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Erstes Windows-Phone mit NFC

Nokia stattet eine Variante seines Einsteiger-Smartphones Lumia 610 mit der Funktechnik NFC aus. Das Windows-Phone ist für die Dienste Mastercard Paypass und Visa Paywave zertifiziert, sodass man mit ihm kontaktlos bezahlen kann. Außerdem kann man NFC-Zubehör wie externe Lautsprecher nutzen und NFC-Tags auslesen.

Die NFC-Version des Lumia 610 will Nokia von Juli an beim britischen Netzbetreiber Orange anbieten, zum Deutschlandstart gibt es noch keine Informationen. Obwohl es die NFC-Technik schon länger gibt, wird sie bislang kaum genutzt: Die Zahl der Handy-Modelle mit den Funkchips und die Zahl der Geschäfte, in denen damit bezahlt werden kann, sind noch gering.

Google hat sich mit seinem Dienst Wallet vorgewagt, er ist bisher allerdings nur in den USA nutzbar. (cwo)

US-Provider gegen Handy-Klau

Die US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless, AT&T, Sprint und T-Mobile wollen mit dem Aufbau einer zentralen Datenbank mit den Nummern gestohlener Geräte dem wachsenden Handy-Klau entgegenwirken. Die Nutzung solcher Geräte wäre dann nicht mehr möglich, da die Nummern beim Einbuchen in die Netze mit der Datenbank abgeglichen würden, erklärte Julius Genachowski, der Vorsitzende der amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC).

Zudem soll ein Gesetz in den US-Kongress eingebracht werden, das die Manipulation eindeutiger Identifikationsmerkmale wie der IMEI-Nummer (International Mobile Station Equipment Identity) eines Handys unter Strafe stellt. Die IMEI eines Smartphones lässt sich recht einfach fälschen – in einigen asiatischen Ländern sollen bis zu 20 Prozent aller Smartphones die gleiche IMEI melden.

In Deutschland existiert keine solche zentrale Datenbank. Auch ist bislang keine EU-weite Regelung geplant, wie aus einer Antwort des Europäischen Parlamentes (siehe c’t-Link) auf eine Anfrage Anfang vergangenen Jahres hervorgeht. In den USA gestohlene Geräte würden hier also funktionieren. (ll)

13-Zoll-Tablet

Toshiba baut ein Riesen-Tablet mit einer Displaydiagonalen von 13,3 Zoll (34 Zentimeter). Filme und Webseiten dürften auf dem Display mit 1600 × 900 Punkten gut zur Geltung kommen, allerdings nutzen die meisten Android-Apps derart hohe Auflösungen bislang nicht sinnvoll.

Das Tablet wiegt knapp ein Kilogramm, weshalb Toshiba ein Dock mitliefert, mit dem man das Gerät aufstellt. Der Akku soll bis zu 13 Stunden mit einer Ladung durchhalten. Zurzeit dürfte noch Samsungs Windows-Tablet 700T das größte und schwerste Tablet sein (11,6 Zoll, 880 Gramm).

Außerdem hat Toshiba zwei konventionellere Tablets vorgestellt, ein 10-Zoll- und ein 7-Zoll-Modell. Alle drei Tablets kommen mit Nvidias Tegra-3-Prozessor sowie Android 4.0 und sollen bald in den USA erhältlich sein. Ob sie auch in Deutschland zu kaufen sein werden, hat Toshiba noch nicht entschieden. (cwo)

Günstiges Tablet für Schulen

Auch Intel bietet bald ein Bildungs-Tablet. Damit macht der Prozessor-Gigant der von Nicholas Negroponte gegründeten Initiative One Laptop per Child (OLPC) Konkurrenz, die ihren angeblich nur 100 US-Dollar teuren Tablet-Prototyp XO-3 im Januar auf der CES vorführte. Weitere Tablets speziell für Schulen sind das in Indien bereits gestartete Aakash sowie ein günstiges Android-Tablet des französischen Herstellers Archos.

Intels robustes Tablet mit 7-Zoll-Display soll 200 bis 300 US-Dollar kosten – 150 bis 230 Euro. Es soll an den Erfolg der Classmate-Netbooks anknüpfen, von denen laut Intel sieben Millionen Stück in Schulen in aller Welt im Einsatz sind.

Das „StudyBook“ wird von Intels Atom Z650 aus der Oak-Trail-Generation angetrieben. Der Prozessor konnte sich 2011 im Tablet-Markt nicht durchsetzen und kam lediglich in ein paar Nischen-Tablets zum Einsatz, die unter Windows mit ruckligen Videos und zäher Bedienung auffielen. Deshalb dürfte auch das StudyBook unter Windows nicht besonders flott werden. Außerdem dürfte es nicht besonders lang mit einer Akkuladung durchhalten: Intel verspricht nur 5,5 Stunden – bei abgeschaltetem WLAN-Modul. Allerdings spielt bei einem Bildungs-Tablet die Leistung eine geringere Rolle als der Preis und die Verfügbarkeit von geeigneter Software. Intel verweist auf vorinstallierte Klassen-Management- und Anti-Diebstahl-Tools sowie einen E-Book-Reader und ein Webcam-Programm. (cwo)

Ultrabooks mit Retina-Displays

Intel hat auf der Entwicklerkonferenz IDF einen Vorgeschmack auf die Ultrabooks des Jahres 2013 gegeben. Der Chip-Hersteller wünscht sich, dass die flachen Subnotebooks dann so hohe Display-Auflösungen haben, dass man aus dem üblichen Betrachtungsabstand die Pixelstruktur nicht mehr sieht – wie bei Apples iPad 3 und einigen Smartphones.

