Maßarbeit

Gentoo Linux: Quelltexte und Rolling Releases

Praxis & Tipps | Praxis

Gentoo ist die etwas andere Linux-Distribution: Anwender installieren Softwarepakete aus den Quelltexten, die Programme werden permanent auf dem aktuellen Stand gehalten. Dank einer ausgefuchsten Paketverwaltung ist das erstaunlich einfach.

Als Daniel Robbins 1999 Gentoo Linux startete, war sein Ziel ursprünglich eine Meta-Distribution – ein Linux-System, das seine Pakete im Quelltext bereitstellt und als Grundlage zum Bau eigener Distributionen dient. Mittlerweile arbeiten etwa 150 Entwickler an dem System, das rund 10 000 Programmpakete in seinen Repositories vorhält – und einen näheren Blick für jeden lohnt, der sich ein individuelles Linux-System selbst maßschneidern will.

In der Gentoo-Welt werden Programme bei der Installation eines Programmpakets auf dem Rechner des Benutzers kompiliert, wofür nur der Quellcode und eine Bauanleitung – das so genannte Ebuild – erforderlich sind. Dieser Ansatz gibt dem Benutzer viele Möglichkeiten zur Feinjustierung in die Hand, die er bei den Binärpakten der traditionellen Distributionen nicht hat. So ist es möglich, paketweise oder global Unterstützung für bestimmte Funktionen wie X11 oder Python, KDE oder Gnome ein- oder auszuschalten, je nachdem, ob am Ende ein Desktop, ein Server oder ein minimales Rettungssystem stehen soll. ...

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