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Open-Source-Roboter Qbo vorbestellbar

Der spanische Hersteller The Corpora nimmt Vorbestellungen für seinen Open-Source- und Open-Hardware-Roboter Qbo entgegen. The-Corpora-Gründer Francisco Paz hat mehrere Jahre den rund 45 Zentimeter kleinen rollenden Roboter entwickelt, der für Forschungszwecke oder als Heimroboter eingesetzt werden kann.

Der Preis für das Basis-Kit liegt derzeit bei 500 Euro. Dafür bekommt man sämtliche mechanischen Teile, das Gehäuse und Controller-Boards als Bausatz. Sensoren und PC-Komponenten fehlen jedoch. Die sind im Lite-Bausatz für 1700 Euro enthalten, vollständig zusammengebaut kostet Qbo 2300 Euro.

Auf dem Atom-Mini-ITX-Board läuft die angepasste Ubuntu-Distribution OpenQbo mit vorinstalliertem Roboterbetriebssystem ROS von Willow Garage. Zur Spracherkennung dient die Software Julius, die Sprachausgabe wickelt Festival ab. Später soll der Roboter mit dem 3D-Sensor Xtion Pro Live von Asus aufgerüstet werden, womit man wie mit der Kinect Tiefenbilder erstellen kann. Bis vor Kurzem wurde der Asus-Sensor jedoch nur an Entwickler verkauft.

Qbo bewegt sich auf zwei Rädern und kann den Kopf mit der integrierten Webcam drehen. Auf dem Roboter lassen sich Apps vom Hersteller nachinstallieren, etwa eine Gesichtserkennung und Objektverfolgung. Mit integrierten LED-Feldern kann Qbo auch eine gewisse Mimik simulieren. Damit erregte er vor einigen Monaten auch Aufsehen, da die Entwickler eine App entwickelt hatten, mit der Qbo andere Qbos am unterschiedlichen LED-Blinken wiederkennen kann. Zudem soll Qbo sich an seinem Blinken selbst im Spiegel erkennen können.

Abgesehen von den PC-Komponenten hat der Hersteller sowohl die Software als auch die Hardware als Open Source veröffentlicht. Mit den Schaltplänen lassen sich etwa die Controllerboards leicht nachbauen. Ein zentrales Board orientiert sich ohnehin an einem Arduino Duemilanove. (dab)

Roboter-Betriebssystems ROS Fuerte ist da

Das als Open Source verfügbare Roboter-Betriebssystem ROS wurde für die aktuelle Version Fuerte Turtle erheblich überarbeitet. Hersteller Willow Garage hat die zentralen Bibliotheken komplett neu geschrieben, um sie auch mit anderen Roboter-Frameworks verwenden zu können und so die Interoperabilität zu erhöhen.

Daneben bringt ROS Fuerte Version 1.0 der Simulatorumgebung Gazebo mit, deren Oberfläche von WxWidgets auf Qt umgestellt wurde. Damit soll sich die Integration unter Mac OS X verbessern. Auch das 3D-Visualisierungstool RViz wurde auf Qt umgestellt. ROS Fuerte liefert zudem die Point Cloud Library (PCL) 1.5 mit, die die langerwartete Tracking-Bibliothek enthält. Das Upgrade von der Vorgängerversion auf Fuerte beschreibt der Hersteller in seinem Wiki (siehe c’t-Link).

ROS stellt Treiber, Bibliotheken und Funktionen bereit, um Sensoren, Motoren und weitere Hardware zu steuern und Nachrichten beziehungsweise Daten zwischen verschiedenen Diensten auszutauschen. (dab)

R2-D2 als Lego-Modell

Lego will das aus 2127 Bausteinen bestehende Modell des Astromechdroiden R2-D2 im Mai in den Handel bringen. Das Modell bringt es zusammengebaut auf rund 31 Zentimeter Höhe und 18 Zentimeter Durchmesser. Der Kopf kann sich wie beim Original drehen und hinter einer Frontklappe findet man den bekannten Interface-Arm zum Andocken an den Zentralcomputer sowie eine Kreissäge. Der Preis des Baukastens soll bei 179 Euro liegen. (dab)

Angerollt: Roboter-Kugel Sphero

Orbotix liefert seine Roboter-Kugel Sphero endlich nach Deutschland aus. Im Inneren des Polycarbonat-Balls befindet sich ein Mikrocontroller, der Steuerbefehle vom Smartphone über Bluetooth annimmt. Durch eine ausgefeilte Mechanik lässt sich der Sphero präzise in jede beliebige Richtung steuern. Laut Hersteller erreicht der rund 170 Gramm schwere Ball eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 3 km/h.

Damit Sphero nicht die Orientierung verliert, befinden sich 3-Achsen-Gyroskop, Beschleunigungsmesser und Kompass an Bord. Die Sensoren kann man über Bluetooth auch auslesen, sodass sich Sphero potenziell als Eingabegerät eignet; etwa, um 3D-Objekte einer Modeling-Software zu bewegen. Der Hersteller bietet SDKs für iOS und Android an, sodass App-Entwickler und Bastler die sensorbestückte Roboter-Kugel für ihre Zwecke einsetzen können. Darüber hinaus existiert eine inoffizielle Java-API für Desktop-Betriebssysteme. Sphero kostet direkt beim Hersteller einschließlich Versandkosten nach Deutschland rund 120 Euro. Im Laufe des Jahres will Orbotix den Roboter-Ball auch über deutsche Vertriebskanäle anbieten. (rei)

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