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Facebook ignoriert Nutzerbefragung

Facebook ändert gegen alle Kritik seine Datenschutz- und Nutzungsregeln. Unter anderem behält sich der Dienst vor, einige Informationen länger aufzubewahren. Im Mai hatten dies über 7000 Nutzer kritisiert. Facebook machte es daraufhin vom Ergebnis einer Abstimmung abhängig, ob sie umgesetzt würden.

In der Abstimmung sprachen sich nur 44 749 Mitglieder für die Änderungen aus, 297 883 dagegen. Facebook ignoriert dieses Votum jedoch. Die Firma hatte im Vorfeld eine Beteiligung von mindestens 30 Prozent als Hürde gesetzt, ab der es sich an das Ergebnis gebunden sähe. Dafür hätten aber 270 Millionen Nutzer abstimmen müssen, also fast 800-mal so viele, wie teilgenommen haben. Deutsche Datenschützer hatten das Verfahren daher als Farce kritisiert. (rzl)

Mozilla mit doppelter 13

Mozilla hat gleich zwei Versionen 13 veröffentlicht: vom E-Mail-Programm Thunderbird und vom Browser Firefox. Der Browser hat nun eine verbesserte Bedienoberfläche, und schaltet gleich beim Installieren Googles SPDY-Protokoll ein und unterstützt weitere Eigenschaften von CSS3. Thunderbird sendet auf Wunsch statt großen Attachments Links und speichert die Anhänge für einige Tage auf einem Server von YouSendIt. Dort stehen diese für den Empfänger zum Download bereit.

Firefox 13 soll erneut schneller sein als sein Vorgänger: Beim Starten des Programms werden nicht gleich alle Tabs neu geladen. Außerdem gibt es einen verbesserten Garbage Collector für JavaScript. Der Browser zeigt Nutzern nun beim Öffnen eines neuen Tabs von ihnen häufig besuchte Seiten an und die Startseite erlaubt schnellen Zugriff auf Downloads, Lesezeichen, Historie und Einstellungen. Auch die Werkzeuge für Web-Entwickler wurden verbessert. In der Ansicht „Untersuchen“ gibt es die Möglichkeit, Elemente direkt zu bearbeiten und einzelne oder mehrere CSS- oder HTML-Zeilen zu kopieren. Das bearbeitete CSS wird sofort wirksam und die Änderungen angezeigt. Für die Weiterentwicklung des beliebten Browsers nimmt sich Mozilla unter anderem vor, HTML5-Apps aus dem Mozilla Marketplace auf dem Desktop speichern zu können. Eine erste Implementierung dafür tauchte nun in einer frühen Entwicklerversion für Firefox 16 auf. (rzl)

Zahlungsabwicklung durch eBay verschoben

Statt in diesem Sommer wird die neue Zahlungsabwicklung des Online-Marktplatzes eBay voraussichtlich nicht vor 2013 eingeführt. Zunächst muss eBay bei der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF eine Lizenz beantragen. Dies habe die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) verlangt, so eBay. Künftig sollen Käufer bei eBay das Geld für ersteigerte oder gekaufte Artikel nicht mehr direkt an den Händler, sondern an eBay bezahlen. Nach einer kurzen Frist, sofern der Handel konfliktfrei abgewickelt wurde und eBay keine weiteren Konflikte befürchtet, will eBay dem Händler dann sein Geld auszahlen. (ad)

Ideen für den ePerso gesucht

Der neue Personalausweis (nPA) wird zwar seit anderthalb Jahren ausgegeben, aber immer noch unterstützen nur wenige Firmen und Behörden seine eID-Funktion etwa zur Anmeldung oder Altersverifikation im Internet. Ein Wettbewerb, veranstaltet von der Bundesdruckerei und Partnern, soll neue Ideen für nPA-Anwendungen liefern. Teilnehmen an „eIDEE – Wettbewerb für den digitalen Handschlag“ können Firmen und Entwickler, die bis 15. August 2012 ihren Vorschlag unter www.digitaler-handschlag.de in wenigen Sätzen beschreiben. Für die Umsetzung der besten Idee werden 10 000 Euro bereitgestellt. (ad)

Google-Dienste mit strengerem Datenschutz

Unternehmen, die Webanwendungen nur nach der Datenschutz-Richtlinie der Europäischen Union nutzen wollen, bietet Google künftig neue Verträge zu seinen Business-Anwendungen an. Bisher operierte Google nur nach dem im Jahr 2000 zwischen USA und EU abgeschlossenen „Safe Harbor“-Abkommen. Die Vereinbarung macht es europäischen Unternehmen möglich, personenbezogene Daten in die USA zu übertragen. Vielen Unternehmen und Organisationen war das aber nicht genug. Google schreibt in einem Blogeintrag, dass man gerade an Verträgen arbeite, die eine Einhaltung der strengeren EU-Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 vorsehen. (rzl)

Google warnt Nutzer

Mit einem neuen Warnsystem will Google Nutzer über Angriffe von staatlichen Stellen auf ihr Konto informieren. Auf den rot hinterlegten Hinweisen steht: „Warnung: Wir glauben, dass staatlich geförderte Angreifer möglicherweise dabei sind, Ihr Nutzerkonto oder Ihren Computer zu gefährden.“ Nach dem Klick auf „Schützen Sie sich jetzt“ wird dem Betroffenen dann erklärt, wie er sich schützen kann. Der Sicherheitsexperte Eric Grosse bloggte über die Hifestellung, nähere Angaben darüber, wie Google solche Angriffe von anderen unterscheidet, machte er aber nicht. (rzl)

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