Trends & News | News

Managed Switch für Firmennetze

Lancoms neuer Managed Switch GS-2352 verbindet Netzwerkgeräte über seine 48 Gigabit-Ethernet-Ports miteinander. Für den Kontakt zu Glasfasernetzen stehen zudem vier SFP+-Modulports bereit, die entweder 1 oder 10 GBit/s über Glasfaserkabel transportieren.

Das Gerät priorisiert Datenpakete (QoS, IEEE 802.11p), bündelt mehrere Ports zu logischen Leitungen (Port Trunking/Link Aggregation, 802.1ax) und kontrolliert den Zugriff auf das Netz per IEEE 802.1x. Das LAN lässt sich zudem in bis zu 4094 virtuelle Netze unterteilen (VLANs). Übertragen Ports keine Daten, schaltet der Switch sie energiesparend ab (IEEE 802.3az). In einer kommenden Firmware-Fassung will Lancom außerdem statisches Layer-3-Routing nachrüsten.

Konfiguration und Verwaltung des Switches erledigt man über eine Web-Oberfläche (HTTP, HTTPS), SNMPv2, per Kommandozeile (Telnet, SSH) oder den seriellen Port (RS-232). Außerdem liefert Lancom die Management-Tools LANconfig, LANmonitor sowie Large Scale Monitor für den Switch mit, der sich mit bis zu 15 anderen per Virtual Stacking Management (VSM) unter einer IP-Adresse ansprechen lässt.

Der GS-2352 kostet inklusive 5 Jahren Garantie 1785 Euro; für ein passendes 1-Gigabit-Glasfaserkabel-SFP+-Modul verlangt Lancom 165 Euro (SX) respektive 285 Euro (LX). (rek)

WLAN-Standard 802.11: Bis zu 600 MBit/s

Das Standardisierungsgremium IEEE hat die unter 802.11 zusammengefassten WLAN-Standards aktualisiert (IEEE 802.11-2012). Neu dazu gekommen sind die Spezifikationen für bis zu 600 MBit/s brutto schnelle Funknetze (vormals IEEE 802.11n), vermaschte Funknetze (802.11s), Direct Link Setup (802.11z) sowie sieben weitere Verfahren, die bei der vorherigen Ausgabe des Gesamtstandards im Jahr 2007 noch nicht verabschiedet waren.

Derzeit noch in Entwicklung befindliche Techniken wie die Erweiterung IEEE 802.11ac für schnelles WLAN im 5-GHz-Band erwähnt 802.11-2012 nicht. Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1997 wurde IEEE 802.11 bereits vier Mal überarbeitet. Für fünf US-Dollar kann man das inzwischen auf 2793 Seiten angewachsene Dokument als PDF-Datei im IEEE-Onlineshop erwerben (siehe c’t-Link). (rek)

Mobilfunk-tauglicher Dualband-WLAN-Router

Der Airlive N450R spannt Funknetze gemäß IEEE 802.11n parallel im 2,4- und 5-GHz-Band auf und verbindet sich mit optionalen USB-Mobilfunkadaptern, Mobiltelefonen (USB-Tethering) sowie über DSL ins Internet. Laut Hersteller lässt sich die Mobilfunk-Verbindung auch als Ausfallsicherung für den DSL-Zugang einsetzen.

Das Gerät erreicht im WLAN laut Hersteller bei 2,4 GHz bis zu 300 MBit/s brutto, dank 40 MHz breiter Kanäle und drei räumlich getrennter Datenströme schafft er im 5-GHz-Bereich 450 MBit/s brutto. Außerdem fokussiert er die WLAN-Signale auf die Gegenstelle (Beamforming), was etwas mehr Geschwindigkeit verspricht.

Das Gerät hat vier Gigabit-Ethernet-Ports und stellt zudem FAT- und Ext2-formatierte USB-Massenspeicher ins LAN, die sich per SMB/CIFS und FTP lesen und beschreiben lassen. Das Windows-Dateisystem NTFS kann der Router jedoch nur lesen. Bilder, Musik und Videos verteilt das Gerät etwa an Medienabspieler per UPnP-AV und iTunes, ein Download-Manager lädt zeitgesteuert Daten per FTP, HTTP und BitTorrent aus dem Internet auf die an den zwei USB-Ports angeschlossenen Medien.

Laut Hersteller unterstützt der Router den gleichzeitigen Betrieb von IPv4 und IPv6 (Dual Stack) und priorisiert Datenpakete per WMM (Wi-Fi Multimedia). Zusätzlich zur Routerfunktion arbeitet der N450R auch als reiner WLAN-Access-Point, verbindet sich als Client in vorhandenen WLANs oder vergrößert deren Reichweite als Repeater. Außerdem spannt er per WDS einen drahtlosen Backbone auf oder verbindet lokale Netze als Bridge. Der N450R soll etwa 120 Euro kosten. (rek)

Netzwerk-Notizen

Die Netzwerk-Monitoring-Software PRTG Network Monitor von Paessler zeigt Standort-Informationen nun auch auf Karten von Open-Street-Map-Projekt, Nokia Maps und CloudMade. Mit Version 12 wechselt der Hersteller zudem von einem festen Release-Zyklus auf einen „Continuous Rollout“, der Neuerungen und Verbesserungen schneller zum Anwender bringen soll.

Als letzten von der WLAN-Lücke betroffenen Speedport-Router hat die Telekom nun den W 504V aktualisiert. Wie auch beim W 723V (Typ B) und W 921V soll das Update automatisch verteilt werden, falls Easy Support im Router aktiviert ist. Weitere Details finden sich auf heise online.

Das Software-Paket zur Anonymisierung Tor Browser Bundle Version 2.2.35-11 bringt einen angepassten Firefox-Browser mit, der bei der Kommunikation über Websockets das Domain Name System nur über das Tor-Netz abfragt. Der beigepackte Browser in der Vorgängerversion nutzt dabei den lokalen DNS-Resolver, sodass Lauscher die besuchten Server ermitteln konnten.

Die neue Sicherheits-Appliance Mobile IAM von Enterasys setzt im Firmennetzwerk Sicherheitsrichtlinien um, dass sich dort neben firmeneigenen auch private Geräte (BYOD, Bring your own Device) einsetzen lassen. Die Appliance erkennt Geräte automatisch und regelt den Zugriff auf Anwendungen und Netzwerk abhängig von Gerät, Nutzer und Standort. Enterasys verlangt für die Appliance einschließlich einer Lizenz für 3000 verwaltete Geräte 21 000 US-Dollar.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links