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AppGuard kontrolliert Android-Apps

Mit dem SRT AppGuard können Nutzer die Berechtigungen anderer Android-Apps kontrollieren – und zwar ohne ihr Smartphone zu rooten, anders als bei bisherigen Lösungen. Das kostenlose Programm haben Informatiker der Universität des Saarlandes entwickelt. Es funktioniert unter Android 3.0 und aufwärts, soll bald aber auch Android 2.3 unterstützen. Eine iOS-Version ist nicht geplant.

Um Berechtigungen zu ändern, deinstalliert AppGuard die zu überwachende App, modifiziert ihren Inhalt und installiert dann die derart veränderte Version. Danach kann man der App aus dem AppGuard heraus einzelne Berechtigungen erteilen oder verweigern. Bei vorinstallierten System-Apps versagt dieser Trick.

Installierten Apps können Nutzer im AppGuard unter anderem den Internetzugriff, die Abfrage von Standortdaten sowie den Blick ins Adressbuch und durch die Kamera verweigern. Dem Messenger WhatsApp zum Beispiel kann AppGuard zwölf Berechtigungen entziehen. Dabei sollte immer bedacht werden, dass Apps ohne manche Berechtigungen nicht mehr wie erwartet funktionieren. So braucht eine Taschenlampen-App keine Internetverbindung, aber den Zugriff auf Hardware-Steuerelemente. Entzogene Berechtigungen kann man problemlos wieder erteilen.

Eine besondere Funktion verbirgt sich hinter der Kontrolle des Internetzugriffs. Nutzer können den einer App nicht nur komplett sperren, sondern auch gezielt auf bestimmte Adressen beschränken. Dafür ist es nötig, die zu überwachende App einmal mit komplettem Internetzugriff auszuführen. Danach wählt man unter „Host Whitelist konfigurieren“ die Serveradressen aus, zu denen die App Kontakt aufnehmen darf.

AppGuard hat auch Nachteile: Google kann nicht erkennen, ob für überwachte Apps ein Update des Originals zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist es unerlässlich, vor der Modifizierung einer App alle Anwenderdaten zu sichern, da diese durch die Neuinstallation verloren gehen.

Einen Tag nach Veröffentlichung entfernte Google AppGuard aus dem Play Store und begründete den Schritt damit, dass er gegen die Nutzungsbedingungen verstoße. Während die Entwickler mit Google über die Wiedereinstellung verhandeln, bieten sie die App auf ihrem eigenen Server zum Download an (siehe c’t-Link). (mho)

Facebook-Newsfeed nach eigenen Regeln

Je größer der Facebook-Freundeskreis, desto mehr Belanglosigkeiten sammeln sich im Newsfeed, ausgewählt durch einen geheimen Algorithmus. Die iPhone-App Gabi macht Schluss damit: Sie sortiert Statusmeldungen, Fotos und Freunde nach Regeln, die der Nutzer selbst erstellt.

So kann man mit Gabi zum Beispiel die Neuigkeiten mit den meisten Kommentaren oder den meisten „Likes“ herausfischen. Diese Ranglisten legt die App als Kacheln auf ihrem Startbildschirm ab, sodass man sie schnell wieder aufrufen kann. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich Freunde sortieren. Gabi zeigt zum Beispiel diejenigen, die die eigenen Beiträge am häufigsten kommentiert haben oder die gleiche Musik hören.

Gabi hat das Potenzial, den chaotischen Facebook-Newsfeed zu ersetzen. Auf Gruppen, Chats und Veranstaltungen greift die App allerdings nicht zu. Sie kostet 79 Cent und läuft auf dem iPhone 3GS viel flüssiger als die offizielle Facebook-App. (cwo)

Analytics-App für Android

Nutzer von Googles Analysedienst Analytics können nun auch am Android-Smartphone verfolgen, was sich auf ihrer Webseite tut. Die kostenlose App zeigt, wie viele Nutzer sich aktuell auf der Seite tummeln und wie sie dorthin gelangt sind. Das „Dashboard“ zeigt konfigurierbare Diagramme zu Besucherzahl und Konversionsrate. Außerdem schlägt die App automatisch Alarm, sobald die Aktivitäten der Webseitenbesucher unter einen Mindestwert fallen, den Analytics eigenständig festlegt. (cwo)

App-Notizen

Apples neue Podcast-App für iPhone und iPad ergänzt die Podcast-Funktionen der aktuellen „Musik“-App.

Google hat eine iOS-App für seinen Speicherdienst Drive entwickelt. Die für iPhone und iPad optimierte Anwendung zeigt die gespeicherten Daten lediglich an, hochladen und bearbeiten kann man nicht.

Die EU-Kommission hat eine kostenlose App veröffentlicht, die Flug- und Bahnreisende über ihre Rechte informiert, zum Beispiel bei Verspätungen. Sie ist für iOS, Android, BlackBerry und Windows Phone verfügbar.

Die Offline-Karten-App City Maps 2Go gibt es ab sofort auch für Android. Sie speichert Karten aus OpenStreetMap für die Offline-Nutzung und liefert zusätzlich Infos zu Sehenswürdigkeiten. Fünf Karten (Städte, Regionen) sind gratis, unlimitierte Downloads kosten einmalig 2,90 Euro.

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