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Netzteile für Anspruchsvolle

Listan hat seine auf Gamer und Übertakter ausgerichtete High-End-Netzteilserie be-quiet! Dark Power Pro überarbeitet: Die aktuelle Version P10 liefert zwischen 550 und 1200 Watt und lockt schon beim kleinsten Modell mit überdurchschnittlich vielen Anschlüssen (2× EPS12V, 5× PCIe, 9× SATA, 6× 5,25-Zoll-Laufwerke, 1× Floppy). Die Wandler sollen zudem besonders leise und effizient arbeiten, nämlich mit bis zu 93 Prozent Wirkungsgrad. Allerdings ist auch der Preis Spitze: Schon das leistungsmäßig kleinste Netzteil kostet im Einzelhandel rund 115 Euro. (ea)

Serverboard im Mini-ITX-Format

Schon seit einigen Wochen liefert Intel die Prozessoren der Familie Xeon E3-1200V2 für Server und Workstations mit einer CPU-Fassung aus. Sie entsprechen weitgehend den aktuellen Desktop-PC-Prozessoren Core i5-3000 und Core i7-3000 mit „Ivy Bridge“-Innenleben: Diese 22-nm-Chips sind kompakter und unter Volllast effizienter als ihre 32-nm-Vorgänger (Sandy Bridge). Mitglieder der Serie Xeon E3-1200V2 laufen nach einem BIOS-Update auch auf bisherigen LGA1155-Mainboards mit einem der Chipsätze C202, C204 oder C216.

Von den E3-Xeons gibt es sparsamere Versionen mit gedrosselter Taktfrequenz, die ein „L“ im Namen tragen, etwa 45-Watt-Versionen mit vier Kernen wie den Xeon E3-1265LV2 (2,5 GHz, Turbo: 3,5 GHz) und den 17-Watt-Doppelkern Xeon E3-1220LV2 (2,3/3,5 GHz). Letzterer kostet knapp 200 Euro, ersterer rund 300 Euro. Endet die vierstellige Zahl in der Typenbezeichnung mit der Ziffer 5, so ist auch der Grafikprozessor aktiv.

Ein Xeon E3 mit GPU ist die optimale Bestückung für das Intel-Serverboard S1200KP im kompakten Mini-ITX-Format. Anders als viele typische Serverboards besitzt es nämlich keinen separaten PCIe-Grafikchip, sondern bloß eine DVI-I-Buchse, um die integrierte CPU-Grafik zu nutzen. Mit dem erwähnten Xeon E3-1220LV2 muss man also auf einen Monitor verzichten oder eine Grafikkarte in den PCIe-x16-Steckplatz einsetzen, was die Energieeffizienz verschlechtert.

Laut Intel sind erst die neueren Versionen des S1200KP mit der SKU-Bezeichnung DBS1200KPR Ivy-Bridge-tauglich. Das Board ist mit dem Chipsatz C206 bestückt, der anders als seine aktuellen Verwandten aus der Serie 7 zwar kein USB 3.0 bietet, aber die Nutzung von ECC-Speicher erlaubt. Auf dem C206 kann dann auch ein vergleichsweise billiger Core i3-2000 mit dem RAM-Fehlerschutz arbeiten – als Quad-Cores müssen aber Xeons zum Einsatz kommen, Core i5 oder i7 funktionieren nicht.

Wegen der begrenzten Platinenfläche stehen nur zwei DIMM-Slots und vier SATA-Ports bereit, von letzteren sind zwei SATA-6G-tauglich. Intel lötet auch zwei Gigabit-Ethernet-Chips (82574 und 82579) aufs Board, das für rund 150 Euro erhältlich ist. (ciw)

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