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Turbo-Tintendrucker

Brother Deutschland kündigt ein Hochgeschwindigkeits-Tintengerät an, das bis zu 100 Textseiten pro Minute – bei Bedarf sogar beidseitig – bedrucken kann. Damit würde der Monochrom-Drucker selbst die schnellsten Mono-Laserdrucker abhängen, die einen Durchsatz von rund 60 Seiten pro Minute erreichen. Zugleich soll das Tintenmodell nur einen Bruchteil der Energie des Lasers benötigen.

Grundlage des geplanten Turbo-Druckers ist ein 21,5 Zentimeter breiter Piezo-Druckkopf, der eine komplette A4-Seite überspannt und mit 5198 Düsen eine Druckzeile in einem Rutsch schreiben kann. Eine spezielle Transportmechanik soll den hohen Papierduchsatz gewährleisten. Am Druckkopf forscht Brother – anfangs zusammen mit Kyocera – bereits seit 2002. Kyocera entwickelte den Druckkopf zu einer kaskadierbaren Variante für Industriedrucker mit variabler Breite weiter. Erste Geräte sollten ursprünglich 2008 auf den Markt kommen, doch Kyocera meldete erst kürzlich den Produktionsstart der Druckköpfe.

Brother plant dagegen einen Bürodrucker für große Druckvolumina, der innerhalb der nächsten zwölf Monate in Europa auf den Markt kommen soll. Weitere Daten stehen noch nicht fest, auch zum Preis machte Brother bislang wenig Angaben: Das Gerät sei für den Einsatz in großen Unternehmen entwickelt worden, was der Preis auch widerspiegeln werde. (rop)

Kleiner LED-Beamer

Der extrem handliche Projektor C120 von Acer wiegt lediglich 180 Gramm und findet neben dem Notebook in der Tasche Platz. Mit 12 cm × 8 cm × 2,5 cm ist er nur wenig größer – und zugleich dünner – als ein Stück Butter. Möglicht wird dies durch die Lichtquelle im Innern: Der Minibeamer nutzt RGB-LEDs. Damit erreicht er laut Acer im Standardmodus 100 Lumen, was bei nicht allzu großer Projektionsfläche auch für etwas hellere Räumen ausreicht. Der Vorgänger C110 erreichte eine maximale Helligkeit von 50 Lumen.

Der Hersteller verspricht für den C120 aus 40 cm bis 3,70 m Projektionsabstand eine Bilddiagonale von 25 cm bis 2,54 m – bei Diagonalen über 1,50 m dürfte die Projektion allerdings relativ flau werden. Die Diodenlichtquelle soll 20 000 Stunden durchhalten, also bei täglich fünfstündiger Nutzung fast elf Jahre. Der DLP-Beamer projiziert 854 × 480 Pixel und benötigt dazu kein Farbrad. Stattdessen blinken die rote, grüne und blaue LED in schneller Folge nacheinander auf – einen Regenbogeneffekt wird man hier dennoch wahrnehmen können. Laut Acer kann der C120 bis zu 1280 × 800 Bildpunkte projizieren; der Hersteller empfiehlt das Gerät vor allem für die Datenprojektion.

Eingangssignale nimmt der C120 ausschließlich an seinem USB-3.0-Port entgegen (ein Micro-B Anschluss, wie er auch in Smartphones genutzt wird) und kann darüber auch mit Strom versorgt werden – in diesem Fall sinkt die Helligkeit auf 60 Lumen. Zusätzlich liefert Acer ein externes Netzteil mit.

Der Displaytreiber ist im Flash-Speicher des Projektors hinterlegt und steht nach dem Anschluss zur Installation bereit. Acer bietet den handlichen LED-Beamer ab sofort für 300 Euro an; im freien Handel bekommt man ihn ab etwa 200 Euro. (uk)

