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Google-App ordnet Nachrichtenflut

Currents ist Googles Versuch, Ordnung in die unübersichtliche Welt der Online-News zu bringen. Die App, die es seit Kurzem auch auf Deutsch gibt, ähnelt technisch gesehen einem RSS-Reader: Der Nutzer stellt sich ein Menü aus Nachrichten-Webseiten zusammen, deren Inhalte anschließend heruntergeladen werden, sodass er sie auch offline lesen kann. Doch Google will mehr liefern als knappe RSS-Anreißer: Currents soll ein persönliches Online-Magazin zum Schmökern werden, mit Artikeln in voller Länge sowie Fotos und Videos.

Deshalb ist Google auf Medienpartner angewiesen, die ihre Inhalte speziell für Currents aufbereiten. Dafür stellt Google ein Browser-Tool namens Currents Producer bereit. Bislang sind aus dem deutschen Sprachraum nur wenige große Namen dabei: Die Wirtschaftszeitung FTD, der Kicker, die NZZ und die deutsche Ausgabe des National Geographic stellen zumindest einige Artikel in voller Länge bereit.

Bei anderen Medien muss man auf RSS-Feeds ausweichen, die Currents weniger komfortabel einbindet als ein „richtiger“ RSS-Reader. Im Vergleich zur Konkurrenz-App Flipboard fehlt außerdem die Möglichkeit, die von Twitter- oder Facebook-Freunden empfohlenen Artikel anzuzeigen. Die kostenlose Anwendung steht in Apples App Store und in Googles Play Store zum Download bereit. (cwo)

Anrufe und SMS im PC-Browser

Die Android-App Phonedeck verbindet das Smartphone mit dem PC: Im PC-Browser kann man SMS tippen, Kontakte bearbeiten und mit Hilfe eines Add-ons für den Google-Browser Chrome sogar Anrufe annehmen und ablehnen. Phonedeck zeigt außerdem, mit wem man wie häufig und wie lange telefoniert hat und wie viele SMS man verschickt hat.

Die Verbindung zwischen Smartphone und PC läuft über die Cloud. Auf dem Smartphone installiert man die kostenlose Phonedeck-App, die das Adressbuch und sämtliche Anruflisten auf einen Server des Anbieters lädt. Am PC meldet man sich unter cloud.phonedeck.com an. Wir schafften es allerdings nicht, unseren Account wieder zu löschen. Hinter Phonedeck steht das Berliner Start-up desk.io. (cwo)

Milliarden-Dollar-App auch für Android

Eine Milliarde Dollar bezahlte Facebook für Instagram. Im Wirbel um die Akquisition ging eine andere Nachricht fast unter: Der Fotodienst stellt nun auch eine Android-App bereit, vorher gab es nur eine für iOS.

Das Alleinstellungsmerkmal von Instagram ist die Community: Ähnlich wie bei Twitter kann man anderen Teilnehmern folgen und deren Bilder betrachten oder einfach nur in den beliebtesten Aufnahmen stöbern. Bei Gefallen vergibt man ein Herz oder lässt einen Kommentar da. Eigene Fotos kann man aber auch auf Facebook, Twitter, Tumblr und Foursquare präsentieren; die Unterstützung für Flickr soll bald folgen.

Vor dem Hochladen wählt man einen Ausschnitt und appliziert einen von 18 Effekten – zum Beispiel schwarzweiß, vergilbt, überbelichtet oder Lomo. Der Name der kostenlosen App leitet sich von der klassischen Kodak-Kamera Instamatic ab und beschreibt den Anspruch der Software. Der Eintrag in Google Play nennt Android 2.2 als Systemvoraussetzung. (akr)

Schneller Beat für zwischendurch

Der Musikspezialist Propellerhead, bekannt durch traditionsreiche Werkzeuge wie Rebirth und Reason, hat eine neue iPhone-App im Angebot, mit der auch Laien schnell gut klingende Elektro-Sounds erzeugen. Figure kostet aktuell 79 Cent und erlaubt die Erstellung von Songs mit Schlagzeug, Bass und Lead-Synthesizer. Bass und Lead stammen aus dem in Reason enthaltenen „Thor“-Synth, für Drums ist dessen „Kong“-Modul zuständig.

Tonhöhen und Geschwindigkeiten lassen sich über einfache Gesten konfigurieren. Ist der Song fertig, lässt er sich mit einem integrierten Mixer abmischen. Figure hat derzeit allerdings noch einige Lücken. Die größte: Es gibt keine Exportmöglichkeit, Songs „leben“ in der App und werden gegebenenfalls überschrieben. Figure läuft ab iOS 5, Propellerhead empfiehlt mindestens ein iPhone 4. (bsc)

App-Notizen

Die To-do-Listen-App Wunderlist gibt es nun auch für Windows Phone. Ihre Stärken: ein liebevolles Design und die Synchronisation mit anderen Wunderlist-Clients (Web, iOS, Android, Windows, Mac OS).

MS Office auf Nokia-Handys: Die Büro-Apps Word mobile, PowerPoint mobile und Excel mobile sollen Anfang Mai für das Nokia E7, X7, C7 und weitere Symbian-Belle-Modelle bereitstehen.

Die Android-App Fast Facebook lädt Neuigkeiten spürbar schneller als die offizielle Facebook-Anwendung. Sie befindet sich noch im Betastadium, steht aber schon im Play Store bereit.

Das jüngste Update für den Adobe Reader für iOS und Android bringt einige Bearbeitungsfunktionen: Man kann Text markieren, Formulare ausfüllen, Notizen hinterlassen und die PDF-Dokumente mit dem Finger unterschreiben.

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