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Schwebende Bilder

Brothers monokulare Datenbrille namens Airscouter nutzt ein kleines LCD mit 800 × 600 Pixeln und 16 Millionen Farben, dessen Darstellung über einen halbtransparenten leicht verkippten Spiegel zum Auge des Betrachters gelenkt wird. Auf diese Weise kann der Nutzer das in einiger Entfernung schwebende Bild und die Umgebung gleichzeitig sehen. Die Größe der Projektion soll dem Bild eines 16"-Monitors aus einem Meter Abstand entsprechen. Der Fokus lässt sich laut Brother zwischen 30 cm und 10 m verstellen.

Während der 2009 vorgestellte Prototyp noch Laserstrahlen nutzte, sorgen nun kleine LEDs für das notwendige Hintergrundlicht im LCD. Die Clip-Variante wiegt 64 Gramm und benötigt eine Kabelverbindung zu einem kleinen Steuerkästchen, das wiederum per Micro-USB mit einem Smartphone verbunden werden kann. Die Brille soll vorerst nur im industriellen Bereich eingesetzt werden. Dort könnte sie beispielsweise eine Arbeitsanweisung anzeigen, während der Monteur beide Hände frei hat.

Mit Clip, Kabeln und Halterahmen aus Titan wiegt der Airscouter 106 Gramm. Er ist für rund 1900 Euro in Japan erhältlich, wann man ihn hierzulande kaufen kann, steht noch nicht fest. (uk)

Flinkes Multifunktionsgerät

Das Multifunktionsgerät Evojet Office Pro des russischen Druckeranbieters Lomond soll mit seinem feststehenden, über die gesamte Papierbreite reichenden Druckkopf bis zu 60 Seiten pro Minute ausgeben können. Die Technik stammt von der US-amerikanischen Firma Memjet. Der flinke Drucker wird in Deutschland vom Wuppertaler IT-Distributor Compatech vertrieben.

Der Evojet Office Pro integriert laut Hersteller einen Scanner mit 1200 dpi Auflösung, der bis zu 20 Vorlagenblätter automatisch einziehen kann.

Er soll im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen. Preise für die neuen Evojet-Modelle konnte Compatech bis Redaktionsschluss nicht nennen. (tig)

Tinten-Multifunktionsgeräte von Samsung

Samsung setzt neuerdings auf Multifunktionsgeräte mit Tintendruckwerk. Die Technik stammt von Kodak, die Köpfe arbeiten mit dem thermischen Bubblejet-Verfahren. Die Geräte CJX-1000, CJX-1050W und CJX-2000FW nutzen Kombipatronen für die drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb und kosten rund 90, 110 und 150 Euro. Die Patrone M210 soll eine Reichweite von 250 farbigen Normseiten erzielen, die Schwarzpatrone gibt es auch als XL-Version für 430 Seiten. Mit 18 Euro für Schwarz und je 23 Euro für Farbe kommt man auf einen Seitenpreis von stattlichen 16,4 Cent. Der Schwarzanteil von 7,2 Cent lässt sich mit der 23 Euro teuren XL-Variante auf 5,4 Cent drücken, die Tintenkosten pro Farbseite damit auf 14,6 Cent. Zum Vergleich: Kodak-Drucker erzielen in der Regel Seitenpreise von weniger als 10 Cent bei einem Schwarzanteil von unter 3 Cent.

Als maximale Druckauflösung nennt Samsung 9600 × 2400 dpi, im Entwurfsmodus sollen die Geräte bis zu 20 Seiten pro Minute ausgeben. Das Papiermagazin der beiden kleineren Drucker fasst 100 Blatt Normalpapier, das des CJX-2000FW 150 Blatt. Der CJX-1000 und der mit Fax ausgestattete CJX-2000FW werden über ein 1,5"-Farbdisplay bedient, das CJX-1050W hat ein 2,4"-LCD. Alle drei beherrschen den Direktdruck von SD-Card und Memory Stick.