iZ3D-Treiber könnte Open-Source werden

Das US-Unternehmen iZ3D plant, seinen 3D-Middleware-Treiber als Open-Source-Projekt weiterzubetreiben. Die iZ3D-Middleware klinkt sich zwischen DirectX und Grafiktreiber und ermöglicht so die stereoskopische Ausgabe so gut wie aller Direct3D-Spiele und -Anwendungen. Ursprünglich wurde der iZ3D-Treiber für die inzwischen eingestellten 3D-Monitore des Unternehmens entwickelt. Inzwischen unterstützt er in der kostenpflichtigen Version aber etliche alternative 3D-Ausgabeformate wie 120-Hz-Frame-Sequential, zeilenweise verschachtelt und Anaglyphen. Ohne Gegenleistung will iZ3D ihr Know-how allerdings nicht preisgeben: Die User sollen Geld spenden – und erst wenn 800 000 US-Dollar zusammengekommen sind, soll die Software unter General Public License (GPL) freigegeben werden. Die Firma akzeptiert ausschließlich Spenden über 150 US-Dollar; „Mehrfachspenden werden akzeptiert“ heißt es auf der iZ3D-Website. Die Aktion soll bis zum 30. Juni laufen. Wenn die 800 000 US-Dollar bis dahin nicht zusammengekommen sind, will die Firma entscheiden, ob sie den Code dennoch freigibt oder aber ihre Open-Source-Pläne verwirft und alle eingegangenen Spenden zurückzahlt. (jkj)

Bei Sharp läuft die Produktion hochauflösender Panels an

Mit gut dreimonatiger Verspätung läuft bei Sharp die Produktion von LCD-Panels in IGZO-Technik an. In der Gen-8.5-Fabrik Kameyama II werden aus 2,50 m × 2,20 m großen Glassubstraten hochauflösende LCDs mit der sogenannten IGZO-Technik hergestellt. Deren Pixeltransistoren nutzen einen Kanal aus der Indium-Gallium-Zink-Verbindung. Weil diese Transistoren bis zu 50-mal besser leiten als TFTs aus amorphem Silizium, liefern sie mehr Strom und fallen zugleich deutlich kompakter aus.

Innerhalb eines Pixels bedecken sie so viel weniger Fläche, wodurch sich die Lichtdurchlässigkeit der Panels insgesamt erhöht. Davon profitieren vor allem Mobilgeräte: Wenn mehr Licht vom Backlight an die Displayoberfläche gelangt, benötigt das Display bei gleicher Leuchtdichte weniger Energie oder es leuchtet bei gleichem Energiebedarf heller.

Auf seiner Webseite kündigt Sharp zunächst drei Panelvarianten mit IGZO-Technik an: Ein 7-zölliges Panel mit 1280 × 800 Pixeln (217 dpi) für Tablets, ein 10-Zoll-LCD mit 2560 × 1600 Pixeln (300 dpi) für Ultrabooks sowie ein deutlich größeres 32-Zoll-Panel mit 3840 × 2160 Pixeln (140 dpi, vierfach Full-HD) für hochauflösende Monitore; alle drei nutzen Sharps VA-Paneltechnik UV2A.

Nicht in der Liste findet sich ein 10-zölliges Tablet mit 2048 × 1536 Pixeln (264 dpi), wie es das neue iPad nutzt. Aber auch ein solches dürfte Sharp in Kameyama II produzieren, zumal sich Apple nach offiziell unbestätigten Informationen am Umbau der Fabrik von a-Si auf IGZO finanziell beteiligt hat. Das aktuelle iPad, das derzeit offenbar noch Panels mit herkömmlicher a-Si-Technik nutzt, hat einen deutlich höheren Energiebedarf als der Vorgänger iPad 2 – was folgerichtig ist, weil die Lichtdurchlässigkeit der kleineren Pixel durch die vergleichsweise großen TFTs geringer ist. Apple musste deshalb einen wesentlich leistungsstärkeren Akku einbauen.

Mit der IGZO-Technik nimmt Sharp einmal mehr eine Führungsrolle unter den Displayherstellern ein, was allerdings auch nötig ist: Der Elektronikkonzern hat jüngst immense Verluste hinnehmen müssen. Die LCD-Sparte ging bereits Kooperationen ein, um die eigene Panelfertigung wieder anzuschieben – in Folge des Tsunami in Japan und der globalen Wirtschaftkrise hatte Sharp die Produktionskapazitäten vergangenes Jahr auf halbe Kraft gedrosselt. Nun wird der große taiwanische Auftragsfertiger Foxconn respektive dessen Mutterkonzern Hon Hai mit rund 10 Prozent bei Sharp einsteigen, zugleich übernimmt der Hon Hai-Gründer Terry Tai-Ming Gou rund 46 Prozent an der Sharp-Tochter SDP (Sharp Display Products Corp.). Zu dieser gehört die weltweit einzige LCD-Fabrik der Generation 10 (Substratgröße 3.05 m × 2,85 m) im japanischen Sakai nahe Osaka, an der derzeit auch noch Sony mit rund 7 Prozent beteiligt ist. (uk)