Konkret schlägt Intel zum Beispiel vor, dass 13-Zoll-Ultrabooks 2800 × 1800 Pixel zeigen. Das entspricht einer Pixelgröße von nur 0,099 Millimetern. Einzelne Pixel könnte ein normalsichtiger Betrachter dann aus einem Abstand von 33 Zentimetern nicht mehr erkennen. Die meisten Anwender bleiben vermutlich sogar ein gutes Stück weiter entfernt vom Display.

Technisch gesehen sind derart hochauflösende Notebook-Displays durchaus realistisch. Schließlich sind ähnliche Pixeldichten bei kleineren Geräten bereits üblich. Allerdings dürften die Geräte dadurch deutlich teuer werden. High-Res-Displays benötigen besondere Pixeltransistoren aus Polysilizium (LTPS) oder Oxid-Halbleitern (IGZO). Die bislang üblichen Transistoren aus amorphem Silizium bedecken eine zu große Pixelfläche, wodurch die Lichtdurchlässigkeit des gesamten Displays sinkt. Das wiederum würde mehr LEDs für die Hintergrundbeleuchtung erfordern und dadurch zugleich stärkere Akkus. (cwo)

GPS-Krücke für Asus-Tablet

Ein Adapter zum Aufstecken soll Asus’ Vorzeige-Tablet Transformer Prime zu einem besseren GPS-Empfang verhelfen. Der Hersteller will das GPS-Modul allen Prime-Nutzern auf Wunsch kostenlos zuschicken und hat für die Abwicklung eine Webseite eingerichtet (siehe c’t-Link).

Bereits im Januar hatte Asus angeboten, die Garantie für das Tablet von 24 auf 30 Monate zu verlängern, falls ein Kunde unzufrieden mit der GPS-Leistung ist. Im c’t-Test konnte sich das Prime nur per GPS orten, wenn es gleichzeitig per WLAN mit dem Internet verbunden war, also mit Hilfsdaten (A-GPS). Selbst dann brauchte es knapp zwei Minuten zur Positionsbestimmung. Offenbar hat Asus unterschätzt, wie effektiv die Alu-Rückseite die GPS-Antenne abschirmt. (cwo)

Intel verspricht schlanke Windows-Tablets

Auf der Entwicklerkonferenz IDF in Peking hat Intel einige Eckdaten der künftigen Tablets mit Atom-Prozessor und Windows 8 erläutert. Für die Modelle mit dem Atom Z2760 alias Clover Trail zeigte der Chiphersteller zwei Referenzdesigns: ein reines Tablet mit 10,1-Zoll-Display und einen Tablet-Notebook-Zwitter mit 11,6-Zoll-Schirm und abnehmbarer Tastatur.

Mit dem Atom Z2760 sollen sich laut Intel Tablets fertigen lassen, die dünner als 9 Millimeter sind, weniger als 680 Gramm wiegen und 9 Stunden Akkulaufzeit erreichen – diese Werte schaffen ARM-Tablets wie das iPad und viele Android-Tablets bereits heute. Die maximale (Connected-)Standby-Laufzeit gibt Intel mit 30 Tagen an.

Der Atom Z2760 soll als erstes x86-System-on-Chip (SoC) die Anforderungen von Microsoft an Connected-Standby-Systeme erfüllen. Damit können im Schlafmodus beispielsweise E-Mails regelmäßig heruntergeladen werden. Intel weist auch immer wieder gerne darauf hin, dass Tablets mit x86- beziehungsweise x64-Prozessoren anders als solche mit ARM-SoCs nicht bloß Metro-Apps, sondern auch bisherige Windows-Software ausführen können. (mho)

Smartphone-Notizen

Jeder dritte Deutsche besitzt ein Smartphone. Das ist das Ergebnis einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom. 2011 wurden laut Bitkom hierzulande 11,8 Millionen Smartphones verkauft – 31 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Samsung Galaxy S II ohne Provider-Branding bekommt nach Angaben des Herstellers noch im April ein Update auf Android 4.0. Für Geräte mit Telekom- oder Vodafone-Branding hat die Auslieferung des Updates bereits begonnen.

Google hat eine neue Version seines Android Software Development Kit veröffentlicht. Der Emulator der Revision 18 unterstützt nun den im Android-Smartphone verwendeten Grafikprozessor sowie Hardware-Features wie Sensor- und Multitouch-Eingaben, die sich über ein angebundenes Android-Gerät testen lassen.

Das erste Quad-Core-Smartphone des chinesischen Herstellers Huawei, das Ascend D quad, wird in Deutschland erst im dritten Quartal auf den Markt kommen. Das gilt auch für die XL-Version mit stärkerem Akku und zwei Millimeter dickerem Gehäuse, für die der Hersteller eine um 30 Prozent längere Laufzeit verspricht.

In San Francisco hat der Prozess Oracle vs. Google begonnen. Oracle wirft Google vor, bei der Entwicklung von Android wissentlich Java-Patente verletzt und gegen Oracles Urheberrecht verstoßen zu haben.

Tablet- und Notebook-Notizen

BAPCo hat seinen Notebook-Benchmark aktualisiert. MobileMark 2012 ermittelt die Leistung und Laufzeit von Notebooks mit Hilfe weitverbreiteter Software – etwa Microsoft Office 2010.

Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass das iPad auch in den nächsten Jahren den Tablet-Markt anführt. Allerdings soll Apples Marktanteil bis 2016 auf knapp unter 50 Prozent sinken.

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