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AppleScript-IDE im Ein-Fenster-Design

Die AppleScript-Entwicklungsumgebung Script Debugger ist in Version 5 mit überarbeiteter Bedienoberfläche erschienen: Ähnlich wie in Xcode ordnen sich Variablen-Übersichten und Inspektoren nun innerhalb des Hauptfensters an. Zwischen mehreren Skripten lässt sich mit Hilfe von Tabs schneller wechseln.

Bedingte Haltepunkte (Conditional Breakpoints) erleichtern neuerdings die Fehlersuche: Skripte werden zu definierten Bedingungen, beispielsweise nach Erreichen eines bestimmen Schleifendurchlaufs angehalten. Den passenden Code-Schnipsel findet man mit einer neuen Schnell-öffnen-Funktion, die Spotlight verwendet und alle Skriptdateien auf dem Mac durchsucht. Script Debugger 5 ist eine 64-Bit-Applikation, sie gibt es nur in englischer Sprache. Die Vollversion kostet 200 US-Dollar, ein Upgrade ist ab 100 US-Dollar erhältlich. (thk)

Mountain-Lion-Release rückt näher

Laut einem Bericht von 9to5Mac hat Apple die Mitarbeiter seiner Retail-Stores gebeten, den Lion-Nachfolger zu testen. Genius-Bar-Experten und „Creatives“ sei eine AppleSeed-Mitgliedschaft eingerichtet worden, womit sie eine Vorabversion des Berglöwen auch auf ihren Privatrechnern installieren können. Das Programm nutzt der Hersteller gewöhnlich, um Pre-Release-Versionen von ausgewählten Personen abseits der Apple-Entwicklergemeinde testen zu lassen. Die Einbindung der Ladenangestellten stelle ein Novum dar, heißt es. Mac OS X 10.8 ist für Juli angekündigt. (jra)

Bildverwalter beschleunigt

ACD Systems hat Version 2 seines Bildverwalters und -optimierers ACDSee Pro für den Mac veröffentlicht. Sie kommt mit überarbeiteter Cocoa-Oberfläche, soll unter der Haube in 64 Bit und deutlich schneller rechnen. 

Hinzugekommen sind unter anderem eine Duplikatsuche, eine Diashow-Vollbild-Ansicht mit acht verschiedenen Übergangseffekten und neue Regler wie „Clarity“ (Klarheit), „Soft Focus“ oder „Cross Process“. Die letzten beiden Einstellungen verpassen dem Foto einen Retro-Look mit verwaschenen Bildbereichen und Farbverschiebungen. Besonderes Augenmerk hat der Hersteller auf fein justierbare Helligkeit- und Kontrastwerte gelegt, die sich mit bis zu zehn Reglern optimieren lassen. ACDSee Pro 2 kostet 140 US-Dollar, eine deutsche Sprachversion gibt es bislang nicht. (thk)

US-Bundesgericht weist Klagen von Apple und Motorola ab

Im Patentstreit zwischen Apple und Motorola hat das US-Bundesberufungsgericht die Klagen beider Kontrahenten abgewiesen. Der vorsitzende Richter Richard Posner führte aus, dass beide keinen finanziellen Schaden durch die möglichen Patentverletzungen nachweisen konnten.

Das Urteil könnte sich richtungsweisend für Patentstreitigkeiten weltweit erweisen und dürfte vor allem in den USA zu ähnlichen Klageabweisungen führen. Patentexperte Florian Müller befürchtet allerdings, dass als Konsequenz dann viele Patentstreitigkeiten einfach von den USA in andere Länder wie beispielsweise Deutschland verlagert werden. Er glaubt, dass sich außerhalb der USA erst in fünf bis zehn Jahren die Rechtsauffassung Posners durchsetzen könnte. (ohu)

iOS-Geräte verletzen Samsung-Patent

Apple verletzt mit bestimmten iPhone- und iPad-Modellen ein Patent von Samsung in den Niederlanden. Das hat das Bezirksgericht in Den Haag entschieden. Konkret geht es um ältere Geräte mit Infineon-Kommunikations-Chip und das UMTS-Patent mit der Nummer EP1188269. Das iPhone 4S und das iPad der dritten Generation sind davon ausgenommen, beide verwenden einen Funkchip von Qualcomm. Da es sich um sogenannte FRAND-Lizenzen handelt, müssen sich beide nun auf eine Lizenzzahlung verständigen.

Drei weitere Patente, die Samsung in zwei weiteren Klagen gegen Apple angeführt hatte, verletzt der Hersteller nach Ansicht des Gerichts nicht. Dadurch muss der südkoreanische Konzern dem iPhone-Hersteller Prozesskosten in Höhe von 800 000 Euro erstatten. Diese Summe könnte die Höhe der Lizenzzahlung übersteigen, die Apple für die Patentverletzung an Samsung leisten muss. Im Prozessverlauf hatte Samsung vergeblich versucht, einen Verkaufsstopp von Apples UMTS-Produkten zu erreichen. (ohu)

Mac-Notizen

Nach dem moderaten Mac-Pro-Update (siehe c’t 14/12) hat sich Apple-Chef Tim Cook via E-Mail gegenüber einem enttäuschten Kunden geäußert: „Apple sind die Pro-Kunden sehr wichtig“. Etwas „Großartiges“ Neues werde im nächsten Jahr auf den Markt kommen, bis dahin sei das Retina-MacBook-Pro eine gute Lösung für Profis.

Apple will US-Angestellten seiner Retail-Sparte künftig bis zu 25 Prozent mehr Lohn bezahlen. Derzeit liegen die Stundensätze für Ladenangestellte zwischen 9 und 15 US-Dollar und für Genius-Bar-Mitarbeiter bei bis zu 30 US-Dollar.

374 000 US-Dollar war einem unbekannten Bieter bei einer Auktion am 15. Juni in New York ein Apple 1 wert. Von Apples erstem rund 200-mal gebauten Computer existieren heute noch rund 50 Exemplare, darunter sechs lauffähige. Bei einer anderen Auktion Ende 2010 wechselte ein Modell für 213 000 US-Dollar den Besitzer.

Über 100 Videos von WWDC-Vorträgen gibt es auf der Apple-Website, bei iTunes und iTunes U. Einen Bericht zur WWDC bringt Mac & i online (siehe c’t-Link).

Mit der Update-Version 1.2.1 behebt Apple schwerwiegende Probleme des Thunderbolt-Updates 1.2, das auf einigen Rechnern das Booten von Mac OS X verhinderte. Ergänzt wird mit den beiden Aktualisierungen die Unterstützung des Thunderbolt-Gigabit-Ethernet-Adapters. Das Update setzt mindestens Mac OS X 10.7.4 voraus.

Apple liefert das Thunderbolt Display nun mit dem neuen, flacheren MagSafe-2-Anschluss aus. Für Macs mit dem alten MagSafe-Anschluss liegt ein Adapter bei.

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