Noch effizienter, bitte!

Der kommende Videokompressionsstandard High Efficiency Video Coding (HEVC)

Wissen | Know-how

Ob Streaming bei niedrigsten Bitraten oder HDTV – der Videostandard MPEG-4 AVC (H.264) ist allgegenwärtig. Doch schon längst arbeiten die Videospezialisten an dessen Nachfolger, der die Kodiereffizienz idealerweise noch einmal verdoppeln soll.

Der gemeinsam von der Moving Picture Experts Group (MPEG) der ISO/IEC und der Video Coding Experts Group (VCEG) der ITU-T entwickelte Videokompressionsstandard AVC (genauer ITU-T H.264 oder ISO/IEC MPEG-4 Part 10, [1]) ist unglaublich erfolgreich und kommt praktisch in allen Videoanwendungen zum Einsatz. Gegenüber der ersten Version von 2003 wurde AVC mehrmals erweitert, auch die mittlerweile ausgefeilten Encoder haben noch den einen oder anderen Effizienzgewinn erzielt. Doch nach bald zehn Jahren ist es Zeit für neue Wege. Das hochgesteckte Ziel der Codec-Experten ist eine Datenreduktion auf circa die Hälfte bei gleicher visueller Qualität. In ähnlicher Weise ermöglichte AVC seinerzeit eine Einführung von HDTV, ohne die Datenrate gegenüber dem hauptsächlich für Standardauflösung genutzten MPEG-2/H.262 übermäßig wachsen zu lassen.

Nach Full HD kommt nun „Ultra High Definition” (UHD) mit Auflösungen von 4K × 2K (4000 × 2000 Pixel) und mehr – Kameras, Displays und Projektoren sind marktreif. 4K-Digitalprojektoren halten Einzug in die Kinos. Sogar der Übergang zu 8K × 4K ist zumindest bei großen Kinos in absehbarer Zeit denkbar. Hinzu kommt eine Tendenz zur weiteren Erhöhung der Bildwiederholrate: „Der kleine Hobbit“ wird als erste Großproduktion nicht mehr mit 24 Bildern/s, sondern mit 48 Bildern/s auf die Leinwand kommen. Zusätzlich tragen Stereo/3D-Inhalte zu einer weiteren Erhöhung der Anforderungen bei. ...

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Weitere Bilder

  • Bei AVC gab es acht mögliche Richtungsmodi für die Intra-Prädiktion, bei HEVC sind es derer 33 (links); rechts ist die Anwendung eines Richtungsmodus auf die aktuelle PU zu sehen.
  • Ergebnis eines subjektiven Tests (9), Vergleich der Qualität von HEVC (HM5) und AVC (JM18). Zusätzlich ist die Qualitätsbeurteilung der unkodierten Originalsequenz dargestellt.

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