Der CJX-1050W und der CJX-2000FW kommunizieren per WLAN mit dem PC und arbeiten mit Google Cloud Print zusammen. Über die App Samsung Mobile Print Photo nehmen die Drucker Aufträge auch direkt vom Smartphone oder Tablet entgegen. Druckertreiber und Software stehen für Windows (ab XP SP2) und Mac OS (ab 10.5) bereit. (rop)

Blickwinkelstabiles Touch-LCD

Seinen neuen Multitouch-Monitor T2234MC empfiehlt Iiyama besonders für den Einsatz in öffentlichen Bereichen – beispielsweise als Info-Display auf Messen, in Museen oder Geschäften. Um derartigen Dauereinsatz unbeschadet zu überstehen, stattet Iiyama den 22-Zöller mit einer rahmenlosen Front aus Sicherheitsglas aus. Zudem schmückt sich der Schirm mit einer IP54-Zertifizierung. Die auch bei Industrieanlagen übliche Schutzart garantiert, dass weder Staub noch Spritzwasser in das Gerät eindringen können.

Anders als günstige Consumer-Monitore hat der T2234MC keinen optischen Touch, sondern ein Display mit kapazitiver Berührungserkennung, wie man sie von Smartphones und Tablets kennt. Ungenauigkeiten bei der Erfassung der Berührpunkte oder Funktionseinbußen durch Staub und Schmutz am Displayrahmen sollten somit nicht auftreten.

Das IPS-Panel des T2234MC hat 1920 × 1080 Bildpunkte, Bildsignale lassen sich analog über Sub-D oder digital über DVI zuspielen. Der T2234MC ist ab sofort für 630 Euro erhältlich. Für die Nutzung als Einbaugerät bietet Iiyama einen Montagesatz an. (spo)

Polfilter-3D mit IPS-Display

Polfilter-3D ohne verblassende Farben: Asus hat mit dem VG23AH einen 23-zölligen 3D-Monitor mit blickwinkelstabilem IPS-Panel angekündigt. So gut wie alle anderen zurzeit erhältlichen 3D-Displays mit Polfilter-Technik nutzen TN-Panels – und die zeigen schnell verfälschte Farben, wenn man nicht genau von vorne auf den Monitor schaut. Einzige Ausnahme war bislang der P23T-6FPR3D von Fujitsu – auch dieser 3D-Monitor hat ein IPS-Panel.

Asus’ VG23AH kann sich durch seine HDMI-1.4a-Unterstützung vom Fujitsu-Konkurrenten abheben. Dadurch nimmt er auch Signale von 3D-Blu-ray-Playern und Spielkonsolen entgegen. Neben den zwei HDMI-Buchsen sind auch DVI-D und VGA eingebaut. Der VG23AH lässt sich neigen, drehen und in der Höhe verstellen. Mit im Karton liegen eine Polfilter-Brille sowie eine Aufsteck-Variante für Brillenträger. In Europa soll das Gerät „bald“ auf den Markt kommen, ein Preis steht noch nicht fest. (jkj)

Fernseher von Ikea

Bislang standen in den Ikea-Läden lediglich Fernseh-Attrappen, jetzt will der schwedische Möbelhersteller echte Fernsehgeräte anbieten. Das Uppleva getaufte Sortiment umfasst neben LCD-TVs auch ein Soundsystem, Blu-Ray-/MP3-Player, Lautsprecher und eine Fernsehbank. Im Sommer will das Unternehmen erste Kombinationen zunächst in einigen Märkten anbieten; das Set mit 32-zölligem Smart-TV, Soundsystem und Bank soll 900 Euro inklusive fünf Jahren Garantie kosten. Noch notwendige Kabel sollen im Möbel verschwinden, die Lautsprecher für das Soundsystem aber beispielsweise über Funk angeschlossen werden.

Die Uppleva-Elektronik lässt Ikea beim chinesischen Hersteller TCL produzieren. In Deutschland wird es den Ikea-Fernseher zunächst nur in zwei Berliner Märkten geben (in Berlin-Lichtenberg ab Juli 2012 und in Spandau ab Oktober 2012). Im Herbst soll das neue Set dann in Frankreich, Italien, Schweden, Polen, Dänemark, Spanien, Norwegen und Portugal verkauft werden, in den verbleibenden Ländern ab Frühjahr 2013. (uk)

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