Trends & News | News

Heimnetz per Cloud kontrollieren

Ende Juni hat Cisco eine Cloud-fähige Firmware für seine Router-Modelle Linksys EA 2700, 3500 und 4500 vorgestellt. Per Browser oder Smartphone-Apps lassen sich damit die Router aus der Ferne konfigurieren und warten: Eine App namens SimpleTap löst die automatische WLAN-Kopplung (WPS) aus, sodass sich beispielsweise ein neues Smart-TV-Gerät einbinden lässt, ohne dass man aus dem Wohnzimmer zum Router laufen muss.

Ein EA4500-Router in der c’t-Redaktion ließ sich nach einem Update auf Version 2.1.38 allerdings nur noch über Ciscos Connect Cloud vollständig verwalten. Nur wenn man ihn vom Internet trennt, kann man sich wie gewohnt mit dem Router-Passwort anmelden: Viele Konfigurationsoptionen, beispielsweise das Port Forwarding und die Netzwerkspeicherfunktionen, fehlen dort jedoch und lassen sich nur noch online über ein Connect-Cloud-Konto einrichten.

Jens Hofmeister, Marketing-Leiter für Europa bei Cisco Home Networking, erklärte dazu, dass hierzulande vorerst keine Router mit der Cloud-tauglichen Firmware ausgeliefert werden. Stattdessen sei eine Vorgängerversion installiert (siehe c’t-Link). Laut Hofmeister will Cisco später „gleich bei der Installation hinreichend auf mögliche Optionen und Veränderungen hinweisen und es auch hier dem Kunden überlassen, ob er die neuen Möglichkeiten nutzen möchte.“ Ob es für die Connect-Cloud-Firmware eine vollwertige lokale Konfigurations-Schnittstelle geben wird, sei noch unklar. Zumindest werde der Funktionsumfang deutlich erweitert. Künftige Firmware-Versionen sollen auch ohne Connect Cloud auskommen. (ea)

Roaming zwischen Mobilfunk und WLAN

Die WiFi Alliance (WFA) testet erstmals Geräte auf die Spezifikation Passpoint: Passpoint-taugliche WLAN-Geräte wie Smartphones erkennen passende WLAN-Hotspots und verbinden sich automatisch mit ihnen. Umständliche Anmeldungen mit Passphrase oder Benutzernamen und Passwort entfallen beim Wechsel zu anderen Passpoint-Hotspots. Authentifizierungsdaten liest das Verfahren etwa aus einer SIM-Karte aus. Passpoint soll zudem die etwa in Innenstädten, Bahn- und Flughäfen überfüllten Mobilfunk-Zellen dank Data-Offloading entlasten: Mobilfunkanbieter können den normalerweise über das Mobilfunknetz laufenden Datenverkehr gezielt über die WLAN-Basisstationen abwickeln. Für Teilnehmer ist das Data Offloading hauptsächlich wegen der höherer Geschwindigkeit interessant. Auch kann die Technik zusätzliche Kosten für die Nutzung fremder Internet-Zugänge wie Hotspots ersparen. (rek)

Netzwerk-Notizen

Die ICANN wird weiterhin die Rootzone des Domain Name System betreiben. Der Vertrag zwischen der Organisation und der US-Regierung räumt allerdings den US-Behörden Eingriffsmöglichkeiten und Veto-Rechte bei Eintragungen in die Rootzone ein: Hält sich die ICANN aus Sicht der Beamten nicht an die selbst gewählten Verfahren, können sie eingreifen. Der Vertrag läuft bis 30. September 2015 und kann zweimal bis höchstens 2019 verlängert werden.

Die Programmiergruppe The Hacker’s Choice (THC) hat die Version 1.9 ihres IPv6-Test-Pakets THC IPv6 Attack Toolkit veröffentlicht. Neu hinzugekommen ist etwa inverse_lookup6, das die zu einer MAC-Adresse gehörenden IPv6-Adressen liefert. Das im Quelltext bereitstehende Paket läuft nur unter Linux 2.6.

Die Firma Meinberg Funkuhren verlost im Rahmen eines Preisausschreibens zehn ihrer Referenzuhren. Interessenten können sich online bis zum 29. Juli 2012 für die Verlosung bewerben. Die Gewinner müssen sich allerdings in den kommenden zwei Jahren am Zeitserver-Projekt pool.ntp.org beteiligen: Der Pool sucht derzeit neue Mitstreiter (siehe c’t 15/12, S. 50).

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige
Anzeige