hört sich nicht sonderlich präzise an. Doch das kleine Kistchen kostet deutlich über 1000 Euro; genaue Leuchtdichtemessung ist ganz schön teuer.