Office-LCD mit 16:10-Format

NEC hält weiterhin an dem bei Office-Monitoren beliebten 16:10-Seitenverhältnis fest und erweitert seine EA-Serie um ein 22"-Modell. Das TN-Panel des EA223WM hat 1680 × 1050 Bildpunkte, seine Displayoberfläche ist anders als bei vielen vermeintlichen Design-Geräten mattiert statt hochglänzend.

Im Eco-Modus soll sich der Schirm dank des LED-Backlight mit sehr geringen 12 Watt begnügen. Betreibt man das Gerät mit der maximalen Leuchtdichte von 250 cd/m2, beträgt die Leistungsaufnahme laut NEC höchstens 25 Watt. Zum Stromsparen und augenfreundlichen Arbeiten hat der EA223WM einen Helligkeitssensor, der die Leuchtdichte auf Wunsch automatisch an die Helligkeit des Büros anpasst. Zudem registriert ein Anwesenheitssensor, ob überhaupt jemand am Schreibtisch sitzt – falls nicht, dimmt sich das Backlight auf ein Minimum.

Damit die Nutzer eine entspannte Haltung vorm Monitor einnehmen können, lässt sich das Display des EA223WM neigen, seitlich und ins Hochformat drehen sowie um 13 cm in der Höhe verstellen. Belohnt wurde das mit den Prüfsiegeln TCO 5.2 und TÜV Ergo.

Für den Digitalbetrieb stehen eine DVI- und eine DisplayPort-Schnittstelle bereit. Schließt man mehrere EA223WM an einen PC, lassen sich mit der ControlSync-Funktion alle Anzeigeeinstellungen des Erstschirms automatisch auf die weiteren Displays übertragen. Der EA223WM integriert einen USB-Hub mit vier Ports sowie interne Lautsprecher nebst Kopfhörerausgang. Er ist in den Farben Schwarz und Weiß ab sofort für 260 Euro zu haben. (spo)

Peripherie-Notizen

YouTube bietet seit Kurzem eine 3D-Konvertierungsfunktion für 2D-Videos an. Dafür klickt man auf den Zahnrad-Button unter dem Video und kann dann das 3D-Ausgabeformat festlegen. Die „3Disierungsfunktion“ scheint noch nicht für alle Inhalte freigeschaltet zu sein, in einem kurzen Test klappte es nur mit einigen Videos in 1080p-Auflösung.

Der vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut entwickelte Stereoscopic Analyzer (STAN) zur automatischen 3D-Bildkorrektur und -Analyse wird künftig als Zusatzoption in das 3D-Kamera-System der US-Firma Silicon Imaging integriert – und heißt dann „SI-3D S.M.A.R.T-System“.

Samsung ist neuer Marktführer bei Plasma-TVs: Die Koreaner liefern laut Displaybank seit Jahrebeginn deutlich mehr Plasmafernseher als der bisherige Marktführer Panasonic.

Bis Jahresende will der taiwanische Displayspezialist AUO Sony mit kleinen OLEDs beliefern. Der japanische Elektronikkonzern könnte die 4,3-zölligen Panels für künftige Smartphones nutzen.

Die neu gegründete Japan Display, ein Zusammenschluss der drei japanischen Hersteller Hitachi, Sony und Toshiba, will künftig neben kleinen und mittelgroßen LCDs auch organische Displays bis 10 Zoll Diagonale für Mobilgeräte produzieren. Alle drei Unternehmen haben in der Vergangenheit bereits etliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit in die OLED-Technik gesteckt.

Für die USB-2.0-Maus mit eingebautem Scanner (vgl. c’t 24/11, S. 56) hat LG einen Mac-OS-Treiber entwickelt. Die „LSM-100 MAC“ ist ab sofort inklusive automatischer Texterkennung (OCR) für rund 70 Euro zu haben.

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