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Twitter unterstützt „Do-not-Track“-Initiative

Erstmalig hat sich mit Twitter ein großes Webunternehmen in die Liste der Unterstützer der „Do-not-Track“-Lösung eingetragen. Das heißt aber nicht, dass Twitter aufs Tracken verzichtet: Fast gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, „maßgeschneiderte Empfehlungen“ zu testen. Das allerdings kann der Anwender per Konfiguration verhindern – oder eben durch Aktivieren der „Do-not-Track“-Funktion seines Browsers. „Do not Track“ erlaubt dem Anwender, den Betreibern von Webseiten über eine Browservoreinstellung mitzuteilen, dass er nicht getrackt werden möchte. Das soll es den Anwendern ermöglichen, Protokollierung und Auswertung des Surfverhaltens durch Anbieter steuern zu können, ohne dafür komplett auf JavaScript, Cookies und Flash verzichten zu müssen. (uma)

Flexible Infrastruktur aus der Cloud

Nach zwei Jahren der Entwicklung beginnt ProfitBricks seine virtuellen Miet-Rechenzentren in der Cloud jetzt aktiv zu vermarkten – im Grunde ein ähnlicher Dienst wie bei Amazon AWS, aber einfacher und flexibler. So stellt ProfitBricks einen grafischen Data Center Designer (DCD) bereit, mit dem sich Administratoren „ihr“ Rechenzentrum zusammenklicken, im Überblick behalten und es bei Bedarf anpassen können. Genügt ein Server-Core nicht mehr, kann man auf bis zu 48 Cores hochskalieren. Entsprechend lassen sich auch RAM und Speicherplatz anpassen. Änderungen per DCD sollen binnen maximal 10 Minuten im virtuellen Data Center live gehen. Das Preismodell ist sehr einfach: ProfitBricks berechnet 4 Euro-Cent pro Core-Stunde, 0,5 Cent pro Gigabyte RAM und Stunde. Ein Gigabyte Storage kostet 4 Cent pro 30 Tage, 1 Gigabyte Traffic 6 Cent. Das Rechenzentrum selbst steht in Karlsruhe. Die Hardware ist laut ProfitBricks redundant ausgelegt und übersteht den Ausfall einer Netzwerkkarte, einer Verbindung, eines Switches oder eines Routers ohne Probleme. Intern sind die Komponenten des ProfitBricks-Rechenzentrums per InfiniBand mit 80 GBit/s Übertragungsgeschwindigkeit vernetzt. Hinter dem Unternehmen stehen Geschäftsführer Achim Weiß und Marketingchef Andreas Gauger, die das Webhosting-Geschäft von 1&1 aufgebaut haben. (jo)

Internet-Anschlussinhaber haftet nicht für Partner

Das Oberlandesgericht Köln hat sich in einer Entscheidung mit der Frage beschäftigt, ob der Anschlussinhaber nicht nur für Minderjährige, sondern auch für andere Familienmitglieder haften muss (Urteil vom 16. Mai 2012, Az. 6 U 239/11).

Am Anschluss einer Frau war ein Computerspiel unerlaubterweise an zwei Tagen zum Download angeboten worden. Der Hersteller mahnte die Anschlussinhaberin ab und forderte Unterlassung und Schadenersatz. Die Frau widersprach mit der Begründung, der Anschluss sei zu diesem Zeitpunkt von ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann verwendet worden.

In erster Instanz hatte das Landgericht Köln noch gegen die Beklagte entschieden. Das Oberlandesgericht Köln hat dieses Urteil im Berufungsverfahren aufgehoben und die Klage abgewiesen. Zwar liege zunächst die Vermutung nahe, dass der Anschlussinhaber selbst die Tat begangen habe. Falls aber die ernsthafte Möglichkeit für einen anderen Ablauf vorhanden sei, müsse der Inhaber des Urheberrechts den Beweis für die Täterschaft des Anschlussinhabers erbringen. Das aber sei nicht gelungen.

Der Anschlussinhaber müsse nicht automatisch für eine solche Urheberrechtsverletzung haftbar gemacht werden. Dass die Frau ihrem Ehemann den Anschluss überlassen habe, löse noch keine Haftung aus. Das wäre nur dann der Fall, wenn der Inhaber Kenntnis von den illegalen Aktivitäten gehabt hätte oder wenn, wie im Fall von minderjährigen Kindern, eine Aufsichtspflicht bestünde. Zwischen erwachsenen Ehepartnern gebe es aber keine Prüf- und Kontrollpflicht. Abschließend geklärt ist der Fall noch nicht; der Senat hat die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. (uma)

Kinderpornografie im Web weiter rückläufig

Die Internet-Beschwerdestelle der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang der Beschwerden über kinderpornografische Darstellungen auf Webseiten um fünf Prozent. Der Anteil am Beschwerdeaufkommen sank auf 24 Prozent. Alle im Inland zum Abruf bereitgehaltenen Abbildungen sexuellen Missbrauchs von Kindern konnten anhand der Hinweise entfernt werden. Bei ausländischen Hostern lag die Erfolgsquote bei 99 Prozent. Dass hier keine 100 Prozent erreicht werden, liegt daran, dass die Definition von Kinderpornografie international nicht einheitlich ist.

Aus den Zahlen lässt sich nicht ableiten, dass das Problem insgesamt kleiner wird. Das Material wird laut FSM zunehmend in anonyme Netzwerke ausgelagert oder verschlüsselt bei Sharehostern hinterlegt. Im Rahmen des INHOPE-Netzwerks aus Meldestellen berate man daher über technische Neuerungen und gemeinsame weitere Strategien zur Bekämpfung der Kinderpornografie. (uma)

Kabel Deutschland übernimmt Tele Columbus

Branchenprimus Kabel Deutschland übernimmt den Regionalkabelnetzbetreiber Tele Columbus für 603 Millionen Euro. Er erwirbt damit 1,7 Millionen Kunden, vorwiegend in Berlin und den neuen Bundesländern. Durch den Zusammenschluss werde die Trennung der Kabelnetzebenen weitgehend aufgehoben, heißt es bei Kabel Deutschland. Die Lieferung des Fernsehsignals erfolgte schon bisher größtenteils über Kabel Deutschland. Künftig sollen die bisherigen Tele-Columbus-Kunden auch Internet-Zugänge und Pay-TV von Kabel Deutschland beziehen können. (uma)

Chrome an der Spitze

Chrome steht in der Rangliste von Statcounter nun an der Spitze der Browser-Anwendungen, nachdem er den IE überholt hat. Der Marktanteil liegt der Erhebung zufolge bei 32,8 Prozent, Tendenz steigend.

Chrome 19 kann auf die geöffneten Tabs auf einem anderen Gerät zugreifen, wenn der Anwender überall denselben Google-Account verwendet. Die neue Version behebt zahlreiche Sicherheitslücken. (uma)

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