c't beim Anadigi-Ende-Gelände

c't bei Rainald Grebes "Das-Grosse-Anadigi-Ende-Gelände"

@ctmagazin | Blog

Wie ist das eigentlich mit dem "Ana" und dem "Digi"? Das war die zentrale Frage von Rainald Grebes dreiteiligem Theaterprojekt "Das Anadigiding". c't war Teil des "Das-Grosse-Anadigi-Ende-Gelände".

Zum Abschlusss seines dreiteiligem Theaterprojekts "Das Anadigiding" hat Rainald Grebe beim "Das-Große-Anadigi-Ende-Gelände" ein Festival rund um den Wandel vom Analogen zum Digitalen geschaffen. Dabei geht es nicht um einen Kulturkampf zwischen Ewiggestrigen und Early-Adoptern, sondern darum, die spezifischen Eigenschaften beider Techniken zu zeigen.

2014 begann der Kabarettist mit der Inszenierung am Schauspielhaus Hannover und von Anfang an war auch c't dabei. Zum Finale waren c't und seine Redakteure ein Teil der Inszenierung: Die c't-Krypto-Kampagne war vor Ort und gab den Besuchern die Gelegenheit, E-Mail-Verschlüsselung kennenzulernen. Am Einlass wurde man von einer interaktiven Installation der Redaktion begrüßt, die einem Körperscanner nachempfunden war. Außerdem konnten die Besucher Redakteure von c't, MAKE, Mac & i und heise online im Rahmen der "10 Minuten Akademie" in Expertengesprächen mit Fragen löchern. Dabei ging es um Themen aus allen digitalen Spektren – von IPv6 über Smartphone-Batterien bis zum ganz alltäglichen Computer-Irrsinn.

c't bei Rainald Grebes Das Anadigiding Finale (16 Bilder)

Bevor man rein durfte gab es eine kleine Überprüfung mit dem Körperscanner.

Im Rahmen der "Stadtrundf@hrt" durch die niedersächsische Landeshauptstadt stand außer dem Besuch der ersten CeBIT-Messehalle und der ersten Schallplattenfabrik der Welt auch ein Besuch im Heise-Verlagsgebäude an, bei dem die Theaterbesucher ein wenig über den Verlag und die Arbeit der Redaktionen erfahren konnte.

Das Staatstheater hatte zu Anfang den Kontakt zur Redaktion hergestellt, um sich sowohl über die Geschichte der Informationstechnik als auch über Zukunftstrends auszutauschen. Rainald Grebe und sein Team haben dem Verlag seitdem mehrere Besuche abgestattet, um den Redakteuren von c’t und Make auf den Zahn zu fühlen; unter anderem war Grebe zu Besuch im c't uplink.

Mit dem zweitägigen Abschlussfestival im hannoverschen Schauspielhaus ging "Das Anadigiding" zu Ende. Neben Theatervorstellungen gab es auch einen Vortrag von der Autorin Kathrin Passig darüber, dass es die Digitalisierung überhaupt nicht gibt, eine Vorführung des Films "23 – Nichts ist so wie es scheint" über den Hacker Karl Koch und viele kleine Programmpunkte drumherum. Es ging auch um die Frage: Was kommt noch so?

Einen Blick in die Zukunft konnten die Besucher zwar nicht wirklich werfen, aber einen Blick in die möglicherweise richtige Richtung: Virtual-Reality-Brillen im Schauspielhaus zeigten neben Computerspielen und der c't-Virtual-Reality-Achterbahn auch Zukunfts-Sex in Form von VR-Pornografie.

Retro wurde es dank der Konsolenausstellung des Museum of Electronic Games & Art (MEGA). Dort konnte man nicht nur Pong auf einem Universum-Telespiel, sondern auch NES- und SNES-Klassiker auf echter Hardware zocken. Als historisches Anschauungsmaterial dienten zudem LCD-Spiele der 80er, darunter auch Modelle aus Nintendos "Game & Watch"-Reihe.

Den krönenden Abschluss bildete dann Rainald Grebe selbst. Er spielte sein neues Soloprogramm "Das Elfenbeinkonzert" im ausverkauften Saal des Schauspielhauses. Den roten Faden des Programms bildete dabei ein Engagement durch das Goethe-Institut in der Republik Côte d’Ivoire. Grebe beschäftigt sich darin mit den kleinen und großen Seltsamkeiten und Eigenheiten des deutschen Alltags – Analog und Digital. (mls)

Anzeige
Anzeige