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Workstations von Dell und Lenovo

Nach Fujitsu, HP und Lenovo setzt nun auch Dell die jüngsten Xeon-E5-Prozessoren von Intel in Workstations ein. Zwei dieser Sandy-Bridge-EP-CPUs stellen zusammen 8 bis 16 Prozessorkerne und 8 Speicherkanäle bereit. Dell hat die Gelegenheit genutzt, um die Precision-Familie gründlich zu modernisieren und in einigen Aspekten zum Konkurrenten HP aufzuschließen. So lässt sich beim Flaggschiff Precision T7600 nun das Netzteil mit wenig Handgriffen tauschen, der Kabelsalat des Vorgängers ist passé. Kühlsystem und Netzteil kommen mit zwei 300-Watt-Grafikkarten klar, die über PCIe-3.0-Lanes direkt an einem der beiden Prozessoren hängen. 16 DIMM-Slots fassen maximal 512 GByte Hauptspeicher. An der Front gibt es Wechselrahmen für je vier 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerke. Die kann man je nach Geldbeutel entweder in SATA- oder SAS-Ausführung bestellen. Externe Laufwerke lassen sich per USB 3.0 anbinden.

Wer sich mit maximal 128 GByte RAM begnügt, kann zur Precision T5600 greifen, die es in Konfigurationen mit ein oder zwei Prozessoren gibt. Auch bei der Anzahl der Laufwerke (zweimal 3,5- oder viermal 2,5-Zoll) und der Anzahl der PEG-Slots sowie der maximalen Grafikkartenleistung (300 Watt) muss man gegenüber dem Spitzenmodell Abstriche machen.

Schon eher in Richtung Highend-Desktop-PC geht indes die T3600 mit nur einer Prozessorfassung und bis zu 64 GByte RAM. Allen drei Modellen gemeinsam ist die Chipsatz-Serie C600 für Xeon-Prozessoren mit LGA2011-Fassung. Etwas später soll eine Precision T1650 die Familie nach unten hin abrunden – vermutlich mit Ivy-Bridge-Xeon. (bbe)

Ivy Bridge: BIOS-Updates für ältere Boards und HD-2500-GPU

Intels nagelneue Quad-Core-Prozessoren vom Core i5-3450 (195 Euro) bis zum Core i7-3770X (325 Euro) sind schon bei einigen Händlern erhältlich. Mancher Besitzer eines LGA1155-Mainboards und eines langsameren „Sandy Bridge“-Vorgängers erwägt vielleicht eine Aufrüstung. Zuvor sollte man die Kompatibilitätslisten der Board-Hersteller genau studieren: Die Neulinge kooperieren zwar mit vielen Chipsatz-Versionen der Serie 6, nämlich H61, H67, P67 und Z68, aber nicht mit jedem beliebigen Mainboard. Vor der Umrüstung muss man außerdem ein BIOS-Update vom Board-Hersteller einspielen – das gilt es auch zu bedenken, wenn man jetzt ein vermeintlich kompatibles Board ersteht, aber nur einen neuen Prozessor besitzt, mit dem es möglicherweise gar nicht erst bootet. Dann hilft nur, den Händler um Hilfestellung beim BIOS-Update zu bitten.

Wie bei den Mainboard-Herstellern leider oft üblich, muss man sich die Informationen zur Kompatibilität an vielen Stellen zusammensuchen. So hatten etwa Asus und Gigabyte schon im vergangenen Jahr angeblich PCI-Express-3.0-taugliche Z68-Boards verkauft und vollmundig die Kompatibilität mit den neuen 22-Nanometer-Prozessoren versprochen. Doch bisher findet sich nicht für jedes dieser Boards das nötige BIOS-Update. Die Ivy-Bridge-Chips tauchten bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe in einigen Kompatibilitätslisten auch noch nicht auf (siehe c’t-Link unter dieser Meldung).

Die Mainboard-Hersteller weisen darauf hin, dass nach dem Austausch des LGA1155-Prozessors bei einem PC mit bestehender Windows-Installation auch neue Treiber installiert werden müssen. Man braucht demnach eine neue Version des Intel-Grafiktreibers, der HD 2500 oder HD 4000 erkennt, sowie gegebenenfalls eine aktuelle Version von Lucid Virtu. Der Treiber für die Management Engine (ME) muss bei Ivy-Bridge-Chips zur Hauptrevision 8 gehören.

Die Firma Asrock hat vielen ihrer H61-Mainboards BIOS-Updates spendiert, die nicht nur neue Prozessoren unterstützen, sondern auch neue Funktionen bringen. Das wenig sparsame, aber billige H61M/U3S3 beispielsweise kann jetzt im Superspeed-Modus von USB-3.0-Medien booten.

Während uns für die Messungen im letzten c’t-Heft 10/12 nur der Core i7-3770K zur Verfügung stand, finden Sie ab Seite 126 auch Werte der billigeren Ivy-Bridge-Chips Core i5-3550 und Core i5-3570K – ersterer mit der GPU HD 2500, letzterer mit der HD 4000, die auch im i7-3770K steckt. Bei den Messungen mit Anno 1404 und 3DMark Vantage liegt die HD-2500-Grafik ein kleines bisschen vor der alten HD 3000 des Core i5-2500K. (ciw)

SATA-Adapter mit mSATA-Cache

Hybrid-Festplatten und SSD-Caching kombinieren die hohe Geschwindigkeit von Solid-State Disks mit dem riesigen Speicherplatz rotierender Magnetscheiben. Der bereits großen Anzahl an SSD-Caching-Lösungen fügt Delock die knapp 50 Euro teure „PCIe-Karte mit Hybridfunktion“ DL-89302 hinzu. Sie arbeitet mit dem PCIe-2.0-SATA-6G-Adapter Marvell 88SE9130 mit HyperDuo-Funktion und zwei SATA-Ports. Einer davon bindet die mSATA-Fassung auf der PCIe-x1-Karte im Low-Profile-Format (und mit zwei unterschiedlich langen Slot-Blenden) an, der zweite eine herkömmliche SATA-Buchse für die Festplatte. Eine passende SSD in mSATA-Bauform gehört nicht zum Lieferumfang, solche sind mit 30 GByte nomineller Kapazität ab etwa 50 Euro erhältlich. Treiber liefert Delock für Windows XP, Vista und 7. (ciw)

Hardware- Notizen

Nach Hitachi GST und Seagate (Momentus Thin) stellt nun auch Western Digital eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 7 Millimetern Bauhöhe für besonders flache Notebooks vor. Die 7-mm-Version der Scorpio Blue ist mit 320 oder 500 GByte erhältlich (5400 U/min).

IBM hat die komplett neue Server-Baureihe PureSystems vorgestellt, welche die (Fern-)Verwaltung vieler Maschinen radikal vereinfachen soll. Weitere Ziele der Entwicklung waren hohe Packungsdichte, energetische Effizienz und Komplettlösungen für bestimmte Aufgaben. Damit tritt IBM vor allem gegen die Unified Computing Systems von Cisco an.

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