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Microsoft gründet Open-Source-Tochter Microsoft Open Technologies soll die Geschäftsaktivitäten des Konzerns im Bereich Open Source bündeln. Leiter des Unternehmens, das 50 bis 75 Mitarbeiter beschäftigen soll, wird Jean Paoli, Mitschöpfer des...

Chrome OS mit Fenstern

Google hat sein Betriebssystem Chrome OS um einen selbst entwickelten Desktop namens Aura erweitert. Damit ist es jetzt möglich, mehrere Programme gleichzeitig in Fenstern anzeigen zu lassen; bislang lief unter dem Google-Linux lediglich ein Programm – im Normalfall der Webbrowser Chrome – im Vollbild. Außerdem bringt der Aura-Desktop einen Launcher in Art von Mac OS X mit.

Für die Chromebooks Acer AC700 und Samsung Serie 5 steht eine aktualisierte Chrome-OS-Version bereit. Um sie nutzen zu können, muss man in den Einstellungen des Browsers im Abschnitt „Über Chrome OS“ auf die Entwicklerversion umstellen. Die aktuelle Chrome-OS-Version bringt einige weitere Neuerungen, darunter überarbeitete Audio- und Videoplayer. Wer sich einen Eindruck von Chrome OS mit Desktop verschaffen will: Die Chromium-OS-Builds „Vanilla“ und „Lime“ von Hexxeh, die auch auf anderen Netbooks und unter VirtualBox laufen, enthalten jetzt auch den Aura-Desktop (siehe c’t-Link). (odi)

Wichtiges Sicherheits-Update für Samba

Der Datei- und Druckserver Samba enthält in allen Versionen seit 3.0 eine kritische Sicherheitslücke – die Entwickler sprechen von der „schwerstmöglichen Lücke in einem Programm“. Der Fehler ermöglicht es, betroffene Systeme übers Netz zu kapern; dazu ist nicht einmal eine Zugangskennung für den Server erforderlich. Bislang scheinen noch keine Exploits im Umlauf zu sein, die die Lücke ausnutzen, aber es existiert bereits Demo-Code, der das System zum Absturz bringt.

Alle Samba-Nutzer sollten dringend auf die aktuellen, korrigierten Versionen 3.6.4, 3.5.14 und 3.4.16 updaten. Die großen Linux-Distributionen stellen bereits aktualisierte Samba-Pakete bereit; alternativ findet man übersetzte Prgrammpakete für CentOS, Debian, RHEL, SLES und Suse Linux auf ftp.sernet.de/pub/samba/. (ju)

Novell: Linux-Server für kleine Firmen

Die Open Workgroup Suite von Novell ist jetzt auch in einer speziellen Version für kleine Unternehmen erhältlich. Kern des Komplettpakets ist der Open Enterprise Server, die Novell-Variante von Suse Linux Enterprise mit zusätzlichen Datei-, Druck- und Netzwerkdiensten. Dazu kommen die Groupware GroupWise und die „Social Collaboration Platform“ Vibe, die Social-Network- und PIM-Funktionen mit Dokumenten- und Workflow-Management verbindet. Außerdem liegen Management-Tools aus der ZENworks-Familie bei.

Die Open Workgroup Suite für kleine Unternehmen kostet inklusive fünf Client-Lizenzen des Suse Linux Enterprise Desktop mit LibreOffice ab 631 US-Dollar pro Jahr. Sie lässt sich auf bis zu 200 Client-Lizenzen aufrüsten. Die Preise der regulären Open Workgroup Suite beginnen bei 254 US-Dollar pro Client und Jahr. (odi)

Office-Suite Calligra 2.4

Die Calligra-Entwickler haben die erste Version des KOffice-Nachfolgers veröffentlicht. Zu den Neuerungen der Calligra Suite 2.4 gehört eine neue Layout-Engine für Text, die fortgeschrittene Layout-Optionen von ODF wie Tabellen über mehrere Seiten und Textfluss um andere Objekte als Bilder beherrscht. Die Bedienoberfläche wurde vereinfacht, die Import-Filter sollen besser arbeiten. Neu in Version 2.4 ist die Notizen-Anwendung Braindump.

Calligra speichert Dokumente standardmäßig im Open Document Format (ODF) und ist weitgehend kompatibel mit Libre- und OpenOffice, kann aber auch Dokumente im MS-Office-Format importieren. Das Büropaket enthält die Textverarbeitung Words, die Tabellenkalkulation Tables, das Präsentationsprogramm Stage, die Diagramm- und Flowchart-Anwendung Flow, den Projektplaner Plato, das Datenbanktool Kexi, das Malprogramm Krita und das Vektorgrafikprogramm Karbon. Die Gestaltung der Programme ist auf Breitbildmonitore ausgelegt. (odi)

Microsoft gründet Open-Source-Tochter

Microsoft Open Technologies soll die Geschäftsaktivitäten des Konzerns im Bereich Open Source bündeln. Leiter des Unternehmens, das 50 bis 75 Mitarbeiter beschäftigen soll, wird Jean Paoli, Mitschöpfer des XML-Standards und bislang für die Interoperabilitätsstrategie bei Microsoft zuständig. Paoli erhofft sich von dem Schritt eine bessere Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der Open-Source-Community, da es jetzt für das Unternehmen einfacher werde, Open-Source-Software zu veröffentlichen und sich in Communities zu engagieren. Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Apache Software Foundation soll fortgeführt werden. (odi)

Echtzeit-Linux im Test

Das Open Source Automation Development Lab (OSADL) hat über ein Jahr lang experimentell untersucht, wie deterministisch sich der Standard-Echtzeit-Kernel auf über 50 Rechnern unterschiedlicher Plattformen verhält. Dabei gab es bei insgesamt 73 Milliarden Interrupts keine Ausreißer, auf allen Plattformen ließ sich eine maximale Latenz bestimmen – für einen Atom N270 mit 1,6 GHz beispielsweise liegt die maximale Latenz für die Verarbeitung eines Interrupts im Kernel inklusive Umschalten zum zuständigen Userland-Prozess bei rund 150 Mikrosekunden. Die Ergebnisse sind im Web zusammengefasst. (mid)

PhpMyAdmin 3.5 verwaltet Drizzle

PhpMyAdmin, ein beliebtes Werkzeug zur browserbasierten Datenbankverwaltung, unterstützt in der neuen Version 3.5 neben MySQL und MariaDB, der neuen Datenbank von MySQL-Erfinder Monty Widenius, auch den MySQL-Fork Drizzle. Die Web-Oberfläche soll sich jetzt flexibler konfigurieren lassen. Laut den Entwicklern werden bei vielen Datenbankaktionen die Ergebnisse dank Einsatz von Ajax schneller angezeigt. (odi)


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