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Günstiges Android-Handy aus China

Der chinesische Hersteller ZTE verkauft sein Einsteiger-Smartphone Atlas ab sofort in Deutschland. Die technischen Daten des 130 Gramm schweren und ein Zentimeter dicken Smartphones sind typisch für die günstige Mittelklasse: Ein 800-MHz-Prozessor von Qualcomm, 512 MByte RAM, 3,5-Zoll-Display (mit 800 × 480 Pixeln Auflösung), 5-Megapixel-Kamera und microSDHC-Slot. Vom internen Speicher stehen dem Anwender allerdings gerade einmal 100 MByte für Apps zur Verfügung – die sind selbst bei einer kleinen App-Sammlung schnell voll, weil man nicht alle Anwendungen auf die SD-Karte auslagern kann.

Der 1200-mAh-Akku reicht laut Hersteller für eine vergleichsweise kurze Sprechzeit von maximal 3,5 Stunden, die Standby-Zeit gibt ZTE mit 200 Stunden an. Für die Verbindung zum Internet stehen WLAN und HSDPA (7,2 MBit/s) zur Verfügung. Das Atlas läuft unter Android 2.3.6, ein Update auf eine aktuellere Version scheint aufgrund der schwachen Hardware-Ausstattung unwahrscheinlich. Bislang wird das Atlas nur bei Amazon.de angeboten, dort kostet es 180 Euro. (asp)

Firefox OS zieht Kreise

Mehrere Mobilfunk-Anbieter und Hardware-Hersteller haben ihr Interesse am Smartphone-Betriebssystem „Firefox OS“ bekundet. Bisher hauptsächlich von Telefonica (O2) gefördert, stoßen zu den Unterstützern nun auch die Deutsche Telekom, die Telecom Italia und das norwegische Unternehmen Telenor. Außerhalb Europas gehören zu den interessierten Providern Etisalat mit Firmensitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die philippinische Firma Smart und das US-Unternehmen Sprint.

Einen ersten mit Qualcomm entwickelten Smartphone-Prototyp präsentierte Telefonica Anfang Juli in London. Auf den Markt sollen die Firefox-Geräte spätestens Anfang 2013 kommen, zuerst unter der O2-Eigenmarke Vivo in Brasilien. Generell sieht Telefonica den Einsatz eher in Einsteiger-Smartphones, etwa in Schwellenländern. Den Bau von Geräten planen laut Mozilla außerdem TCL Communication Technology und ZTE.

Das unter dem Namen Boot2Gecko entwickelte Firefox OS verwendet einen nur wenig modifizierten Linux-Kernel und Mozillas HTML-Rendering-Engine Gecko. Das System und die mitgelieferten Apps bauen auf offenen Webstandards auf und machen sehr viel Gebrauch von HTML5, auch für Grundfunktionen der Telefonie. Die dafür zu entwickelnden Web-APIs will Mozilla dem W3C zur Standardisierung vorlegen. (rzl)

Roaming im EU-Ausland günstiger

Seit Anfang Juli gelten in allen Mitgliedstaaten der EU günstigere Roaming-Tarife beim Mobilfunk. Auslandstelefonate dürfen jetzt nur noch maximal 29 Cent statt bisher 35 Cent in der Minute kosten, für angenommene Anrufe sind maximal 8 statt 11 Cent in der Minute zu berechnen. Der SMS-Versand wurde mit 9 statt 11 Cent ebenfalls günstiger.

Erstmals existiert auch eine Preisobergrenze für die Datenübertragung. Diese wurde auf 70 Cent pro Megabyte festgelegt. Hinzu kommt bei allen Preisobergrenzen die jeweilige Mehrwertsteuer: Für deutsche Kunden kostet das Telefonat im Ausland inklusive Steuer damit maximal 35 Cent in der Minute und die SMS 11 Cent – billiger als in vielen Inlandstarifen.

Mit den Senkungen trat die dritte Roaming-Verordnung des Rats der Europäischen Union in Kraft. Die Roaming-Verordnung sieht zukünftig weitere Absenkungen vor: Bis 2014 sollen sie in zwei Schritten auf maximal 19 Cent für ausgehende und 5 Cent für eingehende Gespräche reduziert werden. SMS dürfen dann maximal 6 Cent und Daten 20 Cent pro Megabyte kosten. Stichtag für die Tarifabsenkungen ist jeweils der erste Juli. Zudem sollen die Nutzer ab 2014 ihren Roaming-Anbieter unabhängig vom eigenen nationalen Anbieter frei wählen dürfen. (ohu)

Mobil-Notizen

Das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete finnische Unternehmen Jolla entwickelt das mobile Betriebssystem MeeGo weiter. Jolla will noch in diesem Jahr ein MeeGo-Smartphone mit eigener Bedienoberfläche auf den Markt bringen.

RIM verschiebt die Veröffentlichung von Blackberry 10 auf das erste Quartal 2013. Laut dem Blog BlackBerryOS.com soll das erste Smartphone mit der neuen Betriebssystem-Version im Januar in Europa erscheinen.

Im Patentstreit um das Samsung-Tablet Galaxy Tab hat Apple in Großbritannien eine Niederlage erlitten. Der High Court in London wies den Vorwurf des Design-Diebstahls mit der Begründung zurück, dass die Tablets von Samsung nicht die „extreme Einfachheit“ eines iPad besäßen und nicht so „cool“ seien. In Deutschland entschieden die Gerichte im vergangenen Jahr anders: Hierzulande darf Samsung die Galaxy Tabs nur mit geändertem Gehäuse-Design anbieten.

Fujitsu hat zwei Tablet PCs mit Windows 7 vorgestellt. Das Stylistic Q702 für 1100 Euro lässt sich mit optionalem Tastaturdock zum Notebook erweitern, das 1600 Euro teure Lifebook T902 verwandelt sich als Convertible Notebook durch Drehen des Displays in ein Tablet.

Verkaufsstart für die ersten Android-Tablets mit Full-HD-Display: Das Asus Transformer Infinity und das Acer Iconia Tab A700 sind seit Anfang Juli in Deutschland erhältlich. Einen ausführlichen Test dazu lesen Sie in c’t-Ausgabe 17/12.

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