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DirectX-11.1-Karten für unter 100 Euro

Nvidias neue Mittelklasse-Grafikkarte GeForce GT 640 ist für die Blu-ray-Wiedergabe und nicht ganz so anspruchsvolle Spieler geeignet. Ihr Herz ist ein GK107-Grafikchip mit 384 Shader-Rechenkernen, 32 Textureinheiten und 16 Rasterendstufen, die mit 900 MHz laufen. Über 128 Datenleitungen sind 2 GByte DDR3-Speicher angebunden. Die Datentransferrate von knapp 29 GByte/s ist für hohe Detailstufen und Kantenglättung in aktuellen Spielen zu gering. Laut Nvidia schluckt eine GeForce GT 640 unter Last 65 Watt. Bis zu drei Displays steuert sie über zwei DL-DVI-Anschlüsse und eine Mini-HDMI-Buchse gleichzeitig an. Die Mittelklasse-Grafikkarte ist von verschiedenen Herstellern ab zirka 85 Euro erhältlich. Zwischen 5 und 15 Euro Aufpreis kosten Exemplare, die nur einen Steckplatz belegen, etwa von EVGA und Zotac. Sparkle und Palit bieten Varianten mit geringer Bauhöhe für besonders kompakte Gehäuse an.

Außerdem kündigte Nvidia sechs neue Profi-GPUs mit Kepler-Architektur für Notebooks an. Die Quadro-K-GPUs enthalten zwischen 192 und 1344 Shader-Rechenkerne und bringen bis zu 4 GByte Speicher mit. (mfi)

Mini-PC für drei Displays

In den lüfterlosen Mini-PC NISE 3600E passen Mobilprozessoren aus Intels neuer Ivy-Bridge-Familie alias dritte Core-i-Generation. Deren integrierte Grafikeinheit kann bis zu drei Displays gleichzeitig ansteuern, die der NISE 3600E über zwei DisplayPorts sowie je einmal DVI-D und VGA anbindet. Darüber, welche CPUs in den NISE 3600E passen, sind sich die Datenblätter des Herstellers Nexcom und die des deutschen Vertriebs Spectra uneinig: Während Spectra von einem Core i7-3612QM spricht, erwähnt Necxom nur leistungsschwächere Core-i3- und -i5-Modelle. Unstrittig ist indes, dass der 21,5 cm × 27,2 cm × 11,4 cm große PC ohne Lüfter auskommt, ein 2,5"-Laufwerk sowie je eine PCIe-x4- und eine CFast-Karte aufnimmt. Das Schnittstellenportfolio reicht – dank QM77-Chipsatz – von modernen USB-3.0- Buchsen bis zu seriellen Ports. Bei Spectra kosten Einzelstücke des NISE 3600E ab 943 Euro. (bbe)

Zuwachs bei Ivy-Bridge-Prozessoren

Intel erweitert die dritte Generation der Core-i-Prozessoren um die Quad-Core-CPUs Core i5-3470, i5-3470S, i5-3475S, i5-3570S und i5-3570. Letzterer ist nicht zu verwechseln mit dem bereits länger erhältlichen Core i5-3570K, der mit einem offenen Multiplikator und einer stärkeren GPU (HD 4000) daherkommt. Nach Angaben von Intel sollen die Prozessoren im Stepping N-0 gefertigt sein. Das Testmuster eines Core i5-3470 (3,2 GHz, Turbo: 3,6 GHz) erreichte uns jedoch im älteren E-1-Stepping. Unter CPU-Volllast betrug die Leistungsaufnahme eines Testsystems mit Core i5-3470 92 Watt – 7 Watt weniger als beim 100 MHz schnelleren Core i5-3550. Beim Core i5-3470 besteht akute Verwechselungsgefahr: Der Core i5-3470T unterscheidet sich von ihm nicht nur durch die TDP von 35 statt 77 Watt, sondern er enthält überdies bloß zwei statt vier CPU-Kerne, die mit 2,9 GHz rechnen (Turbo: 3,6 GHz). Der Hersteller senkte außerdem die Großhandelspreise des Pentium G860 und des Celeron G540 mit Sandy-Bridge-Architektur um 13 und 19 Prozent. (chh)

Kompakter PC-Barebone mit DirectX-11-Grafik

Die lüfterlosen Nettop-PC-Barebones der Serie XS35 starten in die dritte Generation: Shuttle stattet den XS35V3 und den XS35GTA V3 jeweils mit einer Dual-Core-CPU Atom D2700 (2,13 GHz), zwei DIMM-Slots, Kartenleser und WLAN aus. Im Inneren der nur 36 mm dicken Gehäuse ist Platz für eine Festplatte oder Solid-State Disk im 2,5"-Format und ein optisches Slimline-Laufwerk. Der XS35V3 verwendet die im Prozessor integrierte Grafikeinheit GMA 3650 und kostet 205 Euro. Dem 278 Euro teuren XS35GTA V3 spendiert Shuttle eine etwas flinkere Mobil-Grafikkarte vom Typ Radeon HD 7410M mit 512 MByte DDR3-Videospeicher. (chh)

Embedded-Notizen

Der Linux-Kernel erfährt derzeit Erweiterungen für „AArch64“, den 64-Bit-Betriebsmodus von ARMs kommenden ARMv8-Prozessoren. Bislang steht weder fest, in welche Kernel-Version die derzeit 36 Patches Eingang finden, noch wann der erste Prozessor erscheint, der sie ausführen kann. Letzteres könnte gerüchteweise 2014 geschehen. Parallel zum Kernel gehen auch die Arbeiten an den binutils und der glibc voran, auch wenn davon noch keine ARMv8-Versionen öffentlich zugänglich sind.

Die Spezifikation für Universal Flash Storage liegt in der überarbeiteten Version 1.1 vor. UFS war vor fast fünf Jahren angetreten, um die diversen Schnittstellen für Flash-Speicher und Speicherkarten zu vereinheitlichen, konnte sich bisher aber nicht etablieren. Mittlerweile geht es wohl nur noch um die Ablösung der betagten eMMC- oder e.MMC-Schnittstelle zwischen ARM-Cores für Smartphones und deren integriertem Speicher.

Intels dritte Core-i-Generation hält nun auch Einzug in die Welt der modularen PCs: So liefert Congatec das COM-Express-Modul conga-TS77 mit den Mobilprozessoren Core i7-3555LE, i7-3517UE und i5-3610ME. Der QM77-Chipsatz bietet nicht nur USB 3.0, sondern unterstützt auch die Fernwartungstechnik AMT. Für den Betrieb braucht man noch ein Basis-Board.